Archiv der Kategorie Märkte und Aktivitäten der Dienstmannen

Wo wir auch sind…

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Wenn die Kisten und Kasten hervorgeholt, die Ausrüstungsgegenstände durchgesehen und die Gewänder gerichtet werden, dann herrscht Aufbruchstimmung, denn es ist wieder Marktzeit. In einem weiteren Schritt werden die persönlichen Ausstattungsgegenstände der verschiedenen Dienstmannen zum zentralen Sammelplatz unterhalb des Castrums Winenheim verbracht. Dort im Magazin der Mannen wartet weiteres umfangreiches Material darauf, auf die verschiedenen Bagagewagen verladen zu werden.

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Die diesmalige die Winenheimer Lagersaison abschließende Pilgerfahrt soll wiederum in die Gefilde des Saarlandes führen, wo der Vogt zu Freisen  auf neuerliche zum Markte eingeladen hat. Für die dortigen Veranstalter galt es diesmal den 10. Markt auszurichten. Aber auch für die Winenheimer war die diesjährige Teilnahme ein kleines Jubiläum, denn über die Jahre hinweg war es nunmehr das 5. Mal, wo wir uns an diesem Markte beteiligen. Daher wollten wir auch unser komplettes Lager aufbauen und begannen daher morgens um die achte Stund mit dem Beladen der Fuhrwerke.

Der Tross setzte sich dann gegen die elfte Stunde in Bewegung und die Anreise erfolgte problemlos. Gegen Mittag traf man beim Veranstalter ein. Nachdem die Anmeldeformalitäten erledigt waren und wir wiederum unseren angestammten Platz zugeteilt erhielten, galt es die Fuhrwerke zu entladen und dabei auch darauf zu achten, dass das Material nicht gerade da abgelegt und gestapelt wurde, wo man die größeren Zelte aufbauen wollte. Wie immer bei den Winenheimer Pilgerreisen geht es ohne Änderungen nie ab. Auch diesmal sagten kurzfristig einige Teilnehmer ab bzw. reisten später an, so dass sich wiederum eine kleinere Truppe mit dem Aufbau des Lagers befassen musste, von denen auch noch einige von gesundheitlichen Problemen geplagt wurden. Dennoch das Wetter meinte es diesmal gut, aber der Lagerplatz erwies sich diesmal als zu klein, so dass ein mitgenommenes Zelt nicht aufgestellt werden konnte. Das große Speichenradzelt musste daher nochmals abgebaut und umgestellt werden um den zur Verfügung stehenden Platz halbwegs gut ausnutzen zu können.

 

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Die Winenheimer im Aufbaustress, Blueberty unsere Lagerwache bei seiner üblichen Tätigkeit dem Wachdienst 

Der Aufbau des Lagers zog sich bis in die frühen Abendstunden hin, da wir diesmal 7 Zelte aufbauten und auch weitere Gerätschaften diesmal zur Lagerausstattung (Kochstelle, mittelalterliche Tafel und der wichtige Hausaltar) gehörten. Wie bereits erwähnt konnte das 8. Zelt aus Platzmangel nicht aufgebaut werden. Mit Freisen verbunden waren aber auch einige Erwartungen unsererseits, so wollten wir im nunmehr dritten Anlauf es endlich schaffen ein neues Gesamtbild unseres Lagers und ein neues Gruppenbild zu erhalten. In der jüngsten Vergangenheit scheitere dieses Vorhaben stets an fehlenden Dienstmannen, an der Witterung oder kam auf Grund von Übermüdung und eingehandelten Verletzungen nicht zu Stande.


Übliches

Jeder Markt ist im Grunde gleich, was die Vorgehensweise bei Lageraufbau anbetrifft. Es gilt jedoch sich kurzfristig an die vorherrschenden örtlichen Gegebenheiten anzupassen, denn nicht immer ist der Boden gerade und nicht immer lassen sich die Zelte so aufstellen, wie man sich dies im Kopfe zurecht gelegt hat. Dennoch hat sich auch hier im Laufe der Zeit eine Routine bei der Vorgehensweise eingestellt, die es trotz einiger immer vorhandener Probleme ermöglicht, das jeweilige Lager in einem überschaubaren Zeitraum aufzubauen. Jedoch sollte darauf achte werden, dass man mit dem Einrichten der Zelte und dem verstauen der Einrichtung in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit fertig ist.

 

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Nachdem den ganzen Nachmittag am Aufbau gewerkelt wurde, war es zur frühen Abendstunde geschafft das Lager Stand. Nun galt die Sorge der Mannschaft, das Feuer in der Kochstelle in Gang zu bringen, um den knurrenden und rebellischen Magen befrieden zu können. Im Gegensatz zu den Vorjahren haben sich die Winenheimer diesmal vorgenommen das tägliche Mahl selbst nach althergebrachten  Rezepten zu kochen.

Erste Schritte sehen recht gut aus, aber aller Anfang ist schwer und insbesondere bei der Abfolge der Speisen sollte man noch einige Regelungen treffen, wie wir noch erfahren werden.

Freisen ist wiederum gewachsen
Der Markt zu Freisen ist von der Beteiligung der Lagergruppen wiederum gewachsen. Waren vor 3 Jahren nur wenige Zelte auf der Lagerwiese 2 zu vermelden, so waren es letztes Jahr schon erheblich mehr und in 2010 war das Gesamte zu einem stattlichen Heerlager angewachsen. Leider liegt die Wiese etwas abseits des eigentlichen Marktgeschehens, aber ein Rundgang lohnte sich in jedem Fall, denn es gab wieder vieles zu entdecken, was die eigene Lagerausstattung komplettieren könnte. Dennoch fehlten einige über die Jahre bekannte Gruppen, da zum gleichen Zeitpunkt an anderer Stelle ein weiterer Markt statt fand. Auch hatte es den Eindruck, dass diesmal, trotz des Jubiläums, weniger Marktstände vertreten waren, als die Jahre zu vor.

Neu ist auch, dass es nunmehr Duschcontainer für die Lagerteilnehmer gab und der Veranstalter legt auch großen Wert darauf ohne die üblichen Dixis auszukommen und hat deshalb einen weiteren WC Wagen zusammengebaut. Die Toiletten wurden regelmäßig sauber gemacht und hierfür war ein halber Goldrandtaler zu pro Gang zu entrichten. Der Veranstalter verlangte auch von jedem Teilnehmer einen Duschbeitrag von 1,5 Taler, bereits bei der Anmeldung der jeweiligen Lagergruppe, sonnst wäre man erst gar nicht auf den Platz gekommen.


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Die Lagerwiese 2 und schauet da:

Unser Knappe auf Abwegen, von wegen Wasser holen macht er doch während der Dienstzeit eine Ausfahrt:

 

Die Verpflegung der Winenheimer ist besser geworden, nachdem der bisherige Küchenmeister durch den neuen Knappen eine Verstärkung erfahren hatte. Neben festgesetzten Essenzeiten galt es diesmal auch für 3 Tage die Mahlzeiten zu bereiten und hiervon lehnte sich das Hauptessen an ein mittelalterliches Rezept an und man konnte sich von dem doch anderen Geschmackserlebnissen der Altvorderen ein eigenes Urteil bilden. Wir werden unsere Versuche in dieser Hinsicht weiter fortsetzen. Jedoch sollte sich bei der Speiseabfolge etwas grundlegendes ändern, denn am ersten Tag gab es Eintopf mit Zwiebeln, am zweiten Tag  Zwiebelschmorbraten und am dritten Tag  ein Eintopf  aus Lauchgemüse natürlich wieder mit jeder Menge Zwiebeln, so dass sich spätestens hier im Lager bei einigen ein wahrer Sturm entwickelte…..

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Mitten im Geschehen - der Markt

Drei Lagergassen mit Ständen, vom Korbflechter, Waffenschmied bis hin zum Bader war ein guter Durchschnitt an Marktständen vorhanden. Auch so manche Lagergemeinschaft bot eines Waren und Ausstattungsgegenstände an. Obligatorisch war auch in diesem Jahr wieder der Umzug der Lagergruppen zur Markteröffnung an dem die Winenheimer diesmal als ganze Gruppe teilnahmen. Musik und Tanz vor der Haustür und zur nächtlichen Stunde auch noch eine Feuerschau – Wir waren diesmal mitten im Geschehen

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Vom KampfeAuch an der Feldschlacht nahm eine Abordnung teil, wobei sich die Anzahl der Kämpfer von Jahr zu Jahr steigerte. Aber hierbei hatten wir auch diesmal kein Glück, da erneut zwei Streiter Blessuren erlitten, genau wie im letzten Jahr.


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Oben: Impressionen von der Feldschlacht: (Schildwall, Lanzenangriff, Nahkampf)
Unten: Kleinere Schaukämpfe im Lager sowie die angetretene Truppe zum Frühapell und Waffenschausee__.jpg

Es kommt recht selten vor, dass einer der ehrwürdigen Dienstmannen den Pfad der Sittsamkeit und Tugend verlässt um auf schwarzen und unerlaubten Pfaden zu wandeln. Unserem Priester waren durch das Gesinde einige schreckliche Dinge zugetragen worden, die zum sofortigen Handeln Anlass geboten  um unseren Mitstreiter wieder auf den rechten Weg zu bringen und gleichzeitig auch die Marktbesucher und das Gesinde zu warnen, und anschaulich darzustellen wie es ihnen ergehen wird, sollten sie ähnliche Verfehlungen begehen.

Derweil sehet euch die Gesichter der obigen Dienstmannen an mit welcher Dreistigkeit sie der Verhandlung entgegensehen- ganz so als könnte sie kein Wässerchen trüben, dabei dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch ihre Verfehlungen publik werden. Wollen wir hoffen, dass unser Abt hiervon keine Kenntnis erhält und das vor allem das geschwätzigen Gesinde den Mund hält- denn sonst ist es mit unserer selbstgefälligen Beschaulichkeit vorbei.

Geschrieben hat dies Konradus de Stralinbergere AD MMX am VII Tage des arantmanot

Freisen 2010 war wieder ein Erlebnis und wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder. Jeder Teilnehmer hat seine Eindrücke mitgenommen. Leider litt die Stimmung etwas am Wetter, was eigentlich auf die gesamte Lagersaison 2010 der Winenheimer zutrifft, denn die Nacht von Freitag auf Samstag, war recht frisch, der Samstag dann wieder zu warm und am Sonntag wurde das Wetter unstet und es regnete zeitweise, dennoch konnten wir gegen Abend den größten Teil unserer Zeltstadt trocken abbauen und einiges an Material wieder auf die Fahrzeuge verbringen. Die Arbeiten waren nahezu abgeschlossen, als der Himmel seine Schleusen öffnete und wir teilweise völlig durchnässt die restlichen Dinge auf den Fahrzeugen verstauten. Die Rückreise verlief unproblematisch und in den heimatlichen Gefilden angekommen wurden die Fahrzeuge bei aufkommenden Regen wieder in unserem Magazin verstaut, wobei sich zeigte, dass die Nachbarschaft nicht gerade darüber erbaut war, dass nahe der mitternächtlichen Stunde eine derartige Unruhe auf der Gasse entstand.

Freisen 2010 - Kinderritterschlacht

Auch in diesem Jahr hatte der Vogt Matthias Broszeit den Kindern auf dem Mittelaltermarkt einen Schatz versprochen. Kaum hörten die Raubritter von diesem, schickten sie sich an diesen zu stehlen – was auch mit Erfolg gelang. Als die Kinder von dieser Tat erfuhren, waren sie außer sich vor Zorn und baten den Vogt um Hilfe. Dieser stellte aus seinem Zeughaus ausreichend Waffen zur Verfügung, um die Raubritter zu stellen und Diesen den Schatz wieder abzunehmen. Nun galt es die Ritter zustellen, was auch gelang. Aufgrund der großen Anzahl von Kindern verbargen diese den Schatz inmitten ihres Schildwalles.

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Nun wurde um die Herausgabe des Schatzes gefeilscht. Die Raubritter waren jedoch nicht Willens den Schatz freiwillig herzugeben, so dass sich die Kinder entschlossen, diesen mit Gewalt zurück zu holen.

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Dann ging alles ganz schnell. Voller Zorn griffen die Kinder die Raubritter an und …

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Und nach getaner „Arbeit“ wurde der Schatz wie üblich unter den Recken aufgeteilt.

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Wir werden sehen, ob die Raubritter auch im Jahre 2011 nach Fleischwerdung des Herrn versuchen werden den Schatz
des Vogtes Matthias Broszeit zu stehlen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2011.
Bis dahin fahre Eure Seele wohl, lieber Leser

Seeheim, im Jahre 2010, August

Fluchtartig verlassen wir die Stätte…..

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Im Schutze der Dämmerung, verließen die letzten der Winenheimer Dienstmannen gerade noch rechtzeitig das Heerlager um im taktischen Rückzug wieder die heimatlichen Gefilde zu erreichen. Mit großem Getöse und mit Hagelbegleitung setzte sich der Tross in Bewegung nachdem die letzten verbliebenen Ausrüstungsgegenstände im Bagagewagen  verstaut waren. Auch während des Marktgeschehens, waren Niederschläge der verschiedensten Art ein ständiger Begleiter der gesamten Unternehmung des Birkenauer Heerzuges. Der Samstag war der Hoffnungstag- nachdem sich morgens die Wolken verzogen hatte herrschte eitel Sonnenschein und die Stimmung aller stieg gleich um etliche Prozent- und auch die Besucher strömten in Massen zum Historischen Markte zu Birkenau um die Gunst der Stunde zu nutzen.

Insgesamt stand die neuerliche Pilgerfahrt unter keinem guten Stern hatte doch unser Seelsorger sein Weihrauchgefäß nebst Zubehör einfach in seiner Behausung gelassen und Ersatz war auf dem hiesigen Markte einfach nicht zu erhalten.

Wie bereits im Vorfelde berichtet stand es insgesamt mit der Truppe selbst bei der Vorbereitung der gesamten Unternehmung nicht zum Besten. Die versprochene Verstärkung traf nicht oder nur mit sehr großer Verspätung ein  und das am Ankunftstage entfachte Feuerchen in der Kochstelle rauchte und stank zwar gewaltig, warf aber zu wenig Hitze ab, so dass die gewohnte mitternächtliche Ausgabe der Verpflegung zwar den Magen füllte- aber nicht so recht schmecken wollte.

Auch Konrad war mit letzten Kräften und viel Medizin, aber gegen den Willen seiner Frowe, zur Sammelstelle geeilt, wo sich dann nach einer Zeit des Wartens so um die verabredete Stund lediglich ein weiterer Dienstmann nebst Magd einfand. Das Trossfahrzeug galt für längere Zeit als verschollen- traf letztlich dennoch ein und wurde umgehend beladen und mit deutlicher Verspätung setzte sich der Zug gen Birkenau dann in Bewegung um das befohlene Quartier noch rechtzeitig zu erreichen.

Nun gut die Schlacht ist geschlagen und es gab ein Glückliches Ende. Wir konnten zahlreiche Freunde, Bekannte, aber auch Interessenten begrüßen, darunter auch einige die das Wagnis auf sich nehmen möchten um bei den Winenheimer Aufnahme und Anstellung zu finden. Hiermit wird sich der kommende Konvent zu beschäftigen haben.

 

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Hin und weg

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Freisen 2009

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Vom Lagern
Nachdem sämtliche Zelte errichtet, die Bettstatt der einzelnen Edelleute, die Kisten und Kasten und die Rüstung und Waffen auf die jeweiligen Behausungen verteilt waren brannte schon ein munteres Feuerlein unter dem Grapen, denn der Hunger hielt bei den Mannen Einzug. Nach getaner Arbeit  und der langen Zeit des Aufbaues war die Zeit dermaßen vorangeschritten, dass es höchste Zeit wurde das Abendessen zu bereiten und die Krüge zu füllen. Die Hitze des Tages trug ein übriges dazu bei, dass man sich nach Ruhe und Kurzweil sehnte und bei hereinbrechender Dunkelheit die restlichen noch anstehenden Arbeiten einfach auf den kommenden Tag verschob. Dies auch verbunden mit der Hoffnung, dass die für den kommenden Tag avisierte und ausgeruhte Nachhut in der Frühe ja eintreffen würde.
Nach viel zu kurzer Nacht begann man mit den restlichen Arbeiten, denn die Zeit bis zur Markteröffnung schritt rasch voran und ebenso rasch heizte auch die Sonne und trieb die Temperatur in die Höhe. Ursprünglich war angedacht, diesmal alle Zelte der Winenheimer aufzustellen um ein neues und komplettes Gemälde des Lagers und der Mannen zu erstellen. Leider erwies sich hierzu der Platz etwas zu klein, so dass der Zweimaster von Andreas von Vitenheim zusammengefaltet auf dem Bagagewagen verblieb. Dies auch unter dem Gesichtspunkt seiner angegriffenen Gesundheit, da ihm sein hinteres Teil große Pein bereitete. Für die Rundgang anläßlich der traditionellen Markteröffnung viel auch Konrad in Folge anhaltender Kreislaufprobleme aus, so dass sich nur ein Teilaufgebot wappnete und sich in die Reihen des Aufgebotes einreihte.

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Tafelfreunden
Zeitgenössische Abbildung zeigen die mittelalterliche Tafel in recht einfacher Ausführung. Mehrere Holzböcke (in der Regel aus 3 Beinen bestehend) tragen die Tafel. Darauf ein Tischtuch, einige Teller aus Holz, Trinkbecher und auch (Krüge sofern die Tafelnden nicht durch Personal bedient werden) runden das Bild ab. Besteck mit Ausnahme von Vorlegegabel (2 Zinken) und Vorlegemesser gab es in der Regel nicht, da jeder Gast sein eigenes Messer und ebenso seinen Löffel mitbrachte. Die Speisen wurden in großen Schüsseln oder Schalen aufgetragen, Fleischstücke waren in der Regel schon in mundgerechte Stücke zerteilt. Gegessen wurde mit den Händen und als Unterlage diente auch ein besonderes Brotstück das zum Abschluß ebenfalls verzehrt wurde.

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Zum notwendigen waschen der Hände zwischen den Gängen oder nach Abschluß des Mahles bekamen die Gäste Wasser aus einer Aquamanile über die Hände geschüttet. Das Wasser wurde in einer Schale, die darunter gehalten wurde aufgefangen. Der Gast konnte sich die Hände anschließend mittels einem gereichten Tuches trocknen.

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Die an der Historie interessierten Gruppen versuchen sich diesen früheren Tafelfreuden und Tischsitten anzunähern und zwar in der Form, dass während der üblichen Marktzeiten sämtliches „moderne“ Inventar verbannt wird, so daß ein stimmiges Gesamtbild den Besuchern vermittelt wird. Nun wie läuft dies in der Praxis ab? Gekocht wird über dem offenen Feuer. Die Behältnisse werden mit Hilfe einer Kesselsäge oder Kette, welche verstellbar sind an den Kochgalgen gehängt. Durch höher oder tiefer hängen der Kessel kann hierbei die Temperatur geregelt werden. Zum Grillen wird ein Grillrost einfach in die Feuerstelle gestellt, sowie ein Grillknecht beigesellt, der das Fleisch ja rechtzeitig wendet, damit keine Schuhsohlen entstehen. Wasser kann man ebenfalls in Kesseln erhitzen, schneller geht es jedoch in den 3 füßigen Grapen, die einfach in die Glut der Feuerstelle gestellt werden. Die Grapen bestanden früher aus Bronze heute gibt es Nachbauten aus Stahlguss.
Zum Kochen können auch Grapen aus Ton verwendet werden, die es in verschiedenen Größen gibt. Jedoch ist hierbei eine gewisse Erfahrung im Umgang notwendig, denn die Tongrapen müssen mit dem Inhalt möglichst gleichmäßig erwärmt werden, damit diese nicht zerspringen. Daher dürfen diese auch nicht dem direkten Feuer ausgesetzt werden sondern diese werden in die beiseite geräumte Glut gestellt. Hier kann dann das Essen gekocht oder auch warm gehalten werden. Auch die Kocherie des Mittelalters mit ihren besonderen Gerätschaften den damals verwendeten und zur Verfügung stehenden Gewürzen ist eine hoch interessante Angelegenheit mit der man sich ebenfalls beschäftigen und auseinandersetzten kann.

Kurzum jeder der sich ernsthaft mit dem Thema Mittelalter beschäftigen möchte kommt um einige grundlegende Dinge nicht herum. Auch die Winenheimer bemühen sich verstärkt darum, daß Lager und Ausstattung, aber auch die Mannen selbst dem früheren Bild möglichst nahe kommen und arbeiten daher steig auch an der Verbesserung der Ausstattung.

Wieweit der Einzelne hierbei gehen möchte ist der Person natürlich selbst überlassen. Die Toleranz bei der Veranstaltung Mittelaltermarkt ist generell schon besonders hoch und groß. Trotzdem gibt es aber auch Beispiele die besonders negativ auffallen und das stimmige Bild der sich um Ernsthaftigkeit bemühenden Lagergemeinschaften empfindlich stört, wie das abschließende Bild eindrucksvoll aufzeigt.

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Hier kommt Winenheim

In der Vergangenheit waren der Winenheimer stets nur wenige (in der Hauptsache nur einer oder zwei der Mannen) die sich auf Schlachtfeld einfanden. In den letzten beiden Jahren hat sich das geändert und zum ersten Male trat in Freisen eine Truppe auf die Standhaftigkeit bewies und so manchen der Angreifer in Gras fallen lies.
Die Reihen unserer Truppe sollen weiter aufgefüllt und insbesondere durch Bogner und Armbruster ergänzt werden  um bereits im Vorfeld des Waffenganges möglichst freie Bahn gewinnen zu können.

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Konrad

Spectaculum zu Worms

Der Markt zu Worms ist wiederum Bestandteil der Geschichte. Die Dienstmannen sind alle unversehrt in ihre Heimatlichen Gefilde zurück gekehrt. Jetzt gilt es die erhaltenen Wunden an Körper und Geist zu pflegen um für weitere Pilgerreisen wohl gerüstet zu sein. Fernerhin gilt es das Material in Stand zu halten, sowie die Schäden bei Gewandung der edlen Herren auszubessern und vor allem den ganzen Kram auch zu waschen, damit sich dieser widerliche Gestank von Schweiß und Rauch wieder verflüchtigt.
Ich habe fernerhin von den Trossknechten vernommen, dass die edlen Herren durch Selbstgeiselung hoffen, dass Ihnen ihre Sünden schneller vergeben werden, auch einen eigenen Hausaltar würden sie seit neuestem mitführen- es muss anscheinend daher zur Zeit recht schlecht um ihr Seelenheil stehen.
Aber kaum ist die Truppe wieder heimgekehrt ist wieder alles beim alten. Die ehrenwerten Herren sitzen schon wieder stundenlang beim Konvent zusammen und geben sich der Völlerei hin, während wir von früh am morgen bis spät in die Nacht schuften damit wir unser Tagwerk auch erfüllen können.
Wo bleibt hier nur die Gerechtigkeit?

Aufbruch und Aufbau
Am Donnerstag um die 12. Stunde traf man sich um wie üblich die Fahrzeuge zu beladen. Das funktionierte diesmal außerordentlich gut, da die Fahrzeuge und auch der größte Teil der Dienstmannen pünktlich vor Ort waren. So konnte sich der Tross schon nach relativ kurzer Zeit in Bewegung setzen um das Material nach Worms zu verbringen. Der Aufbau sollte an sich ab 13 Uhr 30 vor Ort möglich sein- doch wir staunten nicht schlecht- denn es waren bei unserem Eintreffen schon eine Menge Zelte errichtet. Man entschied sich bewußt in 2009 dafür das Lager bereits einen Tag vor Veranstaltungsbeginn aufzuschlagen, da in den Vorjahren das Arbeitspensum einfach aus Zeitgründen am Freitag nicht zu schaffen war.Der diesjährige Lagerplatz lag sehr günstig, direkt auf der Hauptwiese hinter dem Markt, also in der Mitte des Geschehens. Der Himmel lies am Aufbautag einige Tränen tröpfeln und es zog auch ein Gewitter auf glücklicherweise entlud es sich an anderer Stelle, so dass auch der Aufbau des Lagers reibungslos von statten ging, nachdem eine erste Phase des Überlegens - was man wohin stellen sollte- verstrich und ob der Größe des Lagerplatzes kurzweilig für etwas Orientierungslosigkeit sorgte. Insgesamt hatten wir diesmal 6 Zelte mitgebracht, die nacheinander aufgebaut wurden. Etwas Kummer bereitete wiederum das große Speichenradzelt, da trotz Ersatz des Mastes und der Speichen, die Konstruktion alles andere als stabil war, da gerade bei der Verbindung der beiden Masthälften, im Bereich der Hülse, zuviel Spiel war. Mit vereinten Kräften und durch eine entsprechende Abspannung und der Anbringung von Keilen konnte auch das Problem gelöst werden. Durch die mittlerweile durchwegs vorherrschende Routine, war es möglich in rekordverdächtiger Zeit das Lager bis zum frühen Abend aufzubauen, sowie die Kochstelle in Betrieb zu setzten.Für den Abend hatten die Mannen „Selbstverpflegung“ abgesprochen, doch da das einige anscheinend vergessen hatten und man hatte auch das georderte und besorgte Brot zu Hause liegen gelassen war Schmalhans Küchenmeister. Daher vergriff sich die Truppe an den Mitternachtswürsten die bei den Winenheimern stets zur Wachablösung zwischen den Tagen gereicht werden. Was aber noch viel schlimmer war unser Metlieferant war noch nicht auf dem Platz anzutreffen und man meinte schon diesmal auf dem „trockenen“ zu sitzen. Glücklicherweise gab es auch hier ein gutes Ende, so daß die Lagergemeinschaft sich nunmehr anschicken konnte ins Marktmittelalter einzutreten.

Pleiten, Pech und Pannen
Worms wäre für die Winenheimer nicht Worms, wenn alles glatt ginge… Bei der ersten Marktteilnahme, waren die Winenheimer mit Ihrem Lageraufbau nicht fertig, als sich der Festzug zum Einmarsch der Kumpaneien schon Bewegung setzte. Wir wurden dann zwar von der Marktleitung aufgerufen, aber nicht ein Dienstmann war zum Gruße Erschienen. Bei der Zweiten Teilnahme, waren es der Mannen wenige und es war zeitlich wieder eng, so dass sich eine gestresste und abgeschwitzte Truppe auf den Weg machte um wenigstens diesmal bei der Eröffnung dabei zu sein. In diesem Jahr sollte alles besser werden! Aber: Einer der Dienstmannen sagte kurzfristig die Teilnahme ab, ein anderer war wegen Familienfeier abwesend, ein weiterer war beruflich verhindert und die beiden Knappen waren ebenfalls nicht anwesend. Da grundsätzlich immer eine Wache im Lager verbleiben mußte,  standen gerade noch 3 Dienstmänner zur Teilnahme an der Markteröffnung zur Verfügung. Zum Glück war es möglich eine externe Lagerwache zu rekrutieren, so dass wir wenigstens zu viert mit einmarschieren konnten.

Hier muss sich dringend etwas ändern, auch hinsichtlich der Vorstellung und der Präsentation der Truppe. 

Abbau und Heimreise
Bei Abbau des Lagers gibt es keine Probleme, da alles lediglich auseinander genommen und verpackt werden muss. Eines der wichtigsten Probleme ist die Frage: wie bekomme ich schnellstens die Trossfahrzeuge vor Ort um mit dem Beladen beginnen zu können. Alles weitere ist Routine und nach der Platzabnahme durch die ORGA kann man die Heimreise antreten. In den heimatlichen Gefilden angekommen, sind die Fahrzeuge zu entladen, das Material in den Magazinen zu verstauen. Weitere Gerätschaften und Zelte werden umgeladen und treten mit den jeweiligen Dienstmannen die Reise zu den verschiedenen Wohnstandorten an. In den Tagen nach dem Lager ist dann erst einmal einige Arbeit angesagt um Teile zu warten, zu säubern und die Gewandungen zu waschen und auszubessern. Die Zeit nach dem Markt ist schon wieder die Zeit vor dem Markt. Daher kann man die Zeitpunkt kaum erwarten bis unser Hauptmann den neuerlichen Befehl erteilt: Antreten zur Pilgerreise nach ….

Fazit
Das Spectaculum im Wormser Wäldchen, war wiederum eine recht gut besuchte Veranstaltung. Der Orga gilt es zu danken, da alles ohne Hektik und Stress verlief. Insbesondere der letzte Tag war außerordentlich heiß und verlangte von allen Teilnehmern und Mitwirkenden seinen Tribut. Über die Zeit waren von den Dienstmannen 6 Personen, sowie weitere Familienmitglieder vertreten. Von denn Mannen nahmen drei an der Feldschlacht und dem vorausgehenden Training teil, jeweils 2 Personen waren je 3 Stunden (insgesamt 3 Wachdienste) als Kassenwache eingeteilt. Gleichwohl konnte sich das Lagerleben in Folge zu geringer Teilnehmer nicht im üblichen Sinne entfalten. Die Verpflegung ist besser geworden, da zunehmend mehr selbst vor Ort gekocht wird. Der Anteil an gegrilltem Fleisch ist daher zurück gegangen, auch wurde erstmals im Grapen ein lagertaugliches Gericht komplett gekocht (Dinkeleintopf mit diversen Gemüsen und Einlagen aus Rindfleisch). Auch am Lager hat sich wiederum einiges verbessert: Ein Neues Banner ziert den Eingang, Die Dienstmannen führen einen Reisealtar mit und auch bei der nächtlichen Beleuchtung wurde einiges nachgebessert. Leider waren die Einkäufe auf dem Markt eher bescheiden, da kein Bürstenmacher vertreten war, auch das Keramikangebot war schwach (die erhofften Schüsseln und Krüge für die Lagerküche) waren nicht aufzutreiben noch ein entsprechendes Angebot vorhanden. Die  Anzahl der Marktstände hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Der Zuspruch von Seiten der Besucher war enorm. Jedoch hat sich die Anzahl der Dixis nicht erhöht. Dies ist auch der Hauptkritikpunkt, denn an den Haupttagen ist die Toilettensituation bereits am frühen Nachmittag nicht mehr tragbar. Auch für die Besorgung von Frischwasser ist die zurückzulegende Wegstrecke recht lang, der Weg zu den Duschen im Sportlerheim recht weit und ein Bader recht wenig, zumal dieser bereits am Freitag nur noch ein paar wenige Termine für den Sonntagnachmittag frei hatte. Diese Probleme wurden zwischenzeitlich auch von der ORGA erkannt, wie aus der Presse zu entnehmen war. Die Winenheimer kommen gerne wieder und freuen sich bereits auf das Spectaculum 2010.

Freienfels

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Derweil werden zu Winenheim die letzten Vorkehrungen getroffen, das Material verladen und letzte Schäden an der Ausrüstung ausgebessert….. denn es sind nur noch wenige Stunden bis der Tross zum großen Heerlager nach Freienfels aufbricht. Bis dahin gilt es noch einiges zu organisieren und auch für die angemessene Verpflegung der Dienstmannen und der Pferdefuhrwerke Sorge zu tragen. Daher ihr Bauern und Mägde sputet euch damit auch alles rechtzeitig fertig und verpackt ist.
Im Vorfeld der großen Unternehmung, gab es erhebliche Schwierigkeiten, darüber soll kurz berichtet werden. Unsere Truppe ist gar schwer geschrumpft und die Summe der Ereignisse hätte fast die Teilnahme am großen Heerzug in Frage gestellt, denn einer der Mannen hat sich ins entfernte Düsseldorf abwerben lassen. Unser Hauptmann schon alt an Jahren und von zahlreichen Wunden gezeichnet musste auf Grund seines Siechtums unseren Herrn um Entlassung aus seinem Amt ersuchen. Er bezieht nun ein nicht gerade üppiges Ruheentgeld und hat sich auf seine entfernten Güter bei Bad Sobernheim zurückgezogen, wo er zusammen mit seinem Wib Kampfhunde für die Jagd züchtet um so sein mageres Einkommen etwas aufzubessern. Daher ist die Truppe der Winenheimer derzeit Führerlos und ohne Hauptmann, denn der ehrenwerte Abt hat bisher keinen Nachfolger bestimmt.
… Endlich niemand der uns ständig antreibt- man könnte sich fast an die neuen Freiheiten gewöhnen. Leider wird dieser Zustand aber nicht allzu lange Zeit anhalten dessen können wir gewiss sein.
Nun aber zurück zu Thema:
Weil sein Wib ein Gelübde getan und just zum besagten Zeitpunkt sich auf Buswalfahrt befindet ist unser ehrenwerte Dienstmann und Mitstreiter Matthias von Winenheim für den Heerzug nicht verfügbar, da er sich um Heim und Hof sowie um seine zahlreichen Nachkommen sorgen und kümmern muss. Und um das Maß vollzumachen hat sich einer unserer kampfkräftigsten Streiter bei einem Turnier schwer verletzt, so dass er jetzt im Hospital liegt und Betreuung durch den Medikus benötigt.
Beim Heerzug fehlen daher nicht nur die kampferprobten Mannen, sondern auch Teile des Trosses. Durch diese Anhäufung vom Missgeschicken ist das Fähnlein der Dienstmannen zu Winenheim nunmehr auf knapp ein drittel der bisherigen Sollstärke zusammen geschrumpft.
Wir werden daher unseren Abt Sigehard von Schauenburg um Ersatz für die ausgeschiedenen Mitstreiter ersuchen und wenn möglich zusätzlich auch um eine generelle Aufstockung der Mannstärke bitten, damit wir den gestiegenen Aufgaben und Anforderungen auch zukünftig gerecht werden können.

Was ist neu?
Nach Freienfels wollen wir unsere neue Kochstelle mitnehmen und auch austesten, ob das vom Schmied angefertigte Gestell auch das hält was er verspricht nämlich solide und tragfähig zu sein.
Aus dem fernen Polenland, hat ein Kaufmannszug vor wenigen Tagen ein neues Zelt angeliefert. Auch dieses neue Ausrüstungsteil verlangt nach einer Bewährungsprobe und stellt gleichermaßen eine Herausforderung dar, da der Lieferung kein Dokument über den Aufbau und den Verwendungszweck der Einzelteile beigefügt war.
Lassen wir uns also überraschen und eine genaue Berichterstattung wird zu gegebener Zeit erfolgen.

Bleibt nur zu hoffen, dass unser kleiner Heerhaufen auf dem Zug nach Freienfels nicht den Strauchdieben zum Opfer fällt oder die Pferde unseres Seeheimer Kontors wieder mit dem Wagenlenker durchgehen. Wer uns in Freienfels besuchen möchte ist herzlich willkommen, wo wir uns befinden wissen wir selbst noch nicht. Auf Grund der erfolgten Änderungsmeldung sucht uns mal am Ende der Welt oder fragt beim Vogt nach, damit er Euch einen Boten stellt.

Turbulente Nächte

Es gibt mannigfache Unbilden und Schicksalsschläge- Keiner ist davor gefeit- und keiner der Teilnehmer konnte erahnen, wie beim diesjährigen Heerzug der Dienstmannen gen Freisen die kleine wackere Gruppe gebeutelt wurde. Hätte man dies alles vorhersehen können, wären wir besser zu Hause geblieben und hätten auf bessere Zeiten und glückliche Umstände gehofft.

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Nun, wenn unser Trossmeister zum Heerzug aufruft, dann setzten sich die einzelnen Dienstmannen mit ihrer gesamten Habe und Ausrüstung in Richtung Sammelplatz in Bewegung. Das hierfür zu bewegende Material wird von Heerzug zu Heerzug umfangreicher und mancher Zeitgenosse meinte schon, dass man aus- oder umziehen würde, wenn es wieder mal gilt Kisten, Kasten und Taschen zu schleppen. Grundsätzlich ist nach kurzer Zeit jeder Wagen zu klein und manchesmal musste man schon ein zweites mal die Reise zum Sammelplatz antreten um alles mit zu nehmen und beisammen zu haben.
Den anderen Mitstreitern geht es auch nicht anders und am Sammelplatz türmt sich dann das ganze Zeug und verlangt entsprechend verstaut und untergebracht zu werden. Dabei reisen wir bisher nur mit kleinem Gepäck und unsere Zelte warten seit langem auf eine standesgemäße Innenausstattung. Das schwere Material des Lagers ist in unseren Magazinen untergebracht und nachdem der Bagagewagen eingetroffen ist öffnen sich die Tore der selben und ein nicht endender Zug an Stangen, Kisten, Seilen, Zeltplanen und Eisen bricht hervor und sucht sich seinen Platz auf dem Fuhrwerk. Zum Glück hat man im Laufe der Zeit einige Erfahrungen beim beladen sammeln können, so dass man schon in etwa weis, was wie und wo hin kommt.

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Tatsache ist aber auch, dass die Stundengläser der Dienstleute oftmals anders gehen. Insbesondere gibt es große Zeitunterschiede gerade bei der Seeheimer Komturei und die Wagenknechte scheinen es mit der Wartung derselben auch nicht so genau zu nehmen. Denn jedesmal wenn zum Heerzug aufgerufen wird ist ein anderes Teil defekt oder die Zugpferde sind gar mal wieder durchgegangen.
Es ist daher schon üblich geworden dass, wenn man sich zum 8. Stundenschlag treffen wollte, gar erst kurz vor dem 9. jemand antrabt und vielleicht zum 10. dann der letzte der Mannen, schon recht müde von seinem Pferd steigt. Deshalb geht es mit regelmäßiger Verspätung auf die Reise und stets mit der Versicherung, dass es beim nächsten Male bestimmt anders und pünktlicher gehen wird.
Nachdem alles Material aufgeladen, Speis und Trank und auch das persönliche Gepäck der Dienstmannen verstaut war, zogen die PS starken Pferde an und zogen uns auf dem Fernreiseweg gen Freisen. Die Reise verlief ohne größere Probleme, der Trosswagen, war diesmal sogar schneller vor Ort, als die sonst übliche schnelle Pferdekutsche. In Freisen selbst mußte im Ort noch eine Ehrenrunde gedreht werden, weil die gewohnte Zufahrtsstrasse zum Markt just an diesem Tag wegen Pflasterarbeiten gesperrt war und die aufgestellten Schilder vom Wind durcheinander gewirbelt waren- welch ein böses Omen, viel doch gerade nach unserer Durchfahrt eines der Schilder um. So kamen wir etwas zeitig gerade noch vor der Mittagsstund in Freisen an und erhielten vom Marktvogt unseren quasi Stammlagerplatz zugewiesen.
Jetzt aber schnell die Fuhrwerke entladen und diese dann auf den ausgewiesenen Abstellplatz verbracht. Ja das entladen geht recht schnell alles auf ein oder zwei Haufen verteilt, die sich dann natürlich gerade da befinden, wo die Zelte oder das Sonnensegel aufgestellt werden soll. Da kommt regelmäßig Freude auf wenn es gilt die Sachen erneut umzuschichten, denn für den Fall dass Regen aufkommt möchte man die Sachen ja schnellstmöglich trocken unterstellen können.

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Die Gruppe der Winenheimer war diesmal um zwei der Dienstmannen kleiner als im letzten Jahr, da diese in fremden Landen weilten und sich auch aus der Gefolgschaft diesmal keine weiteren Personen am Lager beteiligten. Deshalb viel unser Lager etwas kleiner, als üblich aus und es brauchten somit auch weniger Zelte aufgebaut werden als im letzten Jahr.
War es in unserer Heimat- an der „Strata Montana“ noch sommerlich heiß so wehte hier in Freisen auf der Höhe doch eine steife Brise unter der sich auch einige Böen tummelten. Es war daher schon einige Arbeit notwendig, vor allem das große Sonnensegel aufzubauen und gleichzeitig für eine feste Abspannung zu sorgen. Der Boden zu Freisen ist ja für seine Festigkeit berühmt und es wurde schon vor Jahren die Losung ausgegeben lieber keine Holzheringe sondern eher welche aus Eisen zu verwenden. In der Tat ist der Ausschuß gerade an den billigen Blechheringen gewaltig.
Neben dem Sonnensegel wurde das grünweiße Speichenradzelt errichtet, daneben das Kegelzelt und gegenüber das Zweimastzelt. Für die Errichtung des großen Speichenradzeltes wartete man auf eine Zeit möglichst geringen Windes und hatte auch die Mastabspannung auf vorsorglich 4 Sicherungsleinen erhöht. Der Aufbau war unter Wind trotzdem eine Sache der besonderen Art und man hatte wirklich alle Hände voll zu tun um das Teil entsprechend aufzubauen. Insbesondere das einsetzten der Speichen erwies sich als schwierig, da der Wind dagegen drückte und so die eine oder andere Speiche wieder herausfiel. Erst nachdem alle 16 Speichen montiert und das Zeltdach abgespannt war, ging die Arbeit flotter von der Hand und der Lageraufbau wurde mit der Errichtung der Kochstelle und der Einfriedigung abgeschlossen.

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Wir haben fertig und haben auch gleich den modernen Kram aus der Umgebung entsorgt, damit die Landschaft auch zum Lager passt

Nunmehr wurden alle persönlichen Gegenstände, die Feldbetten und Kleiderkisten in die entsprechenden Zelte verbracht und diese wohnlich eingerichtet. Mit diversen Restarbeiten war man dennoch eine ganze Zeit beschäftigt.
Vom Marktvogt wurde Brennholz angeliefert, das neben der Feuerstelle aufgeschichtet wurde. Das Entfernen der Grasnabe gestaltete sich recht schwierig und man verzichtete dann auch teilweise darauf mit der Folge, dass das trockene Gras in dem Moment Feuer fing als die Glutschale eine bestimmte Temperatur erreichte. Jetzt hies es nachbessern und schnell reagieren. Derweil meldete sich auch der Hunger in der Magengegend und es wurde auch Zeit sich der Zeit gemäß zu Gewanden um den Tag entsprechend ausklingen zu lassen und hierdurch allen zu signalisieren: Wir die Dienstmannen zu Winenheim sind wieder in unserer Zeit angekommen.
Derweil nahm der Wind stetig zu und es waren auch einige Böen dabei, die das große Speichenradzelt in seiner Konstruktion verdächtig knacken lies. Mit sorgenvoller Mine wurden regelmäßig die Leinen kontrolliert und nachgespannt sowie dem Spiel an der Mastverbindung durch Eintreiben von Keilen begegnet.

Hiobsbotschaft und Naturereignisse

Die Dienstmannen hatten sich häuslich eingerichtet. Das Lagerfeuer prasselte und die Abendspeis wurde zubereitet. Nach dem zugegebenermaßen diesmal etwas schwierigen Lageraufbau war nunmehr die Zeit der Ruhe und Beschaulichkeit angebrochen. Der einsetzenden Kühle begegnete man mit der Ausgabe der ersten und zweiten Flasche Met. Weitere folgten im Laufe der einsetzenden Dämmerung und Dunkelheit, dabei wurden wie immer tiefgreifende Gespräche geführt. Diese fanden jedoch ein jähes Ende, als einer der Gehörknochen eine schlechte Nachricht übermittelte, die es erforderlich machte, dass zwei der Dienstmannen mit ihren Knappen sich unverzüglich bereit machten mussten um kurzfristig wieder die heimatlichen Gefilde anzusteuern. Aufgrund der zwischenzeitlich erreichten Spannung wurde die Abreise jedoch auf die frühen Morgenstunden verschoben.

Die schon recht kleine Gruppe der Winenheimer reduzierte sich weiter auf nunmehr gerade noch drei Personen. An eine Teilnahme bei Umzug, oder sogar bei der Feldschlacht war unter diesen Bedingungen nicht zu denken, da ja auch immer eine Person als Lagerwache vor Ort bleiben mußte.

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Nachdem die besagten Mannen in aller Frühe abgereist waren widmete sich der Rest der Truppe zuerst einmal dem Frühstück, bei dem man gleich feststellte, was man alles vergessen hatte. Danach wurde das Lager im Außenbereich auf Vordermann gebracht. Hierbei stellte sich dann auch heraus, dass wir wohl die Fahnenmasten mitgenommen, aber das Banner ebenfalls im Kontor liegen gelassen hatten. Auch der Waffenständer mit unseren Lanzen schwer bestückt ging mehrmals in die Knie, da der ständige Wind dafür sorgte, dass man auf der Hut sein mußte, ja rechtzeitig die Leinen zu spannen und diverse Gegenstände am Umfallen zu hindern. Daher wurden auch unsere Schilde mit der Breitseite auf den Boden gestellt.

Zwischenspiel der Markt

Im Vergleich mit dem Vorjahr ist die Anzahl der Marktstände wiederum angewachsen, auch die Anzahl der Lagergruppen hat sich vermehrt. Waren es vor Jahresfrist nur wenige Lager auf der Wiese 2 so hatte sich diesmal auch die Wiese recht gut gefüllt. Der Mittelaltermarkt zu Freisen ist in einem stetigen Wachstum begriffen. Der Marktvogt Andreas Broszeit mit seinen Mitarbeitern kümmert fürsorglich um die Teilnehmer. Da wird kostenfrei Holz angeliefert und wer des Sägens nicht kundig oder mächtig ist bekommt auch hier Unterstützung durch den Motorbiber, so dass wirklich keiner zur nächtlichen Stunde frieren muss. Was die Marktzusammensetzung insbesondere die der Marktstände anbetrifft, so entspricht dies dem Üblichen. Sicherlich kann hier noch einiges verbessert werden aber dies hängt nicht nur vom Veranstalter, sondern auch von der Zusage der Handwerker und Marktstände ab. Auf jeden Fall gibt es hier noch eine ganze Menge an Potenzial, zumal das Gelände weitere Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

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Nun die Winenheimer konnten höchstens zu Zweien auf Erkundungstour geben. Große Wünsche und eine lange Einkaufsliste gab es diesmal nicht- obwohl man immer ein paar kleine oder auch größere Kleinigkeiten findet.
Der Wassertransport mit dem Handkarren war in jedem Falle verbesserungsbedürftig. Bisher hatten wir immer zwei Eimer mit Wasser befüllt, wenn man dann über das Gelände wieder den Lagerplatz erreichte, waren diese zumeist halb leer. Daher sind wir auf große Glasflaschen umgestiegen, die in ein Seilgeflecht eingebunden wurden, was von Nils in perfekter und fachmännischer Art auch prompt erledigt wurde. Auf dem Markt konnten wir eine weitere Flasche dieser Art recht preisgünstig erstehen, so dass es jetzt nur auf die Tragfähigkeit des Handkarrens und die Zugkräfte der Mannen ankommt, um stets einen Wasservorrat vor Ort zu haben.

Die Winenheimer verfügten nunmehr über mehr Zelte als Dienstmannen vor Ort waren. Daher wurde das Kegelzelt abgebaut, auch um die Plane nicht nass werden zu lassen und um beim Abbau am Sonntagabend auf Grund der wenigen Personen Arbeit einzusparen. Gegen Abend setzte dann verstärkt Nieselregen ein, auch der Wind nahm merklich zu, es waren auch einige kleinere Böen darunter, so dass ständig die Leinen an den Zelten kontrolliert werden und nach gespannt werden mußten. Die Konstruktion des Speichenradzeltes knackte und knirschte und der Berichterstatter hatte schon ein etwas mulmiges Gefühl hinsichtlich der Standfestigkeit der Zeltkonstruktion. Um allen Unbilden vorzubeugen wurden sämtliche Klamotten und Ausrüstungsgegenstande, welche nicht gerade gebraucht wurden vorsorglich wieder in ihren jeweiligen Kisten verstaut um im Falle eines Falles schnell reagieren zu können.
Trotz der sorgenvollen Blicke widmete man sich dem Alltagsgeschäft, zeigte den Besuchern Waffen und Gerätschaften, lies den begeisterten Jung-Rittern mal Kettenhemd und Kettenhaube überziehen und was der mannigfaltig geäußerten Wünsche mehr waren und versuchte auch die vielfach geäußerten Fragen zu beantworten. Insbesondere Jürgen von Seeheim entwickelte hier bei eine gewisse Routine und schaffte es zur gleichen Zeit mit mehreren der Quälgeister fertig zu werden. Auch die Armbrust und die Vorstellung diverser Bolzenarten und Spitzen erfreute sich großen Interesses.

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Wer den Schaden hat braucht für den Spott nicht zu sorgen

Am fortgeschrittenen Abend wurde das Nachtmal bereitet und man ging wieder zum geselligen Teil über. Die Fackeln und Laternen waren entzündet und gaben dem Lager ein anheimelndes Ambiente. Aufgrund des anhaltenden Nieselregens und der damit verbundenen Kühle war ein Zusammenrücken möglichst am Feuer angezeigt, denn der vorhandene Feuerkorb war ebenfalls zu Hause verblieben.
Zur schon fortgeschrittenen Stunde viel dann der Blick zum Speichenradzelt und oh Schreck die Plane hatte sich an der Mastspitze gelöst und hing zusammengesunken am Mast.

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Jetzt hieß es schnell handeln, denn im Inneren brannte ursprünglich eine Laterne und der gesamte Kram hätte Feuer fangen können. Glücklicherweise halfen alle zusammen, auch aus dem Nachbarlager, die sich im Zelt befindlichen Gegenstände zu bergen und in Sicherheit zu bringen. Derweil nahm auch noch der Regen zu und es war recht dunkel geworden. Die Stimmung war dahin und wäre man dem Zeltbauer habhaft geworden… Fürwahr der hätte sein blaues Wunder erleben können….
Nun wurde zu nächtlicher Stunde noch umgezogen. Jürgen von Seeheim zog in den Zweimaster Konrad mit den gesamten Kisten in das Grünweise Speichenradzelt. Die Reste des großen Zeltes lies man liegen, da man erst bei Helligkeit die Planen bergen und die Heringe entfernen konnte.
Des Sonntags früh, beim ersten Licht begann man mit dem Abbau nicht ohne die Schäden zu dokumentieren.
Das Lager bot einen erbärmlichen Anblick, da jetzt schon 2 Zelte fehlten. Glücklicherweise besserte sich am Sonntag das Wetter, so dass die Leinenplanen von der Sonne getrocknet wurden und man diese letztlich trocken einpacken konnte.
Auch in diesem Jahr gab es wieder eine Feldschlacht fürs Publikum. Allerdings ohne die Beteiligung der Winenheimer. Man lies es sich jedoch nicht nehmen das Ereignis als Besucher zu verfolgen und es ging dabei wieder mächtig zur Sache- wie die folgenden Bilder sehr eindrucksvoll belegen.

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Auch über den Sonntag hinweg gaben wir uns wieder unseren Verpflichtungen hin beantworteten geduldig Fragen ließen den Kindern ob groß oder klein Ausrüstungsgegenstände probieren und Probetragen um ein Gefühl über das Gewicht zu vermitteln.
Der Wind hielt jedoch ebenfalls an. Der Waffenständer viel ebenfalls wieder um, hier ist Nacharbeit angesagt um mehr Stabilität zu erreichen. Und plötzlich machte es ratsch… Eine Böe hatte am Pfosten die Plane des Unterstandes angehoben und der Nagel hatte die Zeltplan aufgeschlitzt. Jetzt aber schnell nachspannen und zusätzliche Befestigungen anbringen, damit nicht auch noch der Unterstand zusammenfällt. Wenigstens entschädigte uns das Wetter am letzten Tag, so daß wir im trockenen Zustand am Sonntagabend abbauen konnten.

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Wir danken allen Freunden und Bekannten für die Hilfe und Mithilfe beim Abbau nur so war es möglich im gewohnten zeitlichen Rahmen unsere Sachen zu verpacken und die Rückreise anzutreten. Unser diesjähriges Lager zu Freisen hat uns ganz schön gebeutelt und wird von den Vorgängen her sicherlich in der Winenheimer Geschichte nicht so schnell vergessen werden. Aber : Wir werden unter hoffentlich glücklicheren Umständen und mit reparierter Ausstattung und Zelten im nächsten Jahr wieder kehren.

Besuch bei Freunden

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Wie jedes Jahr findet am Zweiten Augustwochenende im Schlosspark zu Eichtersheim ein Mittelaltermarkt statt. In frühreren Jahren waren die Winenheimer hier stets mit einem Lager vertreten, aber seit 2 Jahren kommen wir nur noch als Besucher um alte Freunde und Bekannte zu treffen.

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Als wir gegen 11 Uhr 30 den Park betraten viel als erstes auf, dass es geradezu leer war. Kaum Besucher, aber auch jede Menge Platz und wo früher dichtgedrängt die Lager standen und kaum ein Durchkommen war- gab es diesmal jede Menge an Freiraum, wie die Abbildungen eindrücklich zeigen.
Erst gegen Mittag nahm der Besucherzulauf merklich zu, aber erst am frühen Nachmittag kam wieder das Gefühl wie früher auf in Angelbachtal zu sein, wenn auch die Besuchermassen sich auf den Tunierplatz, die Bühne und auf die tschechischen Schwertkämpfer verteilten und dazwischen immer noch genug Platz war um sich die Auslagen der Markstände anzuschauen und in aller Ruhe zu sehen was da so alles feilgeboten wurde. Das Angebot war recht vielfältig: man konnte Stoffe beim Stoffhändler erstehen, es waren 2 Keramikstände mit guten Angeboten vor Ort, bei einem gab es Vorführungen, ebenso beim Perlenmacher, so daß man auch die Produktentstehung verfolgen konnte. Auch bei so manchem Lager konnte man Neuerungen entdecken und es gab hie und da auch Vorführungen und Erklärungen. Besonders interessant war hierunter ein Gewichtswebstuhl, wo man das weben vergangener Zeiten gezeigt bekam. Auch Ragnars-Sauferei war vertreten und der neu im Angebot befindliche Rabarbasaft verlangte danach reichlich gekostet und verkostet zu werden. Schade dass dieser nicht in Behältnissen zu erwerben war. Aber auch der angebotene Met fand wie immer breiten Zuspruch und in mir einen dankbaren Abnehmer.

Mit dem Besuch des Marktes zu Angelbachtal kamen wir auch einer Einladung der Gruppe „Die Reisenden“ aus Mannheim nach. Wir fanden herzliche Aufnahme bei Iris und Gunther vom Föhrenhof, und Adela al-Raffadali und ihrem Gatten Ibn Turan Schah al-Raffadali. Bereitwillig wurde uns das Lager gezeigt und auch das Innere Zelte konnte begutachtet werden. Es ist schon erstaunlich was die befreundeten Familien so binnen kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Mit viel Liebe zum Detail und mit großem handwerklichen Geschick entstanden hier bei nicht nur die aufwendige Kleidung sondern auch so mancher Ausrüstungsgegenstand. Dank für die Einladung und für die geführten freundschaftlichen Gespräche aber auch Dank für die gereichten Getränke- und für das Erholen und Ausruhen während unseres Marktaufenthaltes. Wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen.

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Mit dem Besuch des Marktes zu Angelbachtal kamen wir auch einer Einladung der Gruppe „Die Reisenden“ aus Mannheim nach. Wir fanden herzliche Aufnahme bei Iris und Gunther vom Föhrenhof, und Adela al-Raffadali und ihrem Gatten Ibn Turan Schah al-Raffadali. Bereitwillig wurde uns das Lager gezeigt und auch das Innere Zelte konnte begutachtet werden. Es ist schon erstaunlich was die befreundeten Familien so binnen kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben. Mit viel Liebe zum Detail und mit großem handwerklichen Geschick entstanden hier bei nicht nur die aufwendige Kleidung sondern auch so mancher Ausrüstungsgegenstand. Dank für die Einladung und für die geführten freundschaftlichen Gespräche aber auch Dank für die gereichten Getränke- und für das Erholen und Ausruhen während unseres Marktaufenthaltes. Wir freuen uns schon auf ein baldiges Wiedersehen.

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Wie es der Zufall so will traf man zu Angelbachtal noch einen der ehrbaren Winenheimer Dienstmänner, Markus mit Knappe und Eheweib hatten sich ebenfalls auf den Weg begeben um zu sehen, was es hier wohl Neues gibt.
Ein neuerlich Rundgang durch die Lagerreihen führte uns zunächst zu den „Söldnern des Drachen“, alles Freunde und gute alte Bekannte der Winenheimer. Es konnten einige kurzweilige Gespräche geführt werden.

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Anschließend ging es weiter zu den Tempelrittern der Komturei Kurpfalz, da man dem Bruder Daniel mit seinen Mannen noch einen Besuch abstatten wollte. Aber man fand das Lager leer und verlassen vor- nicht einmal die obligatorische Lagerwache war vor Ort. Daher grüßen wir mit einem Gemälde aus unserem Fundus.

Mittelalterspectaculum zu Freisen 2008

Seyd gegrüßt ihr Wanderer im Netz und schauet, was euch die Dienstmannen zu Winenheim vom Mittelalterspectaculum zu Freisen im Hunsrück zu berichten haben.
Wie beratschlagt erhielten wir von einem uns wohlwollenden Kaufmann einen großen und schweren Wagen, so dass wir nur noch ein weiteres leichtes Fuhrwerk für unsere Reise über Mannheim – Kaiserslautern – Baumholder nach Freisen benötigten. Die Reise verlief ohne Zwischenfälle – wählten wir doch die gut ausgebauten Strassen – die uns direkt in den herrlichen Wildpark. Dort angekommen bauten wir auf dem uns vom Marktvogt Mathias Broszeit zugewiesenen Platz unser Lager auf. Da diesmal nicht alle Dienstmänner die reise antreten konnten und auch so manches Eheweib die weite Reise nicht mit antreten wollte fiel unser Lager dieses Jahr etwas kleiner als gewohnt aus. Das nachfolgende Bild kann Euch aber trotzdem einen guten Eindruck unseres Lagers vermitteln.

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Unser Lager zu Freisen, als die Welt noch in Ordnung war

Der Herr mag es anders als in Worms nicht so gut mit uns gemeint haben. Hatten wir doch von Freitag bis Sonntag wechselhaftes Wetter. Oft hatten wir mit dem Wind zu kämpfen und hätte sich nicht unser Dienstmann Nils immer wieder um die Spannung der Seile gekümmert, es wäre uns ein noch größerer Schaden entstanden, von dem wir euch noch berichten werden. Zu später Stund erreichte uns noch ein Bote mit trauriger Nachricht vom Ableben des Vaters derer zu Kahl, so dass die Dienstmannen Markus und Mathias mit Ihrem Knappen die rasche Heimreise antreten mussten. Derart geschwächt entschieden die Dienstmannen nicht an der Feldschlacht teil zu nehmen. Stattdessen teilten sich die übrig gebliebenen Dienstmannen die Lagerwache und kümmerten sich vor allem um die jungen Marktbesucher, die gerne unsere Rüstungen anprobierten und auch die Gelegenheit nicht ausließen mit dem Schwert einen mächtigen Streich auf unsere Schilde zu tun. Dennoch kam das Unglück einmal in Form einer Windböe über uns und zerriss unseren Unterstand. Darüber hinaus regnete es in der Nacht, so dass sich das Gewicht der Zelthaut von Dienstmann Kurt so stark erhöhte, dass die Speiche brach und Kurts ganzer Stolz in sich zusammenbrach. Wäre der Zeltbaumeister in diesem Moment anwesend gewesen, wir wissen nicht, was Dienstmann Kurt mit ihm angestellt hätte. Dennoch war der Markt wie immer gelungen. Der Marktvogt Mathias kümmerte sich fürsorglich um die Belange der Händler und Lager. Darüber hinaus spendierte er sogar einen Teil seines Waldes, so dass die Feuer in den Lagern am Abend und in der Nacht nur so züngelten.
Darüber hinaus konnten die Dienstmannen wieder viele Gäste begrüßen. So wären hier Steffi und Ulli mit ihrem Bekannten und die Reisenden aus Mannheim zu nennen. Der Markt wurde zeitweise von allerlei einfach Volk überflutet, so dass die Torwachen mit dem Eintreiben des Torpfennigs kaum noch nachkamen.

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Liebe Gäste Ulli und Ulf Rechts: Die Reisenden aus Mannheim

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Der Markt zu Freisen

In diesem Sinne würden wir uns auch freuen, wenn unsere Bewerbung für das Jahr 2009 von Erfolg beschieden ist.

Eure Seele fahre wohl bei Eurer weiteren Reise im Netz

Jürgen der Söldner von Seeheim