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Auf Pilgerreise - mittelalterliches Leben mit dem Komfort von Heute?

Schön waren die Zeiten damals: Es hat nie geregnet, es war stets warm, die Wiesen alle gemäht und eben und jeder hatte ein Zelt mit der er sich auf Reisen begab. Aber es muss nicht nur ein Zelt sein, sondern eines mit kompletter Ausstattung, mit Betten und Matratzen, Kisten und Schränken, mit Teppichen auf dem Boden und allem Komfort, wie man das eben heute kennt und als bequem empfindet. Ach du schönes Marktmittelalter. Es fehlt jetzt nur noch eine Zeltheizung und ein Notstromaggregat, das in einer auf mittelalterlich getrimmten Holzkiste leise vor sich hin tuckert um Kühlboxen, Computer und Fernsehgerät im Zeltinneren mit der notwendigen Spannung zu versorgen. Sicherlich mit derartigen Helfern versorgt, das lässt es sich bei jeder Witterung gut aushalten. Mittelalter das Flair an einem Wochenende, schnell in eine andere Rolle geschlüpft und sich in eine bessere Zukunft als Graf und Gräfin geträumt. Tatsächlich lassen sich auf derartigen Märkten die Darsteller einfacher Stände recht einfach und schnell zählen, denn es überwiegen die edlen Herren die sich bis an die Zähne bewaffnet auf den Markt begeben um einen Becher Met zu erstehen oder nach etwas essbaren zu suchen.

Im Gegensatz hierzu gibt es Personen, die gewisse Teile der damaligen Lebensumstände selbst erfahren wollen, sofern man das überhaupt heute noch nachvollziehen kann. Sicherlich das Leben in Zelten war nicht der Normalzustand, hierzu wurden in Regel Herbergen genutzt, selbst hohe Herren verzichteten gerne auf Zelte, wenn sie anders unterkommen konnten. Und wenn hatten sicherlich nur die höchsten der Selben einen halben Hausstand mit sich geführt und verfügten über entsprechende Betten und Komfort. Der überwiegende Teil dürfte froh gewesen sein auf einem Heerzug ein trockenes Plätzchen zu haben um sich nach der Mühsal des Tages auf einen Strohsack ausruhen zu können. Auf alten Abbildungen sind neben den Zelten der hohen Herrn auch zahlreiche Stroh- und Laubhütten dargestellt, die sicherlich die Unterkünfte des einfachen Söldners, der Kriegsknechte oder des Gesindes darstellten. Dass diese Form der Unterbringung auch vor höheren Herrn nicht halt macht zeigt das folgende Bild, denn hier sind die Wappenschilde der entsprechenden Herrschaften auf den jeweiligen Unterkünften dargestellt.

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Die Belagerung 1328 von Monte Massi

Einschlägige Erfahrungen kann der Mittelalterbegeisterte schon einmal machen, wenn er eine Nacht mit leichtem Frost oder auch bei brütender Hitze in seinem Zelt verbracht hat. Weitere Erfahrungen kommen hinzu wenn es stürmt oder aus Kübeln regnet, wenn auf Grund des Geländegefälles das Wasser auf der Bergsseite hereinkommt und zur anderen Seite wieder abfließt und was es da für Überraschungen mehr gibt. Hinzu kommen Mit- und Unterbewohner man tut daher gut daran für möglichst viele Unbilden Vorsorge zu treffen. Bedient man sich hierzu noch einer an die damaligen Verhältnisse orientierten Kleidung, auch an der vorhandenen und verfügbaren Menge derselben- kann man schon einiges persönlich nachvollziehen und auch nach erleben. Ähnliches gilt auch in Bezug zur Verpflegung, denn diese war in der Regel recht genügsam und in diversen Berichten wird des Öfteren darauf hingewiesen, dass das Heer an Hunger und Durst litt.
Da haben wir es Heute viel einfacher und in der Regel wird eine Menge an Material auf so ein Heerlager oder Mittelalterwochenende mitgenommen. Kurzum neben dem Interesse an Mittelalter und Geschichte kommt es bei der Ausgestaltung auch wiederum auf die jeweilige persönliche Einstellung an. Aber trotz allem für und wieder sollte man gleich welcher Darstellung gerade bei der Außenwirkung darauf achten, was für ein Bild man an den Besucher weiter vermittelt, denn das Mittelalter so wie es heute auf den Märkten zelebriert und inszeniert wird, hat in der Regel nur wenig mit der damaligen Wirklichkeit gemein.

Gedanken für Beginner 1. Fortsetzung

Im einem vorangegangen Beitrag wurden Anlässe und Ereignisse die zur Berührung mit der Mittelalterszene führen aufgeführt, sowie in einem weiteren Beitrag der historische und zeitliche Bezug der Dienstmannen zu Winenheim in Tabellenform dargestellt.
Dieses resultiert aus der Erkenntnis heraus, daß eine dargestellte imaginäre Person bezogen zu ihrem Lebensalter, im gewählten Zeitraum, über eine erinnerbare Vergangenheit (Familie, Regional- und Ortsgeschichte und je nach Lebensalter- durchlebte Historie), verfügt. Für diese Person ist die für die Darstellung gewählte Zeit die „Jetztzeit“. Die weitere geschichtliche Entwicklung, wie wir sie heute kennen, „die Zukunft“ und diese bleibt bei der Betrachtung verschlossen.
Diesem zeitlichen Bezug unterliegt, nicht nur die gewählte Person und deren Lebensumstände (arm, reich, der Stand: frei unfrei, Bürger einer Stadt oder Adelsperson) sondern auch das gesamte Umfeld (Häuser und deren Bauart und Bauweise), Tiere als Rohstofflieferanten, angebaute Feldfrüchte und Getreidesorten als Grundlage der Nahrung, Zubereitung und Ausstattung der Küche, verwendete Materialien für Kleidung, die damals bekannten Techniken bei der Verfertigung von Gerätschaften, des täglichen Bedarfs, des Werkzeuges und der zur Verfügung stehenden Waffen sofern man eine entsprechende militärische Darstellung anstrebt). Dies mag als erster Ansatzpunkt für weitere eigene Überlegungen zunächst genügen. Es liegt daher klar auf der Hand, daß man ein intensives Quellenstudium betreiben muss und dabei sind regionale Unterschiede hier ebenfalls zu beachten.
Für den Bereich des frühen Hochmittelalters, in den man den, von den Winenheimern gewählten, Zeitrahmen einordnen kann gibt es recht wenige Quellen und Abbildungen, die man hier heranziehen kann.

Welche Quellen kann man heranziehen?
Dazu muß man sich vergegenwärtigen, woher die Quellen stammen, denn der größte Teil der Bevölkerung konnte weder lesen noch schreiben. Daher sind schriftlich nur wichtige geschichtliche Ereignisse (Verträge, Schreiben, Schenkungen) wichtige Dokumente und Daten überkommen, weitere stammen aus dem religiösen, klösterlichen Bereich. Ebenso verhält es sich mit Illustrationen und Abbildungen in diversen Büchern und Folianten. Diese geben aber auch nur Anhaltspunkte, denn ein Bauer oder Tagelöhner wird sicherlich nicht im Sonntagsgewande seinem Tagewerk nachgegangen sein, wie uns manche Abbildungen nahelegen und glaubhaft machen wollen.
Gegenstände des täglichen Lebens und auch Fertigkeiten dürften daher in der Regel mündlich überliefert worden sein, diese hatten auch einen zu geringen Stellenwert und waren nichts besonderes um hierüber schriftlich zu berichten noch wert teures Pergament für Selbstverständlichkeiten zu verschwenden. Daher gibt es auch im Bezug zum Alltagsleben kaum Aufzeichnungen. Dies trifft auch auf Kochbücher und Rezepte zu. Die vorhandenen wenigen Rezeptbücher entstammen einer späterer Zeit (ab 1350 und später), meist aus dem höfischen Umfeld. Hier findet man gewisse Aufzeichnungen über Speiseabfolgen bei einer Hochzeit oder einem bedeuteten Fest oder der Verköstigung hoher Persönlichkeiten. Selbst in späterer Zeit wurden nur besondere Gerichte aufgezeichnet und hieraus läßt sich auch nicht so ohne weiteres auf das Essen der „gewöhnlichen“ Leute schließen.
Wichtig für eine Darstellung im gewählten Zeitraum ist vor allem die Kleidung. Eine der wesentlichsten Quellen stellt hier für den Bereich des Hochmittelalters die Kreuzfahrerbibel, (Maciejowski-Bibel oder auch Morgan-Bibel genannt) dar. Diese ist wahrscheinlich um 1240 entstanden und enthält viele schöne und vorallem detaillierten Abbildungen der Kleidung, Gebrauchsgegenstände und Waffen, die sicherlich recht zeitgemäß sind und damals in Gebrauch waren.
Eine weitere Quelle mehr für den höfischen und Adelsbereich ist die Manessische Liederhandschrift, entstanden wohl um 1300 in Zürich. Beide genannten Quellen liegen im Zeitrahmen aber wesentlich später als 1200 und geben sicherlich auch für einige Zeit (1 bis 2 Jahrzehnte) davor gewisse Grundzüge der Bekleidung an die Hand.

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Darstellung aus der Kreuzfahrerbibel

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Darstellung aus der Liederhandschrift (Manesse)

Wie später der Zeitrahmen der Darstellung gewählt wird, umso besser sieht es mit Abbildungen und der Fülle von erschließbarem Quellenmaterial aus.
Aber aus der Abbildung alleine läßt sich nur sehr bedingt ein Schnitt ableiten. Auch kann man daraus nicht auf die verwendeten Stoffe und insbesondere auf die Herstellungsart des Gewebes und der Färbetechniken schließen.
Vieles ließ sich nur in Form von Interpretationen durch Versuche und probieren herausfinden, ohne daß man sicher sein kann, daß dem auch so war. Dennoch beschäftigen sich einige Personen und Gruppen aus der Szene damit verschüttete Handwerkstechniken und Rezepturen wieder zu erlangen. Darüber gibt es im Internet eine Fülle von Material und Hinweisen, man muß nur danach suchen.
Eine der wichtigsten Seiten für die eigene Recherche stellt die Szeneseite der am historischen Mittelalter Interessierten Personen dar, die unter www.tempus-vivit.de erreichbar ist. Viele zusätzliche Informationen über: Gewandung, Schnittmuster, Kleiderordnung und Farben, Waffentechnik und Rüstung lassen sich auch über die Homepages der verschiedensten Mittelaltergruppen und Vereine erschließen. Einige dieser Seiten werden im Rahmen dieser Beiträge noch vorgestellt, da es müßig ist bereits erarbeitetes und bekanntes immer neuerlich darzustellen.

Hier zur Gewandung nur soviel:
Stoffe: Wolle oder Leinen, eventuell für Beginner auch (Baumwolle) in Leinenstruktur
Samt und Pannesamt gänzlich meiden
Farben: gedeckte Farben, braun bzw. natur (braune Schafwolle- nicht gefärbt), waid (blau) oder krapp (rot), pflanzliche Färbung! – schwarz in unserem Zeitraum meiden, war im Grunde nur dem Klerus vorbehalten. Leuchtende Farben sind der Adelsdarstellung vorbehalten und erfordern besonders hochwertige Stoffe.
Zeitgenössische Schnitte verwenden: Stichworte der Gewandung: Mann: Bruche, Beinlinge, Bundhaube. Mann und Frau: ähnlich, Cotte (Untergewand mit Gehren) Surcot mit Gehren, Reitschlitze. Bei Applikationen darauf achten, daß zeitgenössische Muster verwendet werden. Es sieht nicht gut aus, wenn auf einer recht ordentlichen Mittelaltergewandung sich Wikingerborden befinden. Bei Schmuck sieht es ähnlich aus. Frau: In der Öffentlichkeit immer die Haare bedeckt (Schleier oder Gebende) ….

Aber: auch wir sind nicht perfekt sondern lediglich auf dem Weg daher wird vieles toleriert….

Literaturhinweise:
Kleidung und Waffen der Früh- und Hochgotik 1150-1320, Ulrich Lehnhard, nur noch antiquarisch
Kleidung und Waffen der Spätgotik, Teil I (1320-1370) Ulrich Lehnhard, Karfunkel Verlag
Fibel und Gürtelmode der Hochgotik, Gisela-Ditmar-Trauth, Karfunkel Verlag

Gedanken für Beginner

Laternen, Fackeln, und der Schein der Lagerfeuer, eine Wiese mit bunten Zelten in historischer Umgebung, in der Luft der Geruch vom Gegrilltem und anderen Köstlichkeiten, dazwischen fremdartig klingende Musik, überall lustige Gestalten, Gaukler, Ritter, allerlei Bewaffnete und das gemeine Volk.
Zwischen den Zelten aufgebaute Marktstände mit fremdartigen Dingen, dazwischen Vorführungen von Handwerk mit altertümlichen Gerät oder von Hand….

Mit staunend und romantisch verklärten Augen steht der Besucher da und versucht das aufzunehmen, was um ihn geschieht. Ja diese Veranstaltung hat etwas. Für wenige Stunden den Alltag, die Termine, den Zeitdruck, die Hetze und die Eile einfach mal Vergessen und in eine andere Welt eintauchen.

Mittelalter und Mittelaltermärkte haben derzeit Hochkonjunktur. Sie sind Anziehungs- und Treffpunkt von Einzelpersonen, Gruppen und Vereinen der unterschiedlichsten Art.

In der Regel folgen jetzt Besuche auf verschiedensten Märkten in der jeweiligen Region und schon bald wird der Wunsch wach hier dazu gehören zu wollen. Die Folge ist, daß eine irgendwie nach dem eigenen Gustos mittelalterlich erscheinende Kleidung beschafft oder hergestellt wird, um im Kreise der vermeintlich Gleichgesinnten nicht aufzufallen und mitmischen zu können. Es dauert eine gewisse Zeit, bis man dann feststellt, daß Mittelalter nicht gleich Mittelalter ist, sondern daß es Kelten, Wikinger, Römer, Ritter, Schotten, Sarazenen und noch einige Darstellungen mehr gibt, die alle anders aussehen und sich entsprechend geben. Fernerhin fällt einem im Laufe der Zeit auf, daß man auf den verschiedenen Märkten meist irgendwie die gleichen Leute und Verkaufsstände sieht, so daß es nur eine Frage der Zeit ist bis sich hieraus erste Kontakte mit der Szene ergeben. So sind die verschiedenen Märkte vornehmlich auch Treffpunkte der Mittelalterbegeisterten.
Die Beschäftigung mit dem Themenbereich Mittelalter ist aber immer noch oberflächlicher Natur. Es geht um das Erscheinungsbild, den Spaß und der Freude und teilweise ist es Romantik pur, die einem durch diverse Filme und Fernsehsendungen vorgegaukelt wurde- und diese Vorstellung hat sich irgendwie in unseren Köpfen festgesetzt.

Im Laufe der Zeit merkt man dann, daß es erhebliche Unterschiede in der Qualität der Kleidung gibt und bei manchen Lagern wird man auch schief angeschaut und kritisch beäugt. Manchmal gibt es auch Bemerkungen zur Farbe und dem Aussehen der eigenen Gewandung: Daher beginnt man nun sich weitere Informationen über Bücher und Internet zu beschaffen und stellt dann sehr schnell fest, daß man nahezu alles falsch gemacht hat.

Die Marktbesuche werden mit der Zeit etwas lästig, wenn der Markt nicht in unmittelbarer Nähe ist, muß man in der Regel geraume Zeit fahren um dahin zukommen, dann die Parkplatzsuche, die Sache mit dem Umziehen, oder fährt man gleich gewandet dorthin. Richtig schön wird es auf den Märkten jedoch erst am Abend, wenn die Lagerfeueratmosphäre um sich greift und da ist man in der Regel schon wieder auf dem Nachhauseweg. In der Regel bleibt auch nur der Sonntag für einen Marktbesuch.
Daher folgt als nächster Schritt die Suche nach einer Gruppe oder einem Verein möglichst im Umkreis des Wohnortes, der auch an Märkten und Lagern teil nimmt. Nun braucht man nicht mehr den ganzen Tag herumzulaufen sondern kann sich im Lager erholen und den anderen Besuchern bei ihrem Tun zuschauen.
Die Vereine oder Gruppen stellen einen gewissen Zeitrahmen da und haben entsprechende Mindestvorgaben für Kleidung und erforderlicher Ausstattung, da ja nach Außen ein stimmiges Bild vermittelt und dargestellt werden soll. Will man hier dabeisein benötigt man, wenn keine Gastschlafplätze zur Verfügung stehen ein eigenes Zelt. Ist man soweit vorgedrungen hat man sich mit dem Virus Mittelalter schon infiziert.
Sehr schnell stellt man fest, daß man praktisch die Seiten gewechselt hat, vom Besucher in Gewandung zum Darsteller, den andere Besucher als Mittelaltervorbild nehmen. Jetzt kommt man doch ins Grübeln, denn die eigene Gewandung entspricht immer noch nicht den zeitlichen Vorgaben. Also beginnt jetzt die wirklich ernsthafte Beschäftigung mit der Ausstattung, der Kleidung und dem Leben der Menschen im jeweiligen Zeitraum.

Der Weg führt dann dahin, daß man für die Herstellung der Gewandung entsprechende pflanzengefärbte Stoffe nimmt und die Kleidungsstücke von Hand näht. Es gibt eine ganze Reihe von Gruppen und Vereinen, die hier bei einen hohen Stand erreicht haben und bei Burgbelebungen oder musealen Aktivitäten mitwirken bzw. auftreten. Derartige Gruppen sind ein stetiger Quell des Anspornes- aber man darf nicht vergessen, daß sich dahinter eine ganze Menge Arbeit verbirgt.

Jeder kann daher für sich entscheiden was er will und kann sich seine Schwerpunkte selbst setzen. Den einen reicht es wenn sie irgendwie gewandet die Märkte besuchen, andere bevorzugen das Rittercamping mit Grillen und wollen Spaß und sehen das als Freizeitvergnügen an. Wieder Andere wollen abtauchen in eine vergangene Welt, selbst erfahren wie das damals hätte sein können und ein Stückchen danach leben, obwohl es nahezu unmöglich ist sich in die Psyche der damaligen Personen hineinzuversetzen. Wir haben ja schon Schwierigkeiten uns ein Leben vorzustellen, wo es noch keine Zentralheizung und keinen Stromanschluß gab und das Wasser nicht aus der Wasserleitung kam. Im Grunde genommen liegen diese Zeiten noch gar nicht allzu lange zurück.

Auch die Märkte vermitteln kein stimmiges Bild, da hier in der Regel die gesamte Bandbreite der Mittelalterszene vertreten ist, oftmals in den Lagern auch bunt gemischt. Die Händler, für Gewandung, Waffen und Ausstattung leben in erster Linie von den Mittelalteraktiven. Die „guten“ Händler wird man in der Regel da finden wo viele Aktive zusammen kommen. Ein Großteil der Marktstände wendet sich an die Tagesbesucher und die Kinder. Märkte sind eine kommerzielle Angelegenheit. Wenn die Händler nichts mehr verdienen werden sie zukünftig weg bleiben. Wenn das Angebot sinkt gehen auch die Besucherzahlen zurück und die Anzahl der Märkte wird sich reduzieren. Es gibt daher gute und schlechte Märkte, aber wie eingangs bereits erwähnt dienen diese auch als Treffpunkt und Anlaufstelle um sein Hobby ausleben zu können.

Die Auseinandersetzung mit der Zeit bzw. die Wahl eines geeigneten Darstellungszeitraumes ist sehr wichtig, weil sich hieraus die zu wählende Kleidung (Schnitte, Material und Farbe) ergibt. Gleiches gilt auch in Bezug zur Waffentechnik (Art und Umfang), wenn man eine militärische Darstellung anstrebt. Grundsätzlich tut man gut daran sich zunächst eine zivile Gewandung und entsprechende Schuhe zu beschaffen. Alles weitere kann dann im Laufe der Zeit ergänzt oder auch angefertigt werden.

Im Rahmen dieser Beitragsreihe sollen verschiedene Bereiche einer möglichen Darstellung erläutert und näher betrachtet werden.

Fortsetzung folgt

Unsere Zeit

Unsere gewählte Zeit…….

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 Fortsetzung folgt

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