Marktbesuch in Hockenheim

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Am Freitag machte ich mich mit meiner Tochter auf den Markt in Hockenheim zu besuchen. Da ich kurz nach der Markteröffnung um 16:00 dort war, fand ich schnell einen Platz an dem ich meine Kutsche abstellen konnte. Am Eingang musste ich zwar der Kassiererin erklären, dass man auf Mittelalter Märkten die Sache mit dem Schwertmaß für Kinder etwas dehnbarer sehen kann, aber sie hat es verstanden und so musste nur ich den ermäßigten Eintritt von 4 Silbertaler berappen. Der Markt ist sehr schön aufgeteilt zwischen Verkaufsständen und Lager. Auch gibt es genügend Toiletten Container und für die Lagerleute sind Duschcontainer vorhanden. Die Verkaufsstände sind gut gewählt und der Besucher wird von Sachen, die nicht im Entferntesten mit dem Mittelalter zu tun haben verschont. Auch bei der Verpflegung ist meines Erachtens eine gute Wahl getroffen worden, es gab Flammkuchen, Wildschweinbratwürste, diverse Sauerteigfladen und einen Crépes-Stand. Was einem am meisten ins Auge stach, war ein Getränkestand, welcher die Form eines Drachenbootes hatte und dessen Besatzung es verstand die Leute anzulocken.

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Des Weiteren befand sich ein kleiner Badezuber auf dem Gelände und zur Freude meiner Tochter ein Stand von Dattelschlepper. Dem Besucher wurde auch ein Ritterturnier in einer Arena geboten und ein Reisendes Burgtor aus Holz nebst Zugbrücke und zweier Wachtürme. Alles in allem von den Organisatoren ein sehr schön angelegter Markt und was sehr wichtig ist, die Lagerleute werden auch von der Orga sehr gut betreut, wie mir berichtet wurde. Es wurde für genügend Strohballen und Feuerholz gesorgt, auch werden die Toiletten regelmäßig gereinigt. Bei dem am Donnerstag stattgefundenen Umzug mit Einmarsch auf den Markt, wurde den Teilnehmern auf halber Strecke Wasser in Bechern gereicht und die Becher nach 100 Meter wieder eingesammelt.

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Ein Meckerpunkt gibt es aber leider auch zu berichten und dieser betrifft die allseits geschätzten Touris. Es ist scheinbar wirklich schwer von den Leutchen zu verstehen, dass man nicht so einfach durch jedes Lager laufen kann ohne vorher um Einlass gebeten zu haben. Als ich mich zur Verabschiedung unseres Bekannten Ingo (wo her hab ich leider wieder vergessen, das Alter zeigt seine Spuren) in dessen Lager begab, stolzierten innerhalb kürzester Zeit Leute durch das Lager nur um den Weg abzukürzen, was ich persönlich als bodenlose Unverschämtheit empfand.

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Nach kurzweiligen 4 Stunden machte ich mich mit meiner Tochter dann wieder auf den Heimweg, mit der Erkenntnis den Winenheimern würde dieser Markt auch stehen und die Winenheimer würden diesem Markt auch stehen,

Andreas von Fidtenheim

Die Reise nach Philippsburg

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In der Vergangenheit gab es schon einige ins Auge gefasste Termine um den Reisenden aus Mannheim wieder einmal einen Besuch abzustatten. Leider klappte es aus den unterschiedlichsten Gründen nie so recht. Meist überschnitten sich auch noch die jeweiligen Lagertermine oder es waren private Hemmnisse die einen Besuch vereitelten. Am Pfingstsonntag war es endlich soweit und so machten wir uns in der frühe auf den Weg nach Philippsburg um den Reisenden unsere Aufwartung zu machen und natürlich auch den Markt zu besuchen.

Die Anreise verlief zunächst ohne Probleme, aber es stellte sich heraus, dass der kürzeste Weg nicht immer der Beste ist- denn dieser endete vor einer Straßensperre und unser himmlischer Helfer lies sich auch nicht beirren und führte uns prompt an der Nase herum in einem großen Bogen just genau wieder zu der Stelle der gesperrten Straße. Also das gleiche nochmals an anderer Stelle und viel weiter südlich an der nächsten Ausfahrt der Überlandstraße probiert und diesmal in der Tat näherten wir uns problemlos unserem Ziel. So lernt man wenigstens bisher unbekannte Flecken und Dörfer kennen. Auf Grund der wirklich guten Ausschilderung fanden wir dann den Nebenstraßen und Feldwegen folgend über die Ausfahrtstraße doch noch Zugang zum Parkplatz auf der Wiese hinter dem Markt, wo wir unser Fuhrwerk abstellen konnten. Glücklicherweise wollte um diese Zeit noch niemand den Markt verlassen, dann wäre es recht enge auf der schmalen Straße geworden.

Bisher waren wir noch nicht auf dem Markt zu Philippsburg gewesen hatten allenfalls darüber in Berichten gelesen und den Empfehlungen unseres Dienstmannes Andreas von Vidtenheim folgend wollten wir auch selbst erkunden, was es damit auf sich hat.

Nachdem die Zollformalitäten erledigt und auch der Wegzoll von 4 Euro pro Gewandeten entrichtet war, das gemeine Volk musste deren 7 pro Nase berappen, ging es auf die Suche um die Zeltstadt der Reisenden zu finden, was sich eigentlich recht einfach gestaltete, denn man brauchte auf dem überschaubaren Markt im Grunde nur nach zwei Dingen zu suchen: 1. Nach einem der größten Zelte auf dem Platz und 2. nach einem orientalisch/arabischen Lagerplatz. Beides natürlich nebeneinander. Kurzum man brauche kaum danach zu suchen und war daher nach kurzer Zeit zur Stelle.

Der Comes Günther und die Gräfin Iris de Föhrenhof hießen uns herzlich willkommen. Ebenso Turan Il Schah und seine Gattin Adela. Nach der Überreichung der Gastgeschenke und der Begrüßung der „Mitreisenden“ ging es gleich daran entsprechende Gespräche aufzunehmen und sich über alte und neue Dinge auszutauschen, aber auch über das eine oder andere Vorhaben zu sprechen. Auf jeden Fall verflog die Zeit recht geschwind und die Melodien der Mitreisen Spielleute sorgten für entsprechende Kurzweil, aber auch für eine angemessene feinfühlige Atmosphäre.

 

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Nachdem die Mittagszeit schon mehr als deutlich überschritten war wurde es Zeit sich auch den Markt anschauen nach den Spielleuten und den anderen Lagergruppen zu schauen. Es war auch wieder recht warm geworden und der Platz lies generell einige Schattenplätze vermissen, denn schattenspendende Bäume waren hier nicht anzutreffen. Wohl dem der gute Bekannte hat, wo man sich niederlassen und ausruhen kann.

Wie schon angeführt war der Markbereich in der Mitte recht überschaubar. Neben den üblichen Dingen für das Volk, gab es auch einige Händler mit guten Warenangebot: Ein Goldschmied der Repliken von Schmuck herstellt, ein Töpferei der seine Erzeugnisse feil bot, aber auch der Waldglasverkäufer, bei dem ich schon auf dem Markt zu Worms einiges erworben hatte. Trotz Bedarf, verbot ich mir aus finanziellen Gründen, weitere Anschaffungen, so dass es diesmal beim Anschauen blieb und die Händler das Nachsehen hatten. Vorgeführt wurden natürlich auch einige Handwerke, wie: Korbflechten, Drechseln, Perlen machen, töpfern und natürlich heißbegehrt die Schmiede und der Waffenhändler.

Lediglich bei den Verpflegungsständen griffen wir zu, denn insbesondere meine werte Gemahlin verspürte einen gewaltigen Hunger und bei der Hitze des Tages ging es auch nicht ohne kühle Getränke.

Interessant waren auch einige wenige gute Lagergruppen, die wir noch nicht kannten.

Über die Mittagszeit hatte sich der Markt doch merklich gefüllt. Für gewisse Bedürfnisse waren ein Wagen und ein Container aufgestellt, die regelmäßig gesäubert wurden. Jedoch für die Menge der Leute war das zuwenig, da sich hier längere Warteschlangen bildeten.

 

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Nach dem Rundgang ging es wieder ins Lager um die Gespräche wieder aufzunehmen. Dabei gewannen wir Erkenntnisse insbesondere über das Herstellen von Haarnetzen aus  Leinen- und Maulbeerseide. Deren Herstellung (Filettechnik) erläuterte Adela recht anschaulich. Gleichwohl ist zu bemerken, dass die weiblichen Mitglieder der Reisenden für alles was mit schneidern, sticken, spinnen, weben und der gleichen mehr recht bewandert sind und über einen beachtlichen Fundus von Erkenntnissen und Erfahrungen verfügen.

 

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Die Sonne senkte sich schon in Ihrer Himmelsbahn, so dass auch wir uns anschickten, wieder die Rückreise anzutreten. Wie das Willkommen so war auch der Abschied herzlich und wir versprachen ein baldiges Wiedersehen und einen etwas häufigeren Kontakt, als in der Vergangenheit zu halten. Ein letzter Gruß galt auch den Mitreisenden, die wir unterwegs noch trafen. Die Rückreise verlief unproblematisch und mit vielen neuen Eindrücken erreichten wir dann wieder unsere Heimstatt.

 

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Worms 2011 - Dank an die Orga

Das Spectaculum im Wormser Wäldchen fand in diesem Jahr zum 10. Male statt. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass um den Veranstalter für all die Mühen um die Organisation und den Ablauf zu danken. Die Gruppe um Klaus Susemichel (Marktmeister) und Uwe Hildenbeutel als Zuständiger für die Lagergruppen, sowie all die vielen hier nicht genannten Mitarbeiter und Personen die sich im Netzwerk Lebendiges Mittelalter zusammenfanden haben es bisher immer wieder geschafft ein interessantes, friedliches Mittelalterfest zu organisieren und durchzuführen. Bei der großen Anzahl an Lagergruppen und Händlern ist es sicherlich nicht möglich immer allen Anforderungen gerecht zu werden.
Wir: Die Dienstmannen zu Winenheim bedanken uns für die schönen und ereignisreichen Stunden die wir bisher als teilnehmende Lagergruppe in Worms verbringen durften. Die Winenheimer waren erstmals als Lagergruppe bei der 1250 Jahr Feier in Pfeddersheim mit dabei. Dann als Besucher im Jahre 2006 erstmals auf dem jetzigen Veranstaltungsgelände und seit 2007 regelmäßig als Lagergruppe auf der jährlichen Veranstaltung vertreten. In diesem Zeitraum  von jetzt immerhin fünf Jahren in Folge lässt sich an Hand der sich in unserem Archiv befindlichen Bilder auch die Entwicklung der Dienstmannen als Lagergruppe aufzeigen. Die Teilnahme an der Feldschlacht oder die Übernahme der notwendigen Wach- und Kassendienste haben wir nie als Belastung sondern als unseren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung gesehen. Daher wünschen wir uns für die Zukunft ein Fortbestehen der Veranstaltung im gewohnten Rahmen. Die in den letzten Jahren stetig ansteigenden Besucherzahlen belegen ein hohes Interesse seitens der Bevölkerung, das auch einher geht mit  einer ständigen Qualitätssteigerung seitens der anwesenden Händler. Dies alles trägt mit dazu bei dass gerade Worms in unserer Region mittlerweile einen vorzüglichen Ruf innerhalb der Szene besitzt.
Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen. 

Herzliche Gratulation zum 10 jährigen Jubiläum


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Zu Gast …

Anlässlich der Pilgerfahrt nach Worms war es mir Bernard de Noyer und meinem Weibe Joveta sowie meiner holden Tochter Clarice vergönnt, uns unter den Schutz der Dienstmannen zu Winenheim zu stellen und die Markttage behütet in Worms zu verbringen. Es war für uns die Gelegenheit unseren Sohn einmal wiederzusehen, der seit geraumer Zeit bei Ritter Mathias dient und wir konnten uns von seinen Fortschritten im Waffengang und beim Erlernen seiner ritterlichen Tugenden überzeugen. Es gestaltete sich bereits die Anreise in einem großen Tross als wahrer Glückstreffer und wir wurden weder von Wegelagerern noch anderem Gesindel heimgesucht und sicher nach Worms geleitet. Zur Rast wurde stets offenes Gelände gewählt und so konnte ich meiner Tochter gestatten sich ein wenig frei zu bewegen ohne von einer Horde Wachen umlagert zu sein. Trotz allem ging einer der Pilger verloren, aber sein wahrer Glaube führte ihn zu rechter Zeit auf den rechten Weg. In Worms angekommen war es beeindruckend mit welcher logistischen Kunstfertigkeit ein solches Heerlager aufgebaut wird und wie schnell die Karren und Pferde abgeladen sind und alles seinen Platz gefunden hat. Auch uns hatte der Trossmeister ein Plätzchen angewiesen und wir taten unser Bestes um mit der Geschwindigkeit der Dienstmannen Schritt zu halten. Es war uns also vergönnt sonnige, heiße Tage mit den Dienstmannen zu verbringen, an ihrer Tafel Platz zu nehmen, Speisen und Getränke zu teilen und ihre tiefe Gottverbundenheit und Ernsthaftigkeit zu erleben sowie ihre Disziplin zu bewundern. Ihre Gastfreundschaft kennt keine Grenzen und so war im Lager ein stetiges Kommen und Gehen, alte Freundschaften wurden aufgefrischt oder neue geschlossen. Die Tage in Worms vergingen viel zu schnell zwischen all den Pflichten und Notwendigkeiten. Nach den ersten Tagen zeichnete sich am heiligen Sonntag alsbälde ab, dass jeder der Ritter, Knappen, Weiber und Mägde und auch die Kinder, die nötige Läuterung erfahren hatten und eine gewisse Ruhe und Gelassenheit in den Zelten einkehrte. Als der Abend nahte, das Küchenfeuer gelöscht war und die Vorräte längst erschöft waren, wurde mit der gleichen Geschwindigkeit das Lager abgeschlagen, die Karren und Tiere beladen und die weite Heimreise angetreten.

Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir gestärkt im Glauben, gefestigt in unseren Zielen und mit großer Demut im Herzen am späten Abend in die Auen zu Berkenowa zurückgekehrt sind.

Worms 2011

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Der Pilgerzug des Winenheimer Aufgebotes ist Geschichte nachdem alle Teilnehmer wohlbehalten und diesmal aber schweißtriefend in die jeweiligen Heimatorte zurückgekehrt sind. Wie in den letzten Jahren schon zur bewährten Tradition geworden rüsten sich die Mannen und Frauen in der Mehrzahl schon Donnerstag zum Heerzug um in Ruhe und Beschaulichkeit das Lager zu errichten und somit dem freitäglichen Aufbaustress zu entgehen. Das diesjährige Geschehen war geprägt von mancherlei Herausforderungen, denn das Heerlager der Winenheimer war noch nie so groß und es waren noch nie so viele Materialien zu transportieren und Mäuler zu stopfen wie in diesem Jahr. Trotz vieler gehegter Befürchtungen lief alles reibungslos und zur Zufriedenheit hoffentlich aller Teilnehmer ab.
Zur Mannschaft selbst gesellten sich eine ganze Reihe von Gästen und bedingt durch die herrschende  tropisch heiße Witterung musste einige Aktivitäten leider in die Abendstunden verlegt werden, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Dazu gehörte gerade am Samstagabend und vor allem am Sonntag so manch sorgenvoller Blick gen Himmel verbunden mit der Hoffnung das „Gemeldete“ sollte doch bitte diesmal das Wormser Wäldchen verschonen. So geschah es auch, die Gewitterfront löste sich auf oder zog nordwärts und es fielen nur einige wenige Tropfen. So mancher hätte sich gerne in Anbetracht der äußerst warmen Witterung einige Stunden der letztjährigen Veranstaltung gewünscht um etwas Kühlung zu erhaschen. Bereits der Einzug der „Kumpaneien“ am Freitag war eine kräftezehrende und schweißtreibende Angelegenheit, so dass man sich entschloss nur das allernotwendigste anzulegen. Üblich war hier wieder die schon traditionelle Findung des Standplatzes für den Einzug. Dieses Ritual des Schiebens und Aufrückens gehört eben einfach zur Eröffnung hinzu. Glücklicherweise war diesmal der Weg deutlich verkürzt, ebenso auch die Vorstellung der Gruppen (eigentlich schade, denn wir hatten hierzu kurzer Hand noch etwas einstudiert), aber die gewohnte Vorstellung hätte einige Zeit beansprucht und den anderen Teilnehmern auch einige zusätzliche Sonnenstunden beschert.

Gehen wir jedoch in unserer Berichterstattung der Reihe nach vor.

Am Donnerstag gegen die neunte Stund war das Treffen der Teilnehmer vor dem Kontor zu Winenheim angesagt. In der Tat fanden sich diesmal alle nahezu vollständig und pünktlich ein. Der zu bewegende Materialberg war beträchtlich, denn das Lager war noch nie so groß wie diesmal. Nach der Vorbereitung des großen Fuhrwerkes begann die planmäßige und diesmal routiniert ablaufende Verladung.

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Die Getränke zuerst, dann die Materialkisten, Stangen für die Absperrung, sowie die Zelte, die Tische und Bänke, die Einzelteile der Feuerstelle, Brennholz, die persönliche Habe der Dienstleute, sowie die Lagerausrüstung: Kochtöpfe, Wasserbehälter, Waffen, Lanzen und Schilde und was der Dinge mehr sind. Bei der Beladung des Kastenanhängers lief es diesmal ebenfalls  rund.Teil um Teil verschwand auf den Ladeflächen und einige Teilnehmer hatten ihrerseits weiteres Material bereits in den eigenen Fahrzeugen verstaut. Trotz der in der Vorbereitungsphase geäußerter  Befürchtungen gelang es innerhalb von zwei Stunden das Beladen abzuschließen, so dass man insgesamt früher damit fertig war als geplant. Man entschloss sich daher ein gemeinsames Frühstück vor den Toren unserer Heimatstadt einzulegen. Die einzelnen Fahrzeuge wurden besetzt und begaben sich dann auf den Weg zum verabredeten Rastplatz. Es kamen auch alle da an nur das Seeheimer Fuhrwerk blieb verschollen, was wieder einmal für entsprechenden Gesprächsstoff unter den Teilnehmern sorgte.Die Zeit verfolg recht kurzweilig und schnell und alsbald traf dann auch der magische Bote ein, der uns übermittelte, dass der Seeheimer mit seinem Gespann schon zu Worms auf dem Platz stand und dass dieser Platz auch noch die Nummer 13 hatte. Na wunderbar- da passte wirklich wieder alles zusammen. Die Fahrt wurde fortgesetzt und alsbald fanden sich sämtliche Fahrzeuge vor Ort ein und man begann sogleich mit dem Abladen, da die Fahrzeuge so schnell wie möglich das Gelände wieder verlassen sollten.Schon im Vorfeld hatte man sich Gedanken über den Lageraufbau gemacht und einen Aufbauplan entworfen.
Der Platz war frei von Bäumen. Die Lage der Lagerstrasse war auch ersichtlich, so dass man genau nach Plan vorgehen konnte. Es war nur zu klären wo welche Zelte stehen sollten. Das war alles schnell entschieden und es türmten sich die Materialen in der Mittagssonne. Jetzt war auch dem letzten klar, dass der Aufbau zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden würde. Nach einer Orientierungsphase und bedingt durch die vielen verfügbaren Hände kam man recht schnell voran und so gegen die sechste Nachmittagsstunde, war das wesendlichste erledigt und man konnte mit der Einrichtung der jeweiligen Behausungen beginnen.

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Die beigefügten Bildnisse zeigen hierbei gewisse Eigenheiten auf. Für die anwesenden Damen war ganz wichtig, dass zunächst der Kleiderständer ausgeladen wurde, damit die Gewandungen nicht knittern. Jürgen von Seeheim war neben dem frisch gebügelten Waffenrock insbesondere die Replik seines Trinkgefäßes sehr wichtig, da er zunächst diese Gegenstände ans Tageslicht beförderte und in Sicherheit brachte.

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Nachdem die Zelte standen und die wesendlichen Teile des Lagers eingerichtet waren verbreitete sich das übliche Hungergefühl, so dass eiligst die Lagerküche in Funktion gesetzt wurde. Die Mannschaft hatte sich tagsüber an der Notration gütlich getan, aber nunmehr war die Zeit des Erholens und der Ruhe angebrochen. Dennoch war die Gemeinschaft von der Aufbauarbeit und der Hitze gezeichnet und nach der Pause galt es in einer letzten gemeinsamen Anstrengung die Kisten und Kasten in den verschiedenen Zelten zu verstauen. Sichtlich zufrieden mit sich und der erbrachten Leistung klang der Tag wohl mit einem kleinen Gelage aus, jedoch wurde auf die übliche Mitternachtsverpflegung verzichtet, da sich doch schon einige der Teilnehmer auf ihre Strohsäcke begeben hatten.

Oh Schreck der Met ist weg ….

Die Winenheimer haben im Vorfelde des Wormser Heerzuges bei unserem Hoflieferanten eine größere Menge, eines im letzten Jahre bereits verkosteten Mets geordert und diesem aufgetragen,  ja bereits am Donnerstagabend zur Stelle zu sein, damit wir am abendlichen Begrüßungsumtrunk nicht auf dem Trockenen sitzen. Der Händler war da, einige der Mannen waren auf dem Weg das Bestellte abzuholen, als die Kunde eintraf dass die georderte Sorte nicht im bestellten Umfange verfügbar war. Nun war guter Rat teuer, man kaufte zunächst die Restbestände in Behältnissen und versuchte dann über die Verkostung einen atequaten Ersatz zu finden, was aber nur leidlich gelang. Auch die Meldung, dass es zukünftig Veränderungen seites des Lieferanten gebe trug auch nicht gerade dazu bei die Stimmung zu verbessern.
Zukünftig wird es wohl so sein, dass die Winenheimer auch ihren eigenen Hypogras selbst herstellen. Erste Versuche in dieser Richtung durch Sven von Winenheim sind vielversprechend und verlangen nach mehr.

Die Anreise und der Aufbau bereits am Vortage der Veranstaltung bringt einen ennormen Zeitvorteil und man kann hierbei viele Dinge in Ruhe erledigen und den anderen Gruppen auch beim Lageraufbau zuschauen. Probleme gab es keine und man konnte sich auf einen schönen geruhsamen Markt freuen. Nils übernahm wie immer die Nachtwache, während Konrad ihn in der Regel des Morgens in der früh ablöste und dafür sorgte, dass das Feuer nicht aus ging. Dennoch waren die Nächte recht kurz und bei den verschiedenen Gelagen wurde so manche Episode aus der Winenheimer Geschichte zum Besten gegeben. Zahlreich waren auch die Besuche von alten- und auch neuen Bekannten. Zahlreich auch die Becher und Krüge die dabei geleert wurden und des Tages Wärme lies in der Tat einen stetigen großen Durst erwachsen, so dass der Mundschenk sich sputen musste.

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Hier ist Winenheim das gesamte Lager zu Worms 2011 

Der Tag der Eröffung

Am Freitag zur 12. Stund ward von der Tross- und Marktmeisterei zur großen Besprechung gerufen. Hierbei wurden Informationen zum Marktablauf und zur allgemeinen Sicherheit gegeben. Verkündet wurde wo es Stroh für die Lagerstatt und oder Holz fürs Herdfeuer gab. Die Besprechung führt immer zu einem allgemeinen Hallo, da man hier alte Bekannte aus den verschiedenen Lagergruppen trifft. Wesendlichster Teil der Besprechung ist jedoch die Einteilung der notwendigen Wachdienste und Kassendienste für die jede Lagergruppe einige Leute abzustellen hatte.
 

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Markteröffung und Vorstellung der teilnehmenden Lagergruppen 

Anschließend galt es den Außenbereich des Lagers fertig zu stellen, Gerätschaften aufzustellen und diverse Waffen und Ausrüstungsgegenstände entsprechend zu präsentieren sowie die einsehbaren Bereiche der Zelte in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Da bereits um 14 Uhr der Markt für das Publikum geöffnet wurde blieb für diese Tätigkeiten kam Zeit übrig. Während des Tages stieg die Temperatur  wieder deutlich an. Der um die sechste Nachmittagsstund angesetzte Einzug der Kumpaneien, zur offiziellen Eröffnung des Marktes wurde zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Daher wurde auch beschlossen auf gewisse Rüstungsteile zu verzichten und trotzdem Rann der Schweiß in Strömen. Während in den letzten Jahren der Umzug in einem großen Bogen um den Händlerbereich geführt wurde, war diesmal die Wegstrecke deutlich verkürzt – dennoch waren wir alle froh, als wir uns im Lager wieder der Dinge entledigen konnten.

 

Lagerleben und Angebote

Da in diesem Jahr erstmals keine Feldschlacht stattfand und in Folge der gewachsenen Teilnehmerzahl, war das Lager immer gut besetzt, so dass man dem Publikum auch einiges zeigen konnte: Brettchenweben, mittelalterliche Tafel, mit entsprechendem Geschirr, die Zubereitung von Speisen, aber auch erstmals das Schlagen von Münzen. Hier konnten die Gäste selbst eigene Münzen schlagen und sich über die verschiedenen Zahlungsmittel und deren Herstellung informieren.

 

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Jürgen von Seeheim, hatte hierfür nach langer Vorbereitungszeit die notwendigen Werkzeuge und Prägestempel hergestellt. Der Feldversuch unter Publikum zeigte, dass nur noch einige Kleinigkeiten verbessert werden müssen: (ein schwererer Hammer und der ambientetaugliche Einbau der Halterungen in einen Holzklotz ), dann steht dem Betrieb der Münzerei als Bestandteil der Lagervorführungen nichts mehr im Wege.

 

Wachdienste:

Wir mussten diesmal auch wieder „nur“ 2 Wachdienste absolvieren und zum ersten Male in der Winenheimer Geschichte gab es mehr Freiwillige, so dass die Mannschaft zur Halbzeit einfach ausgetauscht wurde. Die Truppe wurde teilweise durch die Küchenmannschaft fern verpflegt, was an der Kasse, beim Dienstpersonal des Veranstalters Begehrlichkeiten weckte, da Konrad die Hälfte seines Brotes an das Kassenpersonal weitergab, während die andere Seite leider leer Ausging. Wir übernehmen die Wachdienste sehr gerne, weil es Spaß macht und man mit den Besuchern in Aktion treten kann. Da diesmal die Feldschlacht ausfiel gab es auch keine personellen Probleme.


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Wenn aus Rittern Bauern werden… oder die Inflation der Strohhüte

Unter den Händlern war einer zu finden, der neben Fellen auch recht stabile Strohhüte feil bot. Bedingt durch die große Hitze, ging ein raunen durch die Dienstmannen und nahezu alle machten sich auf den Weg um einen dieser Hüte zu erstehen. Da mit zunehmender Wärme auch immer weitere Kleidungsstücke abgelegt wurden konnte man den Eindruck erlangen, dass die Winenheimer nunmehr eine Zweitdarstellung als Landsassen aufbauen wollten.

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Sven schnitzte aus leider Verzweiflung aus Holzresten schon Fische um sich eine, wenn auch nur gedankliche Abkühlung zu verschaffen. Einige der Aktivitäten wurden daher auf die Abend bzw. Nachtstunden verlegt. Die Mannschaft entdeckte nahezu täglich das Zubern, was zunächst der Reinlichkeit diente- aber sie kamen stets in einem stärkeren, erhitzten inneren Zustand zurück, da sie den Wasserverlust stets durch den Konsum anderer wohlschmeckender Wässerchen ersetzten.

Verpflegung

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Nein Hunger leiden das mussten die Winenheimer diesmal wahrlich nicht, den die Küche lief wieder zur Höchstform auf so dass sogar die Besucher ihr Augenmerk auf unsere Kochstelle richteten und am liebsten einen Teil davon abhaben wollten. Trotz der anfänglichen Befürchtungen hinsichtlich der großen Anzahl der Lagerteilnehmer konnten alle bestens verpflegt werden. Insbesondere unsere Knappen Nico und Maximilian bilden mittlerweile die Kernmannschaft der Kocherie. Verstärkt wird die Gruppe durch unseren Leutpriester Andreas. Das Team schaffte es über alle Tage hinweg ein gutes Essen aufzutafeln, das sicherlich auch höheren Ansprüchen gerecht wurde. Ebenso wurde die Tradition fortgeführt, die Wachmanschaft zur Zeitenwende mit einem warmen Happen wieder aufzurütteln. Auch der von Sven von Winenheim angesetzte Hypogras fand schnellen und rasenden Absatz (auch bei unseren Besuchern), das sich hierbei um ein ganz besonderes Tröpfchen handelt das zukünftig nach (Viel)- mehr verlangt.

Der Markt

Es gab wieder vieles zu sehen: Nicht nur bei den Händlern, sondern auch bei den verschiedenen Lagergruppen, fanden sich gute Erzeugnisse, die feilgeboten wurden. Seit geraumer Zeit  wird von der Marktleitung strikt das Ziel verfolgt die Qualität des Marktes insgesamt weiter zu bessern, nicht nur durch eine gezielte Auswahl von bei den Händlern sondern auch bei den Lagergruppen. Auch die vor Jahren noch heißgeliebten Steckstühle sind zwischenzeitlich nahezu gänzlich verschwunden. In diesem Jahr waren eine ganze Reihe neuer Gruppen erstmals vertreten.

 

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Auch die Winenheimer fanden wieder einige Dinge zur Verbesserung der eigenen Ausstattung, darunter die schon  erwähnten Strohhüte aus der Kreuzfahrerbibel, neue Holzteller vom Drechsler und Repliken  zweier Trinkgefäße aus Waldglas für die herrschaftliche Tafel. Andere Dinge, wie Garnspulen konnten bestellt werden. Bei den verschiedenen Lagergruppen kann man sich viele Anregungen zur Verbesserung der eigenen Ausstattung holen, oder auch Bezugsquellen für diverse Materialien erfragen, so dass man in der Regel immer etwas verwertbares findet.

Leider litten die diesjährigen Aktivitäten unter der teilweisen sehr warmen Witterung. Am Sonntag galt der sorgenvolle Blick mehrmals dem Wettergeschehen. Zum Glück verzog sich das aufziehende Gewitter, so dass nur wenige Tropfen fielen, die als willkommene Abkühlung aufgenommen wurden

 Abbau

Um die sechste Nachmittagsstund am Sonntag hieß es dann zusammenpacken. Der Abbau und das „Einpacken“ geht meist schneller als der Aufbau. Zelt für Zelt wurde abgebaut, das Material gestapelt und als die Fahrzeuge dann zur Stelle waren, recht schnell verladen. Nach der gemeinsamen Rückkehr wurden die Fuhrwerke entladen und das Material im Kontor eingelagert und wartet da auf seinen nächsten Einsatz. Worms 2011 war Geschichte und die Lagerteilnehmer fuhren mit den unterschiedlichsten Eindrücken aber auch etwas müde zurück in ihre jeweiligen Heimatorte.

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Freienfels 2011

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Der Name ist Programm und die Wege der Winenheimer dahin und zurück ebenfalls. Die Lagersaison beginnt mit Freienfels und man benötigt wohl diese Mischung aus Hitze, Kälte, Gewitter und Regen verbunden mit einigen Sturmböen um nach der langen Zeit der Winterruhe aufzuwachen und dann festzustellen:
Es ist wieder Lagerzeit und die Mannen gehen wieder auf  Pilgerreise.
Am Freitag morgen gegen die 7. Stunde begann die Hektik, denn die Kisten und Kasten, wurden auf das kleine Fuhrwerk verfrachtet und dann ging es zum zentralen Magazin der Mannen, wo man sich um die 8. Stund treffen wollte um das eingelagerte Material auf die verschiedenen Fuhrwerke zu verladen. Gemäß den früheren Erfahrungen, dass zur genannten Zeit im Grunde nur einer der eifrigsten Leute pünktlich vor Ort war, war es diesmal etwas anders, denn um die genannte Zeit fanden sich doch einige der Mannen ein. Hoffnung erfreute das Herz und die Seele fasste Mut, dass in diesem Jahr der Tross sich rechtzeitig und vollständig auf den Weg machen kann.Im Vorfeld des Pilgerzugs gen Freienfels wurden die Mannen schon schwer gebeutelt, denn durch den dortigen Platzmangel bedingt wurde die zur Verfügung gestellte Lagerlagerfläche zwei mal reduziert, so dass man diesmal mit kleinem Gepäck reisen musste und die standesgemäßen Zelte der Edelleute diesmal im Magazin verblieben, genauso, wie manches liebgewordene und der Bequemlichkeit dienende Zubehör. Wie nicht anders zu erwarten ging wieder alles kreuz und quer und die Beladung alles andere als geordnet zu, obwohl der Seeheimer Tross diesmal pünktlich, ausgeruht und mit dem richtigen und funktionierenden Verbindungsstück zu Stelle war. Darüber hinaus erhielt der große Bagagewagen ein komplettiertes Gestell auf dem vor allem die langen Zeltstangen ordnungsgemäß verstaut werden konnten.

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Dennoch das Anpassen der Bolzen brauchte seine Zeit, so dass die Zeit voranschritt, ebenso wurden die Hoffnungen begraben, wenigstens diesmal rechtzeitig die Reise antreten zu können. Man entschloss sich daher zunächst zwei der Mannen als Kundschafter und Vorauskommando auf den Weg zu schicken und statte diese mit den notwendigen Unterlagen aus, um dort vor Ort den zugewiesenen Platz in den Lagerreihen in Beschlag zu nehmen und ja darauf zu achten, dass niemand dessen Grenzen unterschritt, damit die verfügbare Fläche nicht noch kleiner wird. Nachdem alles auf den Wagen verstaut, die großen Kontortore geschlossen waren, die persönlichen Habseligkeiten kontrolliert, machte sich der Rest der Mannschaft auf den Weg.
Zur Anreise gibt es selbst nicht viel zu sagen nur dass das Gefühl aufkam irgend etwas wichtiges zu Hause vergessen zu haben. Über die anderen Dinge wollen wir hier nicht reden, da diese selbstverständlich sind, da die einen Pferde nach der Tränke verlangten und die anderen unterwegs auch ihre Hufe kontrollieren mussten. Die mitfahrenden beiden Knappen wurden während der ganzen Fahrt vom Schlaf übermannt und bekamen vom Geschehen recht wenig mit.Das Vorauskommando war unterwegs, der große überholte den Kleinen und machte dann Zwischenstopp, während der Kleine dann wieder den Großen überholte und von da an verschollen blieb. In der Nähe von Usingen erhielten wir dann die frohe Kunde, dass der Lagerplatz in Besitz genommen war und sämtliche Formalitäten bereits erledigt seien und das Vorauskommando den Platz bewachen würde. Als wir dort an kamen fanden wir die Wache vor, die sich recht gemütlich und bequem eingerichtet hatte. 

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Sogleich begann man mit dem Entladen der Fahrzeuge. Geraume Zeit später fand sich dann auch das letzte Trossfahrzeug auf dem Platze und mit dem routinierten, eingespielten Team, verstärkt durch zwei kräftige, ausgeschlafene Knappen  klappte diesmal alles wie am Schnürchen. Zumal wie immer die als erstes benötigten Kisten sich stets auf dem letzten eintreffenden Fahrzeug befinden. Ebenso suchen die Mannen stets auf neue nach den Hämmern um die Zelteisen in den Boden zu schlagen.

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Aber es wäre schön wenn wirklich alles glatt verliefe, denn das schlechte Gefühl etwas wichtiges vergessen zu haben bewahrheitete sich sehr schnell. Das Kochzelt war dabei, aber die Stangen nicht. Daher machte der „Seeheimer“ kurzerhand einen kleinen Waldspaziergang und hat just zwei passende Hölzer gerade so liegen sehen. Trotzdem fehlten noch die hinteren Stützen für das Kochzelt. Hierfür mussten kurzerhand zwei Lanzen daran glauben. Da man auf den kleinen Tisch verzichtete und das Geschirr sowieso auf das Küchenregal stellen wollte- Auch hier stellte man beim Aufbau fest:  das Regal war nicht vor Ort, so dass auch hier aufs Neue improvisiert werden musste.

Der Anreise und Aufbautag ging zu Ende, man hatte sich in den jeweiligen Zelten häuslich eingerichtet, die Uhr und den Gehörknochen weggesperrt und in die jeweilige Gewandung gesprungen.

Zwischenzeitlich meldete sich der Hunger und die Kochstelle wurde in Betrieb gesetzt. Hausmannskost war angesagt- Gemüse schnippeln, Wasser holen, erst mal Töpfe putzen, hatte doch das ganze Zeugs seit Freisen kein Tageslicht mehr erblickt. Derweil wanderte, wie schon während der Aufbauzeit, so manche der mitgebrachten Notverpflegung durch den Schlund der hungrigen Meute. Auch das mitgebrachte Brot wurde schon recht knapp- und es sollte Wildschweinrücken mit diversem Gemüse und Gewürzen geben was aber einer relativ langen Garzeit bedurfte. 

 

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Derweil gingen die hohen Herren, ihrer neu entdeckten Leidenschaft nach dem Zubern. Bei 45 Grad, bei Met und anderen Annehmlichkeiten über die an dieser sicherlich nicht berichtet werden kann und darf verging die Zeit wie im Fluge. Derweil das Abendmahl durch den Wasserentzug immer mehr schwand. Der Rücken zu einem Rückchen wurde und die Knappen es nicht vermochten das Teil in die benötigte Anzahl gerecht zu teilen, wohl dem wer eine sieben von einer acht unterscheiden kann.

Derweil machten sich Mathias und Konrad fertig, denn um 20 Uhr  ward am Tunierplatz eine Informationsveranstaltung angesetzt, wobei es erstmals in der Freienfelser Geschichte darum ging einen Wachdienst an den Zollstellen einzurichten und mit den verschiedenen Lagergruppen zu besetzten, damit ein jeder angehalten war, seinen Obulus zu leisten.

Für die Winenheimer war dies ja schon von Worms her gewohnter Alltag und mit einem zweistündigen Wachdienst am Samstag kamen wir gut zurecht. Durch zahlreiche Fragen und Anmerkungen dauerte die Besprechung länger als erwartet und als Konrad und Mathias wieder im Lager eintrafen, herrschte dort eitel Stimmung da die Herrschaften etwas sehr angeheitert vom Zubern zurück waren und sich zwischenzeitlich über das Abendessen hergemacht hatten. Als wir von unserer wichtigen schwierigen Mission wieder ins Lager zurück kamen waren die Töpfe nahezu leer, so dass  um zum satt werden nur noch die spärlichen Reste zusammengekratzt werden konnten.

 

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Die Mär von Alberich - unserem Hufschmied
Auf dem Lagerplatze zu Winenheim wurde ein neues wundersames Zelt aufgebaut in diesem hatte sich unser Hufschmied so gut es eben ging eingerichtet. Das Zelt besitzt einen tiefen Keller und einen geräumigen Speicher, so könnte man vermuten. Denn so manche Kiste, Lagerstadt und Material verschwand in seinem Inneren, ebenso eine komplette Waffensammlung, diverse Werkzeuge, die persönliche Rüstung, Schwert und Schild, Getränke und ein großes Luftbett. Daneben sollte noch seine komplette Familie mit Frowe und Kind hier ebenfalls noch Quartier beziehen…

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Es zeigte sich jedoch, dass es ging- und als die Familie am kommenden Tage eintraf hatte er war sogar aufgeräumt, aber den Namen den der “Seeheimer” am Vorabend prägte dürfte unser Sven für allezeit behalten.

Ein Gewürz Namens Hildegard
Der Abend war kühl und lang, die Herren vom Zubern recht erheitert als Jürgen von Seeheim mit einem Gewürz auf den Plan kam, das er von seiner Frau vor einiger Zeit erhalten hatte. Diesem Gewürz wurden Heilkräfte zugemessen da die Inhaltsstoffe aus dem Garten der Hildegard von Bingen entstammen sollten. Aber anstatt damit am kommenden Tage die Mahlzeit zu verfeinern, kam letztlich auch die Sprache darauf ob man die Mischung der Heilkräfte wegen nicht direkt verzehren könne. Was auch in der Tat von einigen der Mannen ausprobiert wurde um als Ergebnis desselben auch nicht gerade gut mundete. Doch damit nicht genug! Auf Grund der enthaltenen Heilkräuter, so wurde vermutet müsste es doch möglich sein diese über die Nase dem Körper direkt zuzuführen, damit diese Ihre Wirkung da entfalten könnten. Das brachte die Lösung die Mannen schnupften das Zeug und die enthaltenen Gewürze, jedenfalls darunter Pfeffer; Majoran und andere Bestandteile verfehlten Ihre Wirkung nicht. Jedenfalls nach dem großen Niesen setzte bald eine große Ermattung ein, denn als Schlafmittel war diese Mischung auf jeden Fall brauchbar und nützlich.

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Die Experimente beginnen und entfalten nach kurzer Zeit ihre Wirkung

Ansonsten war die Nacht von Freitag auf Samstag eben wieder eine „Freienfelser“ Nacht. Von dem laut Wetterfrosch gemeldeten „gefühlten 10 bis 12 Grad“ keine Spur- eher so gegen 3 bis 4 Grad sowie ab und an etwas böiger Wind trugen dann wieder dazu bei, dass es für den armen Konrad wieder die Nacht der Nächte wurde, zumal die dicke und dichte Winterdecke diesmal in der heimischen Burg verblieb. Also machte man es sich so gut es ging am Feuer bequem, schaute in den schönen klaren Sternhimmel und betreute mit Nils zusammen das Herdfeuer, währenddessen  Jürgen von Seeheim ganze Wälder zu Brennholz verarbeitete.Als der Tag dämmerte, ward Wasser aufgesetzt, damit die Herren, wie gewohnt ihr Frühstück einnehmen konnten. Darüber hinaus galt es das Lager zu säubern, aufzuräumen und die Hinterlassenschaften des Vorabends zu beseitigen.Als die Sonne höher stand und die Wärme zurückkam, ward es Zeit sich auf die Lagerstatt zu begeben um noch etwas von dem erholsamen Schlafe zu erhaschen bevor das Markttreiben einsetzte.

Samstag der Zweite Tag

In des Tages Frühe machte sich Alberich mit den beiden Knappen voll bepackt mit seiner Waffensammlung auf den Weg um den ganzen Kram zum Markttrödler zu bringen damit er Ihn ans Volk verkaufe, denn zur Abrechnung am Sonntag wollte der damit seinen bis dahin sicherlich leeren Beutel wieder auffüllen.
Anschließend ging es ans Aufräumen, denn in seine neue Behausung wollte in Kürze seine Familie einziehen, welche sich schon auf dem Wege befand daher war Eile geboten. Die Mannschaft erwartete mit der Ankunft vor allem die Auffüllung der Brotvorräte, deren Bestellung per Boten noch am Vortage erfolgte. 

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Davor und Danach oder was Frowe bewirken können

Nach dem Frühstück machten sich die Knappen daran mit Kocherie zu beginnen. Es sollte Wildschwein mit Rotkraut und diversen Gewürzen und Zutaten geben.

Derweil die restliche Mannschaft sich anschickte diverse Besorgungen zu machen und den Markt in seiner ganzen Größe zu erkunden. Freienfels ist in diesem Jahr insbesondere auf der unteren Wiese und jenseits der Weil wieder ein Stückchen größer geworden. Es ist kaum möglich sich alles genau anzuschauen. Insbesondere die Mischung zwischen Lager und dazwischen befindlichen Händlern lies einem immer neuerliche Blicke auf diverse Angebote werfen, dennoch ist vieles irgendwie wenig strkturiert insbesondere wenn man bestimmte Händler sucht. Auch in der Händlermeile selbst gab es wieder Einige mit qualitativ hochwertiger Ware. Leider bewahrheitete es sich wieder: man sollte mit dem Kauf nicht allzulange warten, sondern sofort zugreifen wenn man etwas entsprechendes sieht und findet. Während der üblichen Marktzeiten ist es wegen dem Andrang kaum möglich hier durchzukommen daher verbleiben lediglich die wenigen Vormittagsstunden. Die Behelfsbrücke über die Weil war diesmal auf das doppelte verbreitert um diesen früheren Engpass abzustellen und erfreulicherweise wurde auch am Zugang zur oberen Wiese ein weiterer WC - Container aufgestellt, so dass sich auch hier die Wege deutlich verkürzten.

Marktbild

Die Organisation war vorzüglich, da diesmal jede Lagergruppe einen Umschlag mit allen Angaben und Unterlagen bei der Anreise erhielt. Es ist eh verwunderlich, wie es die wenigen Leute schaffen ein derartig großes Event zu organisieren und durchzuziehen. Es war wieder ein schönes friedliches Wochenende und hoffentlich ein guter Start in die diesjährige Lagersaison. 

Der Markt war wie schon ausgeführt sehr umfangreich und man fand darunter aber auch einige recht gute Händler die sich deutlich vom üblichen Angebot abhoben. Leider war der am Samstag ins Auge gefasste pflanzengefärbte Stoff am Sonntag schon verkauft, ebenso auch einige andere Dinge, aber insgesamt konnte ich einiges Erstehen, wonach ich schon lange suchte. Anderes konnte bei diversen Händlern auch bestellt.werden.  Hier einen kleinen Auszug aus der Einkaufsliste: Ein Weidenkörbchen für Handarbeitssachen, 20 mittelalterliche Wäscheklammern, einen nach Fund hergestellten Fürspan. Einen Gürtel mit Schließe und Purse und entsprechendem Endstück, sowie Bortensteckern konnte in Auftrag geben, wobei ich dabei feststellen musste, dass die Dienstmannen gegenseitig darauf achten, was der andere tut. Gerade war ich mit dem Händler in ein entsprechendes Gespräch vertieft, da war ich auch schon umringt. Bei Ilja Frenzel wurde eine Schale für die Aquamanile bestellt, ebenso drei Becher in Pfingsdorfer Art mit Deckel zur ambientegerechten Unterbringung von diversen Sachen für den Frühstückstisch.

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Feldschlacht

An der Feldschlacht nahm diesmal lediglich Jürgen sowie Maximilian teil. Schon der Weg zum angesetzten Training und Waffenschau, war bei schönem warmen Wetter gerade am Samstag schon eines Herausforderung an sich, zumal nach dem Rückmarsch sich sogleich die Feldschlacht anschloss.

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Daher ist es nicht verwunderlich, dass Jürgen total durchgeschwitzt ins Lager kam und erst einmal eine Erholungspause brauchte. Das Ergebnis verlief wie immer die Heiden sind stets in der Überzahl und es wäre endlich mal an der Zeit zu einem Kreuzzug gegen die Heiden von Freienfels aufzurufen um diese auf den rechten Weg zu führen. Zum Glück hat diesmal die Missionsarbeit Nils von Winenheim übernommen, der friedlich auf die Ungläubigen einwirkte, wie folgendes Gemälde einheutig aufzeigt.
 

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Ein Hoch auf die Kocherie 

Die Winenheimer Kocherie läuft derzeit zur wahrer Höchstform auf. Es gab Zeiten, wo man ein einfaches Essen zu sich nahm, das mal mehr oder weniger gut schmeckte, mal durch oder auch mal sehr medium war, aber stets auch zur nächtlichen Zeltheizung seinen Beitrag leistete.Was aber unsere Knappen diesmal zauberten das verdient höchste Anerkennung. Dies um so mehr, da die Zubereitung erhebliche Zeit beanspruchte und in keinem Verhältnis zu eigentlichen Essen stand. Der bisher geübten Tradition folgend standen für die Wachmannschaften diesmal auch wieder die allseits beliebten mitternächtlichen Happen zur Verfügung, diese halfen letztlich auch mit die kühlen Nächte zu überstehen, zumal der Met Vorrat diesmal sehr bescheiden war und der schwarze Abt auch keinen Ersatz darstellte 

Wachdienst der Winenheimer Art diesmal in Freienfels

Wie bereits in Worms lassen die Mannen nunmehr auch in Freienfels die Puppen tanzen. Dieser Spass fand regen Anklang und entsprechende Erheiterung und führt in unseren Reihen dazu, dass gerade bei schönem Wetter der Wachdienst bei allen Dienstmannen begehrt ist.

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Während des Wachdienstes waren nahezu alle Mannen ausgeflogen, derweil sich über der Burg zur Freienfels ein in der Vergangenheit sehr beachtetes und gefürchtetes Wölkchen zusammenbraute, dabei stehts dunkler wurde und alle Lagerteilnehmer die um die Begebenheit wussten, aufschreckte. Jeder begann nun damit die Spannseile zu kontrollieren, die Zelte zu verschließen, Lockere Gegenstände in Sicherheit zu bringen, das Feuer zu schützen. Im Winenheimer Lager war nur eine Person anwesend und bei Hereinbrechen des befürchteten Unwetters, erschien der Kampf gegen die Gewalten hoffnungslos, denn man kann stets nur an einer Stelle sein. Derweil ließen einige Böen das Lager erzittern, Das Zelt von Jürgen hob halb ab und einige der Befestigungen hingen sich aus.Bei unseren Lagernachbarn knackte es nur leicht, aber der Mast des großen Sonnensegels brach einfach entzwei, so dass emsiges werkeln einsetzte um Schlimmeres zu verhüten. Glücklicherweise und noch einigem Gewittergrollen, etwas Regen und einigen Böen, verzog sich das Gewitter, aber die dunklen Wolken lichteten sich nur langsam und verharrten eine ganze Zeit über der Burg, als wollten diese den sorgenvollen Blicken der Lagerteilnehmer zuschauen.Des Tages Hitze war abgekühlt und zum Abend hin herrschte wieder gutes Wetter.

Derweil war auch die Mutter von Maxi unserem Knappen eingetroffen und die Lagergemeinschaft konnte sie bewegen über Nacht zu bleiben. So wurde die Nacht zum 1. Mai mit magischem Licht, dem traditionellem Feuerwerk und dem Tavernenspektakel wieder zu einem bleibendem Erlebnis und wir saßen noch lange nach Mitternacht zusammen.Die Zweite Nacht war etwas wärmer und Jürgen von Seeheim hatte dem armen Konrad seine Felldecke spendiert, während diesmal Nils alleine die Nachtwache übernahm und von mir morgens gegen die 5. Stunde abgelöst wurde. Nach dem Frühstück ging es zum Einkaufen nochmals über den Markt, aber vieles war schon ausgesucht, so dass eben einiges wie schon beschrieben eben bestellt werden musste. Nikos Eltern waren zwischenzeitlich auch eingetroffen. Jeder nutzte die wenigen verbleibenden Stunden für seine jeweiligen Bedürfnisse. Freienfels war diesmal „leider“ nur ein normales Wochenende und die Zeit verfloss daher recht schnell.

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Die Knappen fuhren mit ihren Eltern vorzeitig, das heißt vor Marktende in ihre heimatlichen Gefilde zurück und der Rest der Mannschaft begann am frühen Nachmittag mit dem Verpacken der persönlichen Habe in den jeweiligen Zelten.Des Lagers Abbau begann dann nach Ende der Veranstaltung nach der 18, Stund. Die Zelte waren trocken, die Lagerwiesen auch, so dass außer dem Üblichen alles recht gut von Statten ging. Schon bald hieß es dann Abschied nehmen von Freienfels natürlich mit dem Wunsche einer Wiederkehr im kommenden Jahr. 

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Ähnlich wie die Hinreise erfolgte auch die Rückreise. Ein Fahrzeug fuhr vorne weg, dann Jürgen mit dem Hänger und zuletzt das große Trossfahrzeug. Alle Irrwege führen nach Winenheim und nachdem der Große den Kleinen überholte, überholte kurz vor des Magazintores Eingang diesmal der Kleine den Großen, was zu allgemeiner Erheiterung führte und sicherlich auf dem folgenden Konvent noch für Gesprächsstoff sorgen wird.Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter den Dienstmannen, und wir bereiten den nächsten Heerzug vor, der uns wieder nach Worms führt.

Auf der Suche

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So könnte die Burg zu Birkenau ausgesehen haben: Oben Zeichnung des Verfassers, unten: Lüthjenburg und Kranzach Nachbauten bzw. Rekonstruktionen von Burgen des Mottentyps.

In der Gemarkung Birkenau, gibt es eine Flurbezeichnung „Burgacker“ ( westlich Obergasse, neben dem Kallstädter Bach und nördlich der Lindenstraße),  des weiteren die Flurbezeichnung „Herrnwiese“ (westlich der Straße nach Hornbach.

Flurbezeichnungen sind in der Regel weit älter, als die um 1800 erstmalig erfolgte Parzellenvermessung der Grundstücke.
Es ist aus den verschiedensten Quellen seit etwa 1160 ein Ortsadel nachweisbar. Daher ist auch ein festes Haus (Burg) sowie von der Existenz eines entsprechenden Wirtschaftshofes auszugehen. Fraglich ist in diesem Zusammenhang nur welche Bereiche für eine derartige Anlage in Frage kämen.

Das Tal wird durchflossen von der Weschnitz und von Norden mündet der Liebersbach im Bereich des jetzigen Schlossgartens in die Weschnitz.

Auch die Topographie das Geländes war in dieser Zeit eine völlig andere als sie sich heute darbietet. In der Talaue, die man sich durchaus als sumpfiges Gelände vorstellen kann und die mehrmals im Jahr durch Hochwasser auch überschwemmt wurde gab es im engeren Bereich nur 2 Regionen die Hochwasserfrei waren.

Zum einen der Hügel, der heute die evang. Kirche trägt und zum anderen der Bereich an der jetzigen Weschnitzbrücke wo sich in Urzeiten eine Furt befand welche eine gefahrlose Überquerung der Weschnitz ermöglichte.

Durch den Bau der Bundesstraße und den Durchbruch durch den Schlosspark sowie durch Errichtung der Weschnitzbrücke und die südseitige Bebauung hat das ursprüngliche Gelände eine totale Veränderung  (Umfangreiche Auffüllungen) erfahren. Schaut man sich die Tiefe des Weschnitzbettes unterhalb der Brücke an bekommt man an ehesten eine Vorstellung der früheren Geländeverhältnisse. Durch den Einbau eines Stauwehres für den Betrieb der Mühle gab es auch hier im westlichen Bereich weitere Veränderungen.

Ebenso auf der Ostseite, durch die Errichtung des Schlossgartens (großflächige Auffüllung des Geländes), so dass auch hier das alte Geländeprofil weitgehenst verloren ging.

Es ergibt sich somit im Bereich der jetzigen Remise eine weitere hochwasserfreie Stelle, welche vielleicht noch künstlich erhöht für den Standort einer Burg oder eines festen Hauses ( im Mottentyp) im Frage käme. Dieser Standort ermöglichte zugleich die Sicherung des Weschnitzüberganges welcher gleichzeitig auch als Zugang zum Ort selbst diente, da Birkenau am südlichen Ufer der Weschnitz liegt.

Man kann durchaus annehmen, das der Hügel auf dem die heutige Kirche steht auch in frühester Zeit bereits eine Kirche trug.

Die anfänglich angeführte Bezeichnung Burgäcker deutet nicht zwingend darauf hin dass hier oder im Umfeld eine Burg stand. Es kann jedoch ein Indiz dafür sein, dass diese Fläche zur Burg gehörig oder für deren Unterhalt diente.

Schaut man sich das Gelände nördlich der jetzigen Bundesstraße an, so wäre (von einer Höhenburg abgesehen) eine Anlage im Talgrund in Verteidigungsfalle in einer schlechten Position, da von den nahen Höhen einsehbar und daher gefährdet. Eine kleine Anlage (Wasserburg mit Gräben und Wällen in der Nähe und zur Deckung des Weschnitzüberganges, eventuell auch in Holzbauweise (Palisadenumring) mit zentralem Gebäude oder Turm) wäre an dieser Stelle durchaus denkbar und hätte auch einen strategischen Wert.
Sicherlich sind dies alles Hypothesen, aber es gibt einige Indizien (Quellen) für eine Lage an der beschrieben Stelle: Rainer Kunze, Mannheimer Geschichtsblätter NF, B6 S. 77 ff).

Fortsetzung folgt

Mittelalterfest auf Burg Steinsberg

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Burg Steinsberg bei Sinsheim - Weiler im Kraichgaue war das Ziel einer Abordnung der Winenheimer Dienstmannen, welche sich am 17. April auf den Weg machten um sich gegen die 11. Stund an der Einlaßpforte zu treffen. In der Schwertführung geübter als in der Führung des Gänsekieles, so viel der Bericht des Berichterstatters kurz und prägnant aber um so zuteffender aus:

der markt war klein und gemütlich und überschaubar.
wahren noch zu besuch im lager der freien badener und an ragnas stand
daniel hat ich von den badener getrennt und ist wahr scheinlich zu 50 %
die einer templergruppe untergekommen wie er mir berichtete
da ich ihn noch getroffen habe wo die anderen schon weg wahren.
und nun die bilder.

gez. Sven der Bärtige

Wenige der Worte zutreffend und klar im Urteil so sind sie die Beauftragten und Verwalter des klösterlichen Besitzes- aber ohne Furcht und Tadel im Anblick der Feinde. So meinte doch eine Zeitzeugin letztens… die Winenheimer wären ein verrückter Haufen…. ohne dabei zu bedenken, dass sie mit derartigen Aussagen … sich zu gegebener Zeit zu verantworten hat.

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Eine muntere Gesellschaft, die Edlen Damen und Herren bei der Einnahme des Mittagsmales.

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Übung macht den Meister

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Diesmal hat es die aktiven Kämpfer der Dienstmannen nicht auf einen Markt oder Mittelalterfest verschlagen, sondern es galt die Umgangsformen mit dem Schwert zu üben und den Kampfstil des Aufgebotes zu verbessern.

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Leider sind unsere Kampfgefährten des Führens der Feder nur bedingt tauglich, so dass sicherlich noch einige Tage  vergehen werden, bis an dieser Stelle der umfangreiche Bericht unseres Hauptmannes angefügt werden kann. Bis dahin üben wir uns in Geduld…….

Freienfels wirft seine Schatten voraus

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Die neue Marktsaison steht bevor… Jetzt gilt es die Ausstattung zu überprüfen und eventuelle Schäden auszubessern aber sich auch Gedanken über weitere Einkäufe und Beschaffungen zu machen. Eines der besten Ziele sind hier die Freienfelser Ritterspiele eines der größten Events in der Szene. Sicherlich findet man gute Händler meist nur da wo sich viele engagierte Gruppen und Personen treffen und meine persönliche Wunschliste wird jedes Jahr länger. Waren es im letzten Jahr vorallem Keramik, so soll diesmal eine gute dem Stande angepasste Neue Gewandung an oberster Stelle stehen. Auch neue Schuhe sind notwendig und ein Paar Trippen für den morastigen Boden wären auch nicht schlecht.
Die Aquamanile benötigt noch eine entsprechende Schale und Handtücher aus Leinen wären auch nicht zu verachten. Oftmals sind es die Details die eine Menge Arbeit verursachen aber auch einiges zum Ambiente des Lagers beitragen.
Bei der letztjährigen Saison war das Wetter den Winenheimern nicht gut gesonnen - bleibt  daher zu  wünschen, dass 2011 ein besseres Jahr  wird. Es sich neue Kontakte ergeben und dass wir alle zusammen wieder ein Stück auf dem gemeinsamen Weg vorankommen.