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Archiv der Kategorie Allgemein
Grüße zum Jahreswechsel
9.12.2008 von Konrad.
Castrum Stralenberg erbaut um 1230
Wir sind beim umziehen bzw. umgegezogen und (spätestens zum Jahreswechsel) unter www.blog.winenheim.org zu erreichen
WIR BITTEN UM BEACHTUNG!!
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Zelte…….. mein bestes Stück
10.11.2008 von Konrad.
Geschehen auf dem Markte zu Freisen. Mäßiger Wind und einigen kleineren Böen und später einsetzender Regen setzten von Samstag auf Sonntagnacht meinem neuen „A“ Zelt dermaßen zu, daß zu nächtlicher Stunde die Konstruktion in sich zusammenbrach. Glücklicherweise war zu diesem Zeitpunkt niemand im Zelt, so daß keiner zu Schaden kam.
Dennoch ist dieses Vorkommnis recht ärgerlich, da es sich bei dem Zelt, nicht wie sicherlich einige vermuten könnten um einen Eigenbau, sondern um das recht kostspielige Objekt einer bekannten polnischen Firma handelt. Auf Grund der positiven Aussagen in der Szene und entsprechender Berichte in diversen Foren hatte ich mich 2007 entschlossen, mein bisheriges Baumwollzelt gegen ein echtes Leinenzelt in „a“ Qualität zu tauschen um damit auch auf Szene-Veranstaltungen, abseits der üblichen Mittelaltermärkte, willkommen zu sein.
Generell war davon auszugehen, dass es sich bei dem gekauften Speichenradzelt mit 5 m Durchmesser um einen in der Praxis erprobten und auch bereits mehrfach verkauften Zelttyp handelt. Aber bereits bei der Lieferung passte sowohl der Mast, als auch die relativ dünnen Speichen und das kleine Speichenrad mit gerade 20 cm Durchmesser nicht zu dem Bild, das ich mir von der Konstruktion gemacht hatte. Die 16 Speichen wurden mit Hilfe eines Metallstiftes einfach in die entsprechenden Bohrungen des Speichenrades gesteckt. Auf der Seite der Plane wurden diese in entsprechende Taschen eingesteckt. Der Mast besteht transportbedingt aus zwei Teilen, die Verbindung der beiden erfolgt durch eine einfache Alu-Hülse, die mit dem unteren Mastteil einfach vernagelt war. Schon bei der Anlieferung war eine der Speichen im Bereich des Metallstifteinsatzes ausgebrochen, da anscheinend das Holz nicht abgelagert sondern noch recht frisch war zeigten sich allerorten nach kurzer Zeit schon Schwindrisse.
Das Bild zeigt die Verbindung der beiden Mastteile, sowie das Speichenrad mit den eingesteckten Speichen, beim Probeaufbau
Das Zelt wurde in Freienfels und auf dem Markt zu Worms aufgebaut und hat diese beiden Märkte ohne irgendwelche Schäden an der Konstruktion überstanden. Dennoch zeigte es sich, dass ein Leinenzelt erheblich schwieriger zu handeln ist, als das bisher gewohnte Baumwollzelt, denn allein die Leinenplanen wiegen gute 60 Kilo. Das Zelt besteht aus 3 Planen: Das obere Teil, der Kegel (Mastspitze bis zu den Speichen) die Restlichen beiden Planen sind die Seitenwände, die von Innen an dem Kegel befestigt werden. Die Sache hat einen großen Vorteil, da man den Eingang noch festlegen kann, wenn die Zeltkonstruktion schon steht. Fernerhin ist es möglich das Zelt auch teilweise zu öffnen, um den Besuchern, sofern gewünscht, Einblick in das Innere zu gewähren… (aber soweit sind wir noch nicht, daher lassen wir es einfach zu)
Der Mast wird zusammengesteckt und mit der Metallhülse durch die obere Scheibe geschoben, an der die Kegelplane befestigt ist. Anschließen werden die Sturmsicherungsseile an der Mastspitze eingehängt und die Konstruktion aufgestellt. Die 3 Abspannseile halten die Konstruktion (möglichst unter 45 Grad). Als nächstes werden die Speichen in das Speichenrad am Mast eingesteckt und an der Außenplane in die Taschen. Im mittleren Bild recht schön zu erkennen, auch die Aufnahme bzw. die Befestigung der Seitenwände. Beim rechten Bild sind die Seitenwände eingehängt. Die Konstruktion wird in Höhe der Speichen mit Seilen abgespannt. Ebenso werden die Seitenwände unten nach Außen gespannt mit Heringen befestigt. Normalerweise sollte die Konstruktion jetzt auch ohne die Sturmsicherungsleinen stabil stehen.
Leider zeigte es sich, da ich ja Hanfseile haben wollte, dass diese nicht gedehnt waren, man hätte die ganzen Seile vor Gebrauch entsprechend belasten müssen, damit diese sich aushängen. Es zeigte sich, dass der Längenzuwachs infolge Ausdehnung recht erheblich war und man praktisch ständig nachspannen mußte. Ähnlich verhält sich auch das Leinen, wenn es dann kühler wird, oder die Plane feucht wird zieht sich das ganze zusammen, so dass die Spannung wieder gelockert werden muss, ansonsten die Plane übernacht brettartig hart gespannt. So hat sich auch der Mast gut 10 cm in den Boden eingegraben.
Etwas Theorie
Das Gewicht der Plane ,als auch der Seitenwände wird allein vom Zentralmast getragen. Der Mast ist aus Transportgründen hälftig geteilt und die beiden Teile werden lediglich mittels einer am oberen Mastteil angebrachten ALU Hülse verbunden. Ebenfalls am oberen Mastteil ist das Speichenrad befestigt. Mit gerade 20 cm Außendurchmesser und 16 Speichen sitzen die Bohrungen recht eng. In diese Bohrungen werden die Speichen mittels eines Metallstiftes eingesteckt.
Die Speichen (Dachlattenstärke) haben lediglich eine aussteifende Wirkung. Diese werden an der Außenseite in entsprechende Taschen eingesteckt. Fernerhin wird mit den Speichen auch die Last der Außenwände teilweise aufgenommen. Die Planen werden zwar an der Kegelplane unter dem Rand mit Knebeln eingehängt, aber ein großer Teil der Last nehmen die Speichen auf.
Die Konstruktion eines Speichenradzeltes ist an sich schon genial (Regenschirmprinzip) und auch wunderbar stabil, wenn alle Teile ordnungsgemäß und sauber gearbeitet sind.
Wie oben schon ausgeführt dehnt sich die Leinenplane bei Erwärmung aus und zieht sich bei Kälte wieder zusammen. Das Zelt hat 5 m Durchmesser und die Planen sind schon einige qm groß, so dass der Längenzuwachs nicht zu verachten sondern zu berücksichtigen ist.
Knackpunkte: Konstruktion
Die Verbindung der beiden Masthälften muss so sein, dass diese an der Verbindungsstelle kein Spiel haben, denn unter Winddruck wackelt die Konstruktion ganz schön und der Mast hat das Bedürfnis an dieser Stelle einzuknicken. Da das Speichenrad mit dem Mast fest verbunden ist geht die gesamte Konstruktion mit und das Speichenrad wird erheblich belastet, ebenso die Speichen, die ja nur ein geringes Spiel (Beweglichkeit) haben.
Kurzum was ist geschehen:
a) Die Zeltplane des Kegels endet an einer 5 cm starken Scheibe Durchmesser ca. 12 cm an dieser Scheibe war die Plane mit 8 Dachpappstiften außen an der Scheibe angenagelt.
b) Die Speichen waren zu kurz, diese konnten sehr leicht herausfallen, wenn sich die Plane in Folge der Tageswärme ausgedehnt hatte.
c) Das Speichenrad war zu klein und zu schwach. Durch die 16 Bohrungen für die Speichen wurde es noch mehr geschwächt
d) Der Mast hatte erhebliches Spiel im Bereich der Verbindungshülse
Was geschah in Freisen:
Es gab keinen Sturm sondern es wehte ein mäßiger Wind nur ab und an waren einige kleinere Böen darunter. In Folge der Windeinwirkung wackelte die Konstruktion im Verbindungsbereich des Mastes. Das Einstecken von Holzkeilen änderte am Verhalten wenig. Durch den einsetzenden Nieselregen nahm die Leinenplane an Gewicht zu.
Die Nägel an der Kegelspitze (Scheibe) lockerten sich und das Gewicht der Plane zog diese schließlich heraus.
Die Folge war, dass die gesamte Konstruktion in sich zusammenbrach, natürlich zu nächtlicher Stunde, so dass man kaum mehr tun konnte, als die Ausrüstungsgegenstände zu bergen und in den anderen Zelten unterzubringen. Das Ausmaß der Schäden zeigte sich erst am darauf folgenden Morgen:
Der Mast stand noch an der Spitze die Scheibe, an der einmal die Plane befestigt war. Das Speichenrad war zerbrochen und bei einigen Speichen waren selbst die Metallstifte verbogen.
Die Plane hatten glücklicherweise keinen Schaden genommen, die Laterne die im Zelt brannte ist beim Zusammenfallen zum Glück ausgegangen.
Der Schwachpunkt ist eindeutig die Befestigung der Plane an der Mastspitze, sowie die von der Materialstärke her betrachtet zu schwache Holzkonstruktion.
oben: die herunter gerutschte Plane, die Nägel stecken noch im Stoff, Mitte: die zusammengefallene Konstruktion Mast und Speichen, Unten: die Nägel und das zerbrochene Speichenrad.
Zum Vergleich die Konstruktion meines älteres grün/weisen Baumwollzeltes, mit 3,5 m Durchmesser, das ich vor Jahren gebraucht gekauft habe. Nicht „A“ aber sehr stabil (Speichenrad). Die Plane ist oben mit einer verstärkten Kappe geschlossen und der Mast stößt von unten in diese Kappe. Die Speichen sind stabil am Rad eingesteckt und stecken außen ebenfalls in Taschen. Das Zelt dient derzeit als Vorratszelt und für Notfälle um ein Ausweichquartier zu haben.
Größenvergleich: 5 m Leinenzelt gegen 3,5 m Baumwollzelt (gleicher Maßstab)
In Freisen wurden die Winenheimer dies Jahr gar schwer gebeutelt. Siehe hierzu entsprechende Berichte an anderer Stelle des Blog.
An dieser Stelle sei allen Mittstreitern aber auch den Lagernachbarn für die spontane Hilfe bei der Bergung der Ausrüstungsgegenstände bei Regen gedankt.
Reparatur:
Bild 1 zeigt die obere Scheibe auf dem Mast, sowie die 4 Sturmsicherungsleinen, (2) die Scheibe mit den Originalnägeln mit denen die Plane seitlich an der Scheibe befestigt war. (3) Die Scheibe wird wieder in die Plane eingesetzt, aber anstelle der Nägel werden stabile Schrauben mit U-Scheiben eingesetzt (4) und verschraubt. Die obere Konstruktion wird durch eine Kugel (unten 1) mit Kegel abgeschlossen, der von unten mit der Kopfplatte verschraubt wird. Damit gewinnt das Zelt auch ein historisch besseres Aussehen.
Eventuell könnte man in einem weiteren Schritt an die vorhandene Plane eine Kappe annähen um den Kegel zu schließen um noch mehr Festigkeit zu erreichen.
Seit dem Ereignis stehe ich in intensiven Kontakt mit dem Hersteller und wir sind übereingekommen, dass die gesamte Holzkonstruktion ausgetauscht wird. Dabei hatte ich gleichzeitig darum gebeten, die Holzteile in Natura zu übersenden. Die Anlieferung der neuen Teile steht noch aus, diese sollen aber unterwegs bzw. tagtäglich hier bei mir eintreffen.
Über die Entwicklung der Dinge werde ich zu gegebener Zeit weiter berichten.
Das Zelt ist schon ein Hingucker, die Optik allein leider nicht alles. Ich hatte es in der Ausführung Leinen imprägniert, Seile und zusätzliche Sturmsicherungsleinen aus Hanf sowie mit geschmiedeten Heringen bestellt. Aber neben dem gewünschten historisch schönen Aussehen muss auch ein ordnungsgemäßer Gebrauch sichergestellt sein.
Normalerweise braucht Leinen nicht imprägniert zu werden, da die Faser bei Regen Wasser aufnimmt und quillt und so sich selbst abdichtet. Aber eine vollgesogene Leinenplane (schon im trockenen Zustand recht schwer) hat ein enormes Gewicht und braucht auch recht lange bis diese wieder trocken ist.
Im Zeltinneren ist es recht dunkel, da die Leinenplane kaum Licht durchläßt. Daher kann man auch ruhig schlafen, auch wenn rings herum Scheinwerfer an sind.
Grundsätzlich muss man sich aber mit dem Material auseinandersetzen und sich darauf einstellen. Der Umgang ist nicht so einfach, wie ich es von meinem Baumwollzelt bisher gewohnt war.
Das aufgebaute Zelt beim Spektakulum im Wormser Wäldchen
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Freienfels
28.4.2008 von Konrad.
Derweil werden zu Winenheim die letzten Vorkehrungen getroffen, das Material verladen und letzte Schäden an der Ausrüstung ausgebessert….. denn es sind nur noch wenige Stunden bis der Tross zum großen Heerlager nach Freienfels aufbricht. Bis dahin gilt es noch einiges zu organisieren und auch für die angemessene Verpflegung der Dienstmannen und der Pferdefuhrwerke Sorge zu tragen. Daher ihr Bauern und Mägde sputet euch damit auch alles rechtzeitig fertig und verpackt ist.
Im Vorfeld der großen Unternehmung, gab es erhebliche Schwierigkeiten, darüber soll kurz berichtet werden. Unsere Truppe ist gar schwer geschrumpft und die Summe der Ereignisse hätte fast die Teilnahme am großen Heerzug in Frage gestellt, denn einer der Mannen hat sich ins entfernte Düsseldorf abwerben lassen. Unser Hauptmann schon alt an Jahren und von zahlreichen Wunden gezeichnet musste auf Grund seines Siechtums unseren Herrn um Entlassung aus seinem Amt ersuchen. Er bezieht nun ein nicht gerade üppiges Ruheentgeld und hat sich auf seine entfernten Güter bei Bad Sobernheim zurückgezogen, wo er zusammen mit seinem Wib Kampfhunde für die Jagd züchtet um so sein mageres Einkommen etwas aufzubessern. Daher ist die Truppe der Winenheimer derzeit Führerlos und ohne Hauptmann, denn der ehrenwerte Abt hat bisher keinen Nachfolger bestimmt.
… Endlich niemand der uns ständig antreibt- man könnte sich fast an die neuen Freiheiten gewöhnen. Leider wird dieser Zustand aber nicht allzu lange Zeit anhalten dessen können wir gewiss sein.
Nun aber zurück zu Thema:
Weil sein Wib ein Gelübde getan und just zum besagten Zeitpunkt sich auf Buswalfahrt befindet ist unser ehrenwerte Dienstmann und Mitstreiter Matthias von Winenheim für den Heerzug nicht verfügbar, da er sich um Heim und Hof sowie um seine zahlreichen Nachkommen sorgen und kümmern muss. Und um das Maß vollzumachen hat sich einer unserer kampfkräftigsten Streiter bei einem Turnier schwer verletzt, so dass er jetzt im Hospital liegt und Betreuung durch den Medikus benötigt.
Beim Heerzug fehlen daher nicht nur die kampferprobten Mannen, sondern auch Teile des Trosses. Durch diese Anhäufung vom Missgeschicken ist das Fähnlein der Dienstmannen zu Winenheim nunmehr auf knapp ein drittel der bisherigen Sollstärke zusammen geschrumpft.
Wir werden daher unseren Abt Sigehard von Schauenburg um Ersatz für die ausgeschiedenen Mitstreiter ersuchen und wenn möglich zusätzlich auch um eine generelle Aufstockung der Mannstärke bitten, damit wir den gestiegenen Aufgaben und Anforderungen auch zukünftig gerecht werden können.
Was ist neu?
Nach Freienfels wollen wir unsere neue Kochstelle mitnehmen und auch austesten, ob das vom Schmied angefertigte Gestell auch das hält was er verspricht nämlich solide und tragfähig zu sein.
Aus dem fernen Polenland, hat ein Kaufmannszug vor wenigen Tagen ein neues Zelt angeliefert. Auch dieses neue Ausrüstungsteil verlangt nach einer Bewährungsprobe und stellt gleichermaßen eine Herausforderung dar, da der Lieferung kein Dokument über den Aufbau und den Verwendungszweck der Einzelteile beigefügt war.
Lassen wir uns also überraschen und eine genaue Berichterstattung wird zu gegebener Zeit erfolgen.
Bleibt nur zu hoffen, dass unser kleiner Heerhaufen auf dem Zug nach Freienfels nicht den Strauchdieben zum Opfer fällt oder die Pferde unseres Seeheimer Kontors wieder mit dem Wagenlenker durchgehen. Wer uns in Freienfels besuchen möchte ist herzlich willkommen, wo wir uns befinden wissen wir selbst noch nicht. Auf Grund der erfolgten Änderungsmeldung sucht uns mal am Ende der Welt oder fragt beim Vogt nach, damit er Euch einen Boten stellt.
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An die Leser
10.3.2008 von Konrad.
Seit gegrüßt Ihr Reisenden auf diesen Seiten……
Die Dienstmannen zu Winenheim heißen Euch willkommen.
und bieten Informationen und Aktionen rund ums Mittelalter
An alle Interessenten
Bedingt durch das Ausscheiden einiger Aktiven möchten wir derzeit die Lücken innerhalb unserer Mittelaltergruppe wieder schließen und nach Möglichkeit auch die Anzahl der Aktiven Personen leicht vergrößern. (die Gruppenmitglieder kommen aus dem nördlichen Rhein-Neckar-Kreis. - Bereich: Mannheim, Heppenheim, Weinheim)
Wir sind eine Hochmittelaltergruppe (gewählter Zeitraum 1170-1200), der geschichtliche Bezug: Wir stellen die Dienstmannen des Reichsklosters Lorsch dar und verwalten den Klosterbesitz rund um das Castrum Winenheim im Auftrag des Abtes Sigehard von Schauenburg. Hierzu gehört der Geleitschutz der hohen Herren zu Reichstagen und anderen Anlässen, der Besuch von Märkten, aber auch die Stellung des Heerbannes sowie damit verbunden die Teilnahme an Heerlagern und Feldzügen zur wirksamen Vertretung und Durchsetzung der Klosterinteressen.
Wir beschäftigen uns mit der Darstellung mittelalterlichen Lebens im gewählten Zeitrahmen, dem Lagerleben und aller damit zusammenhängenden Tätigkeiten, je nach Interesse der Mitwirkenden. Wir sind kein Verein sondern eine Interessengruppe, die sich einmal im Monat regelmäßig trifft und über die Saison nach Absprache gemeinsam verschiedene mittelalterliche Veranstaltungen besucht sowie in der Regel dreimal im Jahr als Lagergruppe an diversen Events teilnimmt. Wir bemühen uns um Authenzität und sind natürlich auch für sämtliche Aktivitäten offen, die sich aus dem Gruppenkreis ergeben.
Zum Beispiel sind wir gegenwärtig dabei unsere Lagerküche neu aufzubauen und einzurichten um damit Kochgegenstände und Gerätschaften zu zeigen aber auch zukünftig damit geeignete mittelalterliche Gerichte nachzukochen. Fernerhin beschäftigen wir uns mit Bronzeguss und möchten alsbald auch das schlagen von Münzen praktisch bei den Lagerterminen vorführen.
Wir setzen keine Kenntnisse außer entsprechendes Interesse und den Willen zur Integration in die Gruppe voraus. Nach einer Probezeit von einem Jahr entscheidet die Gruppe gemeinsam über die Aufnahme.
Weitere Information gibt es per Email oder bei einem ersten informellen Gespräch. Bei Interesse wendet Euch an: kurt@winenheim.de Weitere und zusätzliche Informationen findet Ihr auch auf unserer Homepage: www.winnenheim.de
Wir stellen ein: Mägde, Knechte und Söldner sowie Kindlein für unsere Silberbergwerke entlang der Bergstrasse
Die Winenheimer auf der Suche nach dem Mittagessen
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Vergangenes aus der Dienstmannengeschichte
2.1.2008 von Konrad.
Wer weis die Reihenfolge? Was war wann? Und wer ist das?
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Mittelalterliches Weihnachten
19.12.2007 von Konrad.
Das Weihnachtsfest wurde schon recht früh gefeiert, erstmals urkundlich bezeugt im 4. Jahrhundert. Dennoch gibt es recht wenige Informationen darüber, wie das Weihnachtsfest im Mittelalter gefeiert wurde, da die heutigen Weihnachtsbräuche erst in viel späterer Zeit entstanden sind.
Der Anlaß zum Jahresende ein Fest zu begehen war die Wintersonnenwende, seit Urzeiten ein heidnisches Fest, das sich die Kirche zu Nutze und dienstbar machte.
Da man damals den genauen Zeitpunkt dieses Ereignisses nicht kannte feierte man eben ein paar Tage zuvor bis einige Tage danach (etwa eine Woche).
Bis zur Wintersonnenwende nehmen die Tage ab, am Tag der Wintersonnenwende (Winteranfang) haben wir die längste Nacht und den kürzesten Tag. Danach werden die Tage wieder länger. Dieses Ereignis findet 2007 am 22. Dezember statt.
Im Mittelalter stellte man keinen Christbaum auf, jedoch schmückte man die Räumlichkeiten und Häuser mit Zweigen. Sich gegenseitig zu beschenken war auch nicht üblich- nur die Adligen nutzten die Weihnachtszeit um mit Essenspenden für die Armen, ihr Seelenheil zu erkaufen. Im 12. Und 13. Jahrhundert hatte das Krippenspiel einen festen Platz, zunächst in der Kirche, später auch davor. Die Krippe als faßbares Gebilde läßt sich ab dem 14. Jahrhundert nachweisen. In der Folgezeit wurden hier immer mehr Figuren hinzugefügt, so daß sich hieraus ab 1480 das Brauchtum entwickelte, wie wir es heute kennen.
Quelle: Internet
Ein grüner Zweig mitten im Winter:
Das war schon im Mittelalter ein Zeichen für Hoffnung und neues Leben. Man hängte Misteln, Tannen- oder Eibenzweige auf, um die Weihnachtszeit zu feiern - und auch, um böse Geister zu vertreiben. Erst 1419 wird erstmals ein Weihnachtsbaum erwähnt. Er stand, mit Äpfeln, Nüssen und Lebkuchen behängt, im Freiburger Heilig-Geist-Spital und durfte an Neujahr geplündert werden. Die meisten Weihnachtsbäume wurden im Mittelalter, ähnlich wie Maibäume, im Freien aufgestellt; sie hießen auch “Weihnachtsmaien”.
Erst um 1800 setzte die Mode ein, sich einen Tannenbaum ins Wohnzimmer zu holen - und zwar vor allem in protestantischen Familien; für Katholiken war die Krippe das wichtigste Weihnachts-Requisit. Damals hing der Baum übrigens von der Decke herunter. Und Weihnachtsbaumkerzen gab es auch noch nicht, denn Wachs war teuer. Erst im 19. Jahrhundert brachten die Ersatzstoffe Stearin und Paraffin Kerzenlicht und glänzende Kinderaugen in jeden Haushalt.
Weihnachts-Erfindungen: Adventskranz, Christkind & Co.
Althergebrachtes Brauchtum gilt uns heute als etwas Ursprüngliches, Volkstümliches. Doch das stimmt nicht immer: Das Christkind zum Beispiel ist nicht aus einem Volksbrauch entstanden. Es wurde von Martin Luther als Weihnachtsfigur erfunden, um statt des Heiligen Nikolaus die Weihnachtsgeschenke zu bringen. Die Protestanten lehnten die katholische Heiligenverehrung ab. Meist stellt ein verschleiertes Mädchen in weißem Kleid das Christkind dar. Noch sehr viel jünger als das Christkind ist der Weihnachtsmann. Allerdings weiß man nicht genau, wer diesen umgemodelten Nikolaus erfunden hat. Als erster erwähnte ihn Hoffmann von Fallersleben in seinem bekannten Lied “Morgen kommt der Weihnachtsmann” (1835). Seitdem steht er als Gabenbringer in starker Konkurrenz zum Christkind und hat es vielerorts ersetzt. Mit dem Santa Claus aus den USA bekam er seit 1863 wirksame Unterstützung.
Auch die heute beliebten Bräuche der Adventszeit sind relativ neu. Den Adventskranz gibt es erst seit 1839: Damals baute der Hamburger Erzieher Johann Hinrich Wichern einen Holzkranz mit 23 Kerzen, um seinen Zöglingen im “Rauhen Haus” das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. Jeden Morgen wurde ein neues Licht angezündet. Erst um 1900 hatte sich der Kranz - jetzt nur noch mit vier Kerzen und aus grünen Zweigen hergestellt - in ganz Deutschland verbreitet.
Eine weitere wichtige Weihnachts-Erfindung ist der Adventskalender. Die Idee stammt von einem Münchner Unternehmer. Er druckte 1903 den ersten Adventskalender mit 24 Feldern, auf die Kinder bunte Bilder kleben konnten. Erst Jahrzehnte später bekam der Kalender Türchen mit Schokolade dahinter.
Weihnachten als Familienfest
Im Mittelalter wurde Weihnachten öffentlich gefeiert: Weihnachtsmärkte, Festumzüge und Krippenspiele fanden auf den Straßen und in der Kirche statt. Die Familienweihnacht mit Tannenbaum und Festessen gibt es erst seit etwa 150 Jahren. Verschiedene Entwicklungen haben dazu geführt: Die öffentlichen Umzüge und auch das Aufstellen von Krippen wurden zur Zeit der Aufklärung vielerorts verboten - die Obrigkeit sah darin ein Zeichen von Aberglauben. So wurden die Weihnachtsbräuche im privaten Umfeld weiter gepflegt.
Zugleich entwickelte sich die Familie seit dem 18. Jahrhundert zum Ort der vertrauten Geselligkeit. Weihnachten wurde ihr wichtigstes Fest, an dem sich alle in Harmonie zusammenfinden sollten. Im Zentrum standen die Kinder. Sie wurden reich beschenkt, aber auch zum Wohlverhalten ermahnt. Das spiegelt sich bis heute in unseren Weihnachtsbräuchen: Die vielen süßen Belohnungen der Adventszeit gibt es nur dann, wenn die Kinder in den Wochen vor Weihnachten schön brav und artig sind.
Quelle: Sophie von Glinski 2005)
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Markt zu Klingenmünster
19.11.2007 von Konrad.
Hiermit wird kundgetan, daß die ehrenwerten Dienstmannen zu Winenheim beabsichtigen der Reichs- und Schutzburg der Abtei Klingenmünster -Landecke geheißen- anläßlich des am XVI. Dezembers stattfindenden Marktes, zu Ehren der Wiederkehr des Herrn, einen Besuch abzustatten.
Gemäß der Depesche des Herolds beginnet das angesetzte Marktspektakel zur 11. Stund und ein Wegezoll werde nicht erhoben noch gefordert.
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