Archiv der Kategorie Märkte und Aktivitäten der Dienstmannen

Marktbesuch in Hockenheim

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Am Freitag machte ich mich mit meiner Tochter auf den Markt in Hockenheim zu besuchen. Da ich kurz nach der Markteröffnung um 16:00 dort war, fand ich schnell einen Platz an dem ich meine Kutsche abstellen konnte. Am Eingang musste ich zwar der Kassiererin erklären, dass man auf Mittelalter Märkten die Sache mit dem Schwertmaß für Kinder etwas dehnbarer sehen kann, aber sie hat es verstanden und so musste nur ich den ermäßigten Eintritt von 4 Silbertaler berappen. Der Markt ist sehr schön aufgeteilt zwischen Verkaufsständen und Lager. Auch gibt es genügend Toiletten Container und für die Lagerleute sind Duschcontainer vorhanden. Die Verkaufsstände sind gut gewählt und der Besucher wird von Sachen, die nicht im Entferntesten mit dem Mittelalter zu tun haben verschont. Auch bei der Verpflegung ist meines Erachtens eine gute Wahl getroffen worden, es gab Flammkuchen, Wildschweinbratwürste, diverse Sauerteigfladen und einen Crépes-Stand. Was einem am meisten ins Auge stach, war ein Getränkestand, welcher die Form eines Drachenbootes hatte und dessen Besatzung es verstand die Leute anzulocken.

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Des Weiteren befand sich ein kleiner Badezuber auf dem Gelände und zur Freude meiner Tochter ein Stand von Dattelschlepper. Dem Besucher wurde auch ein Ritterturnier in einer Arena geboten und ein Reisendes Burgtor aus Holz nebst Zugbrücke und zweier Wachtürme. Alles in allem von den Organisatoren ein sehr schön angelegter Markt und was sehr wichtig ist, die Lagerleute werden auch von der Orga sehr gut betreut, wie mir berichtet wurde. Es wurde für genügend Strohballen und Feuerholz gesorgt, auch werden die Toiletten regelmäßig gereinigt. Bei dem am Donnerstag stattgefundenen Umzug mit Einmarsch auf den Markt, wurde den Teilnehmern auf halber Strecke Wasser in Bechern gereicht und die Becher nach 100 Meter wieder eingesammelt.

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Ein Meckerpunkt gibt es aber leider auch zu berichten und dieser betrifft die allseits geschätzten Touris. Es ist scheinbar wirklich schwer von den Leutchen zu verstehen, dass man nicht so einfach durch jedes Lager laufen kann ohne vorher um Einlass gebeten zu haben. Als ich mich zur Verabschiedung unseres Bekannten Ingo (wo her hab ich leider wieder vergessen, das Alter zeigt seine Spuren) in dessen Lager begab, stolzierten innerhalb kürzester Zeit Leute durch das Lager nur um den Weg abzukürzen, was ich persönlich als bodenlose Unverschämtheit empfand.

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Nach kurzweiligen 4 Stunden machte ich mich mit meiner Tochter dann wieder auf den Heimweg, mit der Erkenntnis den Winenheimern würde dieser Markt auch stehen und die Winenheimer würden diesem Markt auch stehen,

Andreas von Fidtenheim

Worms 2011 - Dank an die Orga

Das Spectaculum im Wormser Wäldchen fand in diesem Jahr zum 10. Male statt. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass um den Veranstalter für all die Mühen um die Organisation und den Ablauf zu danken. Die Gruppe um Klaus Susemichel (Marktmeister) und Uwe Hildenbeutel als Zuständiger für die Lagergruppen, sowie all die vielen hier nicht genannten Mitarbeiter und Personen die sich im Netzwerk Lebendiges Mittelalter zusammenfanden haben es bisher immer wieder geschafft ein interessantes, friedliches Mittelalterfest zu organisieren und durchzuführen. Bei der großen Anzahl an Lagergruppen und Händlern ist es sicherlich nicht möglich immer allen Anforderungen gerecht zu werden.
Wir: Die Dienstmannen zu Winenheim bedanken uns für die schönen und ereignisreichen Stunden die wir bisher als teilnehmende Lagergruppe in Worms verbringen durften. Die Winenheimer waren erstmals als Lagergruppe bei der 1250 Jahr Feier in Pfeddersheim mit dabei. Dann als Besucher im Jahre 2006 erstmals auf dem jetzigen Veranstaltungsgelände und seit 2007 regelmäßig als Lagergruppe auf der jährlichen Veranstaltung vertreten. In diesem Zeitraum  von jetzt immerhin fünf Jahren in Folge lässt sich an Hand der sich in unserem Archiv befindlichen Bilder auch die Entwicklung der Dienstmannen als Lagergruppe aufzeigen. Die Teilnahme an der Feldschlacht oder die Übernahme der notwendigen Wach- und Kassendienste haben wir nie als Belastung sondern als unseren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung gesehen. Daher wünschen wir uns für die Zukunft ein Fortbestehen der Veranstaltung im gewohnten Rahmen. Die in den letzten Jahren stetig ansteigenden Besucherzahlen belegen ein hohes Interesse seitens der Bevölkerung, das auch einher geht mit  einer ständigen Qualitätssteigerung seitens der anwesenden Händler. Dies alles trägt mit dazu bei dass gerade Worms in unserer Region mittlerweile einen vorzüglichen Ruf innerhalb der Szene besitzt.
Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen. 

Herzliche Gratulation zum 10 jährigen Jubiläum


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Zu Gast …

Anlässlich der Pilgerfahrt nach Worms war es mir Bernard de Noyer und meinem Weibe Joveta sowie meiner holden Tochter Clarice vergönnt, uns unter den Schutz der Dienstmannen zu Winenheim zu stellen und die Markttage behütet in Worms zu verbringen. Es war für uns die Gelegenheit unseren Sohn einmal wiederzusehen, der seit geraumer Zeit bei Ritter Mathias dient und wir konnten uns von seinen Fortschritten im Waffengang und beim Erlernen seiner ritterlichen Tugenden überzeugen. Es gestaltete sich bereits die Anreise in einem großen Tross als wahrer Glückstreffer und wir wurden weder von Wegelagerern noch anderem Gesindel heimgesucht und sicher nach Worms geleitet. Zur Rast wurde stets offenes Gelände gewählt und so konnte ich meiner Tochter gestatten sich ein wenig frei zu bewegen ohne von einer Horde Wachen umlagert zu sein. Trotz allem ging einer der Pilger verloren, aber sein wahrer Glaube führte ihn zu rechter Zeit auf den rechten Weg. In Worms angekommen war es beeindruckend mit welcher logistischen Kunstfertigkeit ein solches Heerlager aufgebaut wird und wie schnell die Karren und Pferde abgeladen sind und alles seinen Platz gefunden hat. Auch uns hatte der Trossmeister ein Plätzchen angewiesen und wir taten unser Bestes um mit der Geschwindigkeit der Dienstmannen Schritt zu halten. Es war uns also vergönnt sonnige, heiße Tage mit den Dienstmannen zu verbringen, an ihrer Tafel Platz zu nehmen, Speisen und Getränke zu teilen und ihre tiefe Gottverbundenheit und Ernsthaftigkeit zu erleben sowie ihre Disziplin zu bewundern. Ihre Gastfreundschaft kennt keine Grenzen und so war im Lager ein stetiges Kommen und Gehen, alte Freundschaften wurden aufgefrischt oder neue geschlossen. Die Tage in Worms vergingen viel zu schnell zwischen all den Pflichten und Notwendigkeiten. Nach den ersten Tagen zeichnete sich am heiligen Sonntag alsbälde ab, dass jeder der Ritter, Knappen, Weiber und Mägde und auch die Kinder, die nötige Läuterung erfahren hatten und eine gewisse Ruhe und Gelassenheit in den Zelten einkehrte. Als der Abend nahte, das Küchenfeuer gelöscht war und die Vorräte längst erschöft waren, wurde mit der gleichen Geschwindigkeit das Lager abgeschlagen, die Karren und Tiere beladen und die weite Heimreise angetreten.

Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir gestärkt im Glauben, gefestigt in unseren Zielen und mit großer Demut im Herzen am späten Abend in die Auen zu Berkenowa zurückgekehrt sind.

Worms 2011

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Der Pilgerzug des Winenheimer Aufgebotes ist Geschichte nachdem alle Teilnehmer wohlbehalten und diesmal aber schweißtriefend in die jeweiligen Heimatorte zurückgekehrt sind. Wie in den letzten Jahren schon zur bewährten Tradition geworden rüsten sich die Mannen und Frauen in der Mehrzahl schon Donnerstag zum Heerzug um in Ruhe und Beschaulichkeit das Lager zu errichten und somit dem freitäglichen Aufbaustress zu entgehen. Das diesjährige Geschehen war geprägt von mancherlei Herausforderungen, denn das Heerlager der Winenheimer war noch nie so groß und es waren noch nie so viele Materialien zu transportieren und Mäuler zu stopfen wie in diesem Jahr. Trotz vieler gehegter Befürchtungen lief alles reibungslos und zur Zufriedenheit hoffentlich aller Teilnehmer ab.
Zur Mannschaft selbst gesellten sich eine ganze Reihe von Gästen und bedingt durch die herrschende  tropisch heiße Witterung musste einige Aktivitäten leider in die Abendstunden verlegt werden, was aber der Stimmung keinen Abbruch tat. Dazu gehörte gerade am Samstagabend und vor allem am Sonntag so manch sorgenvoller Blick gen Himmel verbunden mit der Hoffnung das „Gemeldete“ sollte doch bitte diesmal das Wormser Wäldchen verschonen. So geschah es auch, die Gewitterfront löste sich auf oder zog nordwärts und es fielen nur einige wenige Tropfen. So mancher hätte sich gerne in Anbetracht der äußerst warmen Witterung einige Stunden der letztjährigen Veranstaltung gewünscht um etwas Kühlung zu erhaschen. Bereits der Einzug der „Kumpaneien“ am Freitag war eine kräftezehrende und schweißtreibende Angelegenheit, so dass man sich entschloss nur das allernotwendigste anzulegen. Üblich war hier wieder die schon traditionelle Findung des Standplatzes für den Einzug. Dieses Ritual des Schiebens und Aufrückens gehört eben einfach zur Eröffnung hinzu. Glücklicherweise war diesmal der Weg deutlich verkürzt, ebenso auch die Vorstellung der Gruppen (eigentlich schade, denn wir hatten hierzu kurzer Hand noch etwas einstudiert), aber die gewohnte Vorstellung hätte einige Zeit beansprucht und den anderen Teilnehmern auch einige zusätzliche Sonnenstunden beschert.

Gehen wir jedoch in unserer Berichterstattung der Reihe nach vor.

Am Donnerstag gegen die neunte Stund war das Treffen der Teilnehmer vor dem Kontor zu Winenheim angesagt. In der Tat fanden sich diesmal alle nahezu vollständig und pünktlich ein. Der zu bewegende Materialberg war beträchtlich, denn das Lager war noch nie so groß wie diesmal. Nach der Vorbereitung des großen Fuhrwerkes begann die planmäßige und diesmal routiniert ablaufende Verladung.

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Die Getränke zuerst, dann die Materialkisten, Stangen für die Absperrung, sowie die Zelte, die Tische und Bänke, die Einzelteile der Feuerstelle, Brennholz, die persönliche Habe der Dienstleute, sowie die Lagerausrüstung: Kochtöpfe, Wasserbehälter, Waffen, Lanzen und Schilde und was der Dinge mehr sind. Bei der Beladung des Kastenanhängers lief es diesmal ebenfalls  rund.Teil um Teil verschwand auf den Ladeflächen und einige Teilnehmer hatten ihrerseits weiteres Material bereits in den eigenen Fahrzeugen verstaut. Trotz der in der Vorbereitungsphase geäußerter  Befürchtungen gelang es innerhalb von zwei Stunden das Beladen abzuschließen, so dass man insgesamt früher damit fertig war als geplant. Man entschloss sich daher ein gemeinsames Frühstück vor den Toren unserer Heimatstadt einzulegen. Die einzelnen Fahrzeuge wurden besetzt und begaben sich dann auf den Weg zum verabredeten Rastplatz. Es kamen auch alle da an nur das Seeheimer Fuhrwerk blieb verschollen, was wieder einmal für entsprechenden Gesprächsstoff unter den Teilnehmern sorgte.Die Zeit verfolg recht kurzweilig und schnell und alsbald traf dann auch der magische Bote ein, der uns übermittelte, dass der Seeheimer mit seinem Gespann schon zu Worms auf dem Platz stand und dass dieser Platz auch noch die Nummer 13 hatte. Na wunderbar- da passte wirklich wieder alles zusammen. Die Fahrt wurde fortgesetzt und alsbald fanden sich sämtliche Fahrzeuge vor Ort ein und man begann sogleich mit dem Abladen, da die Fahrzeuge so schnell wie möglich das Gelände wieder verlassen sollten.Schon im Vorfeld hatte man sich Gedanken über den Lageraufbau gemacht und einen Aufbauplan entworfen.
Der Platz war frei von Bäumen. Die Lage der Lagerstrasse war auch ersichtlich, so dass man genau nach Plan vorgehen konnte. Es war nur zu klären wo welche Zelte stehen sollten. Das war alles schnell entschieden und es türmten sich die Materialen in der Mittagssonne. Jetzt war auch dem letzten klar, dass der Aufbau zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden würde. Nach einer Orientierungsphase und bedingt durch die vielen verfügbaren Hände kam man recht schnell voran und so gegen die sechste Nachmittagsstunde, war das wesendlichste erledigt und man konnte mit der Einrichtung der jeweiligen Behausungen beginnen.

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Die beigefügten Bildnisse zeigen hierbei gewisse Eigenheiten auf. Für die anwesenden Damen war ganz wichtig, dass zunächst der Kleiderständer ausgeladen wurde, damit die Gewandungen nicht knittern. Jürgen von Seeheim war neben dem frisch gebügelten Waffenrock insbesondere die Replik seines Trinkgefäßes sehr wichtig, da er zunächst diese Gegenstände ans Tageslicht beförderte und in Sicherheit brachte.

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Nachdem die Zelte standen und die wesendlichen Teile des Lagers eingerichtet waren verbreitete sich das übliche Hungergefühl, so dass eiligst die Lagerküche in Funktion gesetzt wurde. Die Mannschaft hatte sich tagsüber an der Notration gütlich getan, aber nunmehr war die Zeit des Erholens und der Ruhe angebrochen. Dennoch war die Gemeinschaft von der Aufbauarbeit und der Hitze gezeichnet und nach der Pause galt es in einer letzten gemeinsamen Anstrengung die Kisten und Kasten in den verschiedenen Zelten zu verstauen. Sichtlich zufrieden mit sich und der erbrachten Leistung klang der Tag wohl mit einem kleinen Gelage aus, jedoch wurde auf die übliche Mitternachtsverpflegung verzichtet, da sich doch schon einige der Teilnehmer auf ihre Strohsäcke begeben hatten.

Oh Schreck der Met ist weg ….

Die Winenheimer haben im Vorfelde des Wormser Heerzuges bei unserem Hoflieferanten eine größere Menge, eines im letzten Jahre bereits verkosteten Mets geordert und diesem aufgetragen,  ja bereits am Donnerstagabend zur Stelle zu sein, damit wir am abendlichen Begrüßungsumtrunk nicht auf dem Trockenen sitzen. Der Händler war da, einige der Mannen waren auf dem Weg das Bestellte abzuholen, als die Kunde eintraf dass die georderte Sorte nicht im bestellten Umfange verfügbar war. Nun war guter Rat teuer, man kaufte zunächst die Restbestände in Behältnissen und versuchte dann über die Verkostung einen atequaten Ersatz zu finden, was aber nur leidlich gelang. Auch die Meldung, dass es zukünftig Veränderungen seites des Lieferanten gebe trug auch nicht gerade dazu bei die Stimmung zu verbessern.
Zukünftig wird es wohl so sein, dass die Winenheimer auch ihren eigenen Hypogras selbst herstellen. Erste Versuche in dieser Richtung durch Sven von Winenheim sind vielversprechend und verlangen nach mehr.

Die Anreise und der Aufbau bereits am Vortage der Veranstaltung bringt einen ennormen Zeitvorteil und man kann hierbei viele Dinge in Ruhe erledigen und den anderen Gruppen auch beim Lageraufbau zuschauen. Probleme gab es keine und man konnte sich auf einen schönen geruhsamen Markt freuen. Nils übernahm wie immer die Nachtwache, während Konrad ihn in der Regel des Morgens in der früh ablöste und dafür sorgte, dass das Feuer nicht aus ging. Dennoch waren die Nächte recht kurz und bei den verschiedenen Gelagen wurde so manche Episode aus der Winenheimer Geschichte zum Besten gegeben. Zahlreich waren auch die Besuche von alten- und auch neuen Bekannten. Zahlreich auch die Becher und Krüge die dabei geleert wurden und des Tages Wärme lies in der Tat einen stetigen großen Durst erwachsen, so dass der Mundschenk sich sputen musste.

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Hier ist Winenheim das gesamte Lager zu Worms 2011 

Der Tag der Eröffung

Am Freitag zur 12. Stund ward von der Tross- und Marktmeisterei zur großen Besprechung gerufen. Hierbei wurden Informationen zum Marktablauf und zur allgemeinen Sicherheit gegeben. Verkündet wurde wo es Stroh für die Lagerstatt und oder Holz fürs Herdfeuer gab. Die Besprechung führt immer zu einem allgemeinen Hallo, da man hier alte Bekannte aus den verschiedenen Lagergruppen trifft. Wesendlichster Teil der Besprechung ist jedoch die Einteilung der notwendigen Wachdienste und Kassendienste für die jede Lagergruppe einige Leute abzustellen hatte.
 

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Markteröffung und Vorstellung der teilnehmenden Lagergruppen 

Anschließend galt es den Außenbereich des Lagers fertig zu stellen, Gerätschaften aufzustellen und diverse Waffen und Ausrüstungsgegenstände entsprechend zu präsentieren sowie die einsehbaren Bereiche der Zelte in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Da bereits um 14 Uhr der Markt für das Publikum geöffnet wurde blieb für diese Tätigkeiten kam Zeit übrig. Während des Tages stieg die Temperatur  wieder deutlich an. Der um die sechste Nachmittagsstund angesetzte Einzug der Kumpaneien, zur offiziellen Eröffnung des Marktes wurde zu einer schweißtreibenden Angelegenheit. Daher wurde auch beschlossen auf gewisse Rüstungsteile zu verzichten und trotzdem Rann der Schweiß in Strömen. Während in den letzten Jahren der Umzug in einem großen Bogen um den Händlerbereich geführt wurde, war diesmal die Wegstrecke deutlich verkürzt – dennoch waren wir alle froh, als wir uns im Lager wieder der Dinge entledigen konnten.

 

Lagerleben und Angebote

Da in diesem Jahr erstmals keine Feldschlacht stattfand und in Folge der gewachsenen Teilnehmerzahl, war das Lager immer gut besetzt, so dass man dem Publikum auch einiges zeigen konnte: Brettchenweben, mittelalterliche Tafel, mit entsprechendem Geschirr, die Zubereitung von Speisen, aber auch erstmals das Schlagen von Münzen. Hier konnten die Gäste selbst eigene Münzen schlagen und sich über die verschiedenen Zahlungsmittel und deren Herstellung informieren.

 

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Jürgen von Seeheim, hatte hierfür nach langer Vorbereitungszeit die notwendigen Werkzeuge und Prägestempel hergestellt. Der Feldversuch unter Publikum zeigte, dass nur noch einige Kleinigkeiten verbessert werden müssen: (ein schwererer Hammer und der ambientetaugliche Einbau der Halterungen in einen Holzklotz ), dann steht dem Betrieb der Münzerei als Bestandteil der Lagervorführungen nichts mehr im Wege.

 

Wachdienste:

Wir mussten diesmal auch wieder „nur“ 2 Wachdienste absolvieren und zum ersten Male in der Winenheimer Geschichte gab es mehr Freiwillige, so dass die Mannschaft zur Halbzeit einfach ausgetauscht wurde. Die Truppe wurde teilweise durch die Küchenmannschaft fern verpflegt, was an der Kasse, beim Dienstpersonal des Veranstalters Begehrlichkeiten weckte, da Konrad die Hälfte seines Brotes an das Kassenpersonal weitergab, während die andere Seite leider leer Ausging. Wir übernehmen die Wachdienste sehr gerne, weil es Spaß macht und man mit den Besuchern in Aktion treten kann. Da diesmal die Feldschlacht ausfiel gab es auch keine personellen Probleme.


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Wenn aus Rittern Bauern werden… oder die Inflation der Strohhüte

Unter den Händlern war einer zu finden, der neben Fellen auch recht stabile Strohhüte feil bot. Bedingt durch die große Hitze, ging ein raunen durch die Dienstmannen und nahezu alle machten sich auf den Weg um einen dieser Hüte zu erstehen. Da mit zunehmender Wärme auch immer weitere Kleidungsstücke abgelegt wurden konnte man den Eindruck erlangen, dass die Winenheimer nunmehr eine Zweitdarstellung als Landsassen aufbauen wollten.

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Sven schnitzte aus leider Verzweiflung aus Holzresten schon Fische um sich eine, wenn auch nur gedankliche Abkühlung zu verschaffen. Einige der Aktivitäten wurden daher auf die Abend bzw. Nachtstunden verlegt. Die Mannschaft entdeckte nahezu täglich das Zubern, was zunächst der Reinlichkeit diente- aber sie kamen stets in einem stärkeren, erhitzten inneren Zustand zurück, da sie den Wasserverlust stets durch den Konsum anderer wohlschmeckender Wässerchen ersetzten.

Verpflegung

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Nein Hunger leiden das mussten die Winenheimer diesmal wahrlich nicht, den die Küche lief wieder zur Höchstform auf so dass sogar die Besucher ihr Augenmerk auf unsere Kochstelle richteten und am liebsten einen Teil davon abhaben wollten. Trotz der anfänglichen Befürchtungen hinsichtlich der großen Anzahl der Lagerteilnehmer konnten alle bestens verpflegt werden. Insbesondere unsere Knappen Nico und Maximilian bilden mittlerweile die Kernmannschaft der Kocherie. Verstärkt wird die Gruppe durch unseren Leutpriester Andreas. Das Team schaffte es über alle Tage hinweg ein gutes Essen aufzutafeln, das sicherlich auch höheren Ansprüchen gerecht wurde. Ebenso wurde die Tradition fortgeführt, die Wachmanschaft zur Zeitenwende mit einem warmen Happen wieder aufzurütteln. Auch der von Sven von Winenheim angesetzte Hypogras fand schnellen und rasenden Absatz (auch bei unseren Besuchern), das sich hierbei um ein ganz besonderes Tröpfchen handelt das zukünftig nach (Viel)- mehr verlangt.

Der Markt

Es gab wieder vieles zu sehen: Nicht nur bei den Händlern, sondern auch bei den verschiedenen Lagergruppen, fanden sich gute Erzeugnisse, die feilgeboten wurden. Seit geraumer Zeit  wird von der Marktleitung strikt das Ziel verfolgt die Qualität des Marktes insgesamt weiter zu bessern, nicht nur durch eine gezielte Auswahl von bei den Händlern sondern auch bei den Lagergruppen. Auch die vor Jahren noch heißgeliebten Steckstühle sind zwischenzeitlich nahezu gänzlich verschwunden. In diesem Jahr waren eine ganze Reihe neuer Gruppen erstmals vertreten.

 

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Auch die Winenheimer fanden wieder einige Dinge zur Verbesserung der eigenen Ausstattung, darunter die schon  erwähnten Strohhüte aus der Kreuzfahrerbibel, neue Holzteller vom Drechsler und Repliken  zweier Trinkgefäße aus Waldglas für die herrschaftliche Tafel. Andere Dinge, wie Garnspulen konnten bestellt werden. Bei den verschiedenen Lagergruppen kann man sich viele Anregungen zur Verbesserung der eigenen Ausstattung holen, oder auch Bezugsquellen für diverse Materialien erfragen, so dass man in der Regel immer etwas verwertbares findet.

Leider litten die diesjährigen Aktivitäten unter der teilweisen sehr warmen Witterung. Am Sonntag galt der sorgenvolle Blick mehrmals dem Wettergeschehen. Zum Glück verzog sich das aufziehende Gewitter, so dass nur wenige Tropfen fielen, die als willkommene Abkühlung aufgenommen wurden

 Abbau

Um die sechste Nachmittagsstund am Sonntag hieß es dann zusammenpacken. Der Abbau und das „Einpacken“ geht meist schneller als der Aufbau. Zelt für Zelt wurde abgebaut, das Material gestapelt und als die Fahrzeuge dann zur Stelle waren, recht schnell verladen. Nach der gemeinsamen Rückkehr wurden die Fuhrwerke entladen und das Material im Kontor eingelagert und wartet da auf seinen nächsten Einsatz. Worms 2011 war Geschichte und die Lagerteilnehmer fuhren mit den unterschiedlichsten Eindrücken aber auch etwas müde zurück in ihre jeweiligen Heimatorte.

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Freienfels 2011

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Der Name ist Programm und die Wege der Winenheimer dahin und zurück ebenfalls. Die Lagersaison beginnt mit Freienfels und man benötigt wohl diese Mischung aus Hitze, Kälte, Gewitter und Regen verbunden mit einigen Sturmböen um nach der langen Zeit der Winterruhe aufzuwachen und dann festzustellen:
Es ist wieder Lagerzeit und die Mannen gehen wieder auf  Pilgerreise.
Am Freitag morgen gegen die 7. Stunde begann die Hektik, denn die Kisten und Kasten, wurden auf das kleine Fuhrwerk verfrachtet und dann ging es zum zentralen Magazin der Mannen, wo man sich um die 8. Stund treffen wollte um das eingelagerte Material auf die verschiedenen Fuhrwerke zu verladen. Gemäß den früheren Erfahrungen, dass zur genannten Zeit im Grunde nur einer der eifrigsten Leute pünktlich vor Ort war, war es diesmal etwas anders, denn um die genannte Zeit fanden sich doch einige der Mannen ein. Hoffnung erfreute das Herz und die Seele fasste Mut, dass in diesem Jahr der Tross sich rechtzeitig und vollständig auf den Weg machen kann.Im Vorfeld des Pilgerzugs gen Freienfels wurden die Mannen schon schwer gebeutelt, denn durch den dortigen Platzmangel bedingt wurde die zur Verfügung gestellte Lagerlagerfläche zwei mal reduziert, so dass man diesmal mit kleinem Gepäck reisen musste und die standesgemäßen Zelte der Edelleute diesmal im Magazin verblieben, genauso, wie manches liebgewordene und der Bequemlichkeit dienende Zubehör. Wie nicht anders zu erwarten ging wieder alles kreuz und quer und die Beladung alles andere als geordnet zu, obwohl der Seeheimer Tross diesmal pünktlich, ausgeruht und mit dem richtigen und funktionierenden Verbindungsstück zu Stelle war. Darüber hinaus erhielt der große Bagagewagen ein komplettiertes Gestell auf dem vor allem die langen Zeltstangen ordnungsgemäß verstaut werden konnten.

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Dennoch das Anpassen der Bolzen brauchte seine Zeit, so dass die Zeit voranschritt, ebenso wurden die Hoffnungen begraben, wenigstens diesmal rechtzeitig die Reise antreten zu können. Man entschloss sich daher zunächst zwei der Mannen als Kundschafter und Vorauskommando auf den Weg zu schicken und statte diese mit den notwendigen Unterlagen aus, um dort vor Ort den zugewiesenen Platz in den Lagerreihen in Beschlag zu nehmen und ja darauf zu achten, dass niemand dessen Grenzen unterschritt, damit die verfügbare Fläche nicht noch kleiner wird. Nachdem alles auf den Wagen verstaut, die großen Kontortore geschlossen waren, die persönlichen Habseligkeiten kontrolliert, machte sich der Rest der Mannschaft auf den Weg.
Zur Anreise gibt es selbst nicht viel zu sagen nur dass das Gefühl aufkam irgend etwas wichtiges zu Hause vergessen zu haben. Über die anderen Dinge wollen wir hier nicht reden, da diese selbstverständlich sind, da die einen Pferde nach der Tränke verlangten und die anderen unterwegs auch ihre Hufe kontrollieren mussten. Die mitfahrenden beiden Knappen wurden während der ganzen Fahrt vom Schlaf übermannt und bekamen vom Geschehen recht wenig mit.Das Vorauskommando war unterwegs, der große überholte den Kleinen und machte dann Zwischenstopp, während der Kleine dann wieder den Großen überholte und von da an verschollen blieb. In der Nähe von Usingen erhielten wir dann die frohe Kunde, dass der Lagerplatz in Besitz genommen war und sämtliche Formalitäten bereits erledigt seien und das Vorauskommando den Platz bewachen würde. Als wir dort an kamen fanden wir die Wache vor, die sich recht gemütlich und bequem eingerichtet hatte. 

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Sogleich begann man mit dem Entladen der Fahrzeuge. Geraume Zeit später fand sich dann auch das letzte Trossfahrzeug auf dem Platze und mit dem routinierten, eingespielten Team, verstärkt durch zwei kräftige, ausgeschlafene Knappen  klappte diesmal alles wie am Schnürchen. Zumal wie immer die als erstes benötigten Kisten sich stets auf dem letzten eintreffenden Fahrzeug befinden. Ebenso suchen die Mannen stets auf neue nach den Hämmern um die Zelteisen in den Boden zu schlagen.

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Aber es wäre schön wenn wirklich alles glatt verliefe, denn das schlechte Gefühl etwas wichtiges vergessen zu haben bewahrheitete sich sehr schnell. Das Kochzelt war dabei, aber die Stangen nicht. Daher machte der „Seeheimer“ kurzerhand einen kleinen Waldspaziergang und hat just zwei passende Hölzer gerade so liegen sehen. Trotzdem fehlten noch die hinteren Stützen für das Kochzelt. Hierfür mussten kurzerhand zwei Lanzen daran glauben. Da man auf den kleinen Tisch verzichtete und das Geschirr sowieso auf das Küchenregal stellen wollte- Auch hier stellte man beim Aufbau fest:  das Regal war nicht vor Ort, so dass auch hier aufs Neue improvisiert werden musste.

Der Anreise und Aufbautag ging zu Ende, man hatte sich in den jeweiligen Zelten häuslich eingerichtet, die Uhr und den Gehörknochen weggesperrt und in die jeweilige Gewandung gesprungen.

Zwischenzeitlich meldete sich der Hunger und die Kochstelle wurde in Betrieb gesetzt. Hausmannskost war angesagt- Gemüse schnippeln, Wasser holen, erst mal Töpfe putzen, hatte doch das ganze Zeugs seit Freisen kein Tageslicht mehr erblickt. Derweil wanderte, wie schon während der Aufbauzeit, so manche der mitgebrachten Notverpflegung durch den Schlund der hungrigen Meute. Auch das mitgebrachte Brot wurde schon recht knapp- und es sollte Wildschweinrücken mit diversem Gemüse und Gewürzen geben was aber einer relativ langen Garzeit bedurfte. 

 

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Derweil gingen die hohen Herren, ihrer neu entdeckten Leidenschaft nach dem Zubern. Bei 45 Grad, bei Met und anderen Annehmlichkeiten über die an dieser sicherlich nicht berichtet werden kann und darf verging die Zeit wie im Fluge. Derweil das Abendmahl durch den Wasserentzug immer mehr schwand. Der Rücken zu einem Rückchen wurde und die Knappen es nicht vermochten das Teil in die benötigte Anzahl gerecht zu teilen, wohl dem wer eine sieben von einer acht unterscheiden kann.

Derweil machten sich Mathias und Konrad fertig, denn um 20 Uhr  ward am Tunierplatz eine Informationsveranstaltung angesetzt, wobei es erstmals in der Freienfelser Geschichte darum ging einen Wachdienst an den Zollstellen einzurichten und mit den verschiedenen Lagergruppen zu besetzten, damit ein jeder angehalten war, seinen Obulus zu leisten.

Für die Winenheimer war dies ja schon von Worms her gewohnter Alltag und mit einem zweistündigen Wachdienst am Samstag kamen wir gut zurecht. Durch zahlreiche Fragen und Anmerkungen dauerte die Besprechung länger als erwartet und als Konrad und Mathias wieder im Lager eintrafen, herrschte dort eitel Stimmung da die Herrschaften etwas sehr angeheitert vom Zubern zurück waren und sich zwischenzeitlich über das Abendessen hergemacht hatten. Als wir von unserer wichtigen schwierigen Mission wieder ins Lager zurück kamen waren die Töpfe nahezu leer, so dass  um zum satt werden nur noch die spärlichen Reste zusammengekratzt werden konnten.

 

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Die Mär von Alberich - unserem Hufschmied
Auf dem Lagerplatze zu Winenheim wurde ein neues wundersames Zelt aufgebaut in diesem hatte sich unser Hufschmied so gut es eben ging eingerichtet. Das Zelt besitzt einen tiefen Keller und einen geräumigen Speicher, so könnte man vermuten. Denn so manche Kiste, Lagerstadt und Material verschwand in seinem Inneren, ebenso eine komplette Waffensammlung, diverse Werkzeuge, die persönliche Rüstung, Schwert und Schild, Getränke und ein großes Luftbett. Daneben sollte noch seine komplette Familie mit Frowe und Kind hier ebenfalls noch Quartier beziehen…

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Es zeigte sich jedoch, dass es ging- und als die Familie am kommenden Tage eintraf hatte er war sogar aufgeräumt, aber den Namen den der “Seeheimer” am Vorabend prägte dürfte unser Sven für allezeit behalten.

Ein Gewürz Namens Hildegard
Der Abend war kühl und lang, die Herren vom Zubern recht erheitert als Jürgen von Seeheim mit einem Gewürz auf den Plan kam, das er von seiner Frau vor einiger Zeit erhalten hatte. Diesem Gewürz wurden Heilkräfte zugemessen da die Inhaltsstoffe aus dem Garten der Hildegard von Bingen entstammen sollten. Aber anstatt damit am kommenden Tage die Mahlzeit zu verfeinern, kam letztlich auch die Sprache darauf ob man die Mischung der Heilkräfte wegen nicht direkt verzehren könne. Was auch in der Tat von einigen der Mannen ausprobiert wurde um als Ergebnis desselben auch nicht gerade gut mundete. Doch damit nicht genug! Auf Grund der enthaltenen Heilkräuter, so wurde vermutet müsste es doch möglich sein diese über die Nase dem Körper direkt zuzuführen, damit diese Ihre Wirkung da entfalten könnten. Das brachte die Lösung die Mannen schnupften das Zeug und die enthaltenen Gewürze, jedenfalls darunter Pfeffer; Majoran und andere Bestandteile verfehlten Ihre Wirkung nicht. Jedenfalls nach dem großen Niesen setzte bald eine große Ermattung ein, denn als Schlafmittel war diese Mischung auf jeden Fall brauchbar und nützlich.

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Die Experimente beginnen und entfalten nach kurzer Zeit ihre Wirkung

Ansonsten war die Nacht von Freitag auf Samstag eben wieder eine „Freienfelser“ Nacht. Von dem laut Wetterfrosch gemeldeten „gefühlten 10 bis 12 Grad“ keine Spur- eher so gegen 3 bis 4 Grad sowie ab und an etwas böiger Wind trugen dann wieder dazu bei, dass es für den armen Konrad wieder die Nacht der Nächte wurde, zumal die dicke und dichte Winterdecke diesmal in der heimischen Burg verblieb. Also machte man es sich so gut es ging am Feuer bequem, schaute in den schönen klaren Sternhimmel und betreute mit Nils zusammen das Herdfeuer, währenddessen  Jürgen von Seeheim ganze Wälder zu Brennholz verarbeitete.Als der Tag dämmerte, ward Wasser aufgesetzt, damit die Herren, wie gewohnt ihr Frühstück einnehmen konnten. Darüber hinaus galt es das Lager zu säubern, aufzuräumen und die Hinterlassenschaften des Vorabends zu beseitigen.Als die Sonne höher stand und die Wärme zurückkam, ward es Zeit sich auf die Lagerstatt zu begeben um noch etwas von dem erholsamen Schlafe zu erhaschen bevor das Markttreiben einsetzte.

Samstag der Zweite Tag

In des Tages Frühe machte sich Alberich mit den beiden Knappen voll bepackt mit seiner Waffensammlung auf den Weg um den ganzen Kram zum Markttrödler zu bringen damit er Ihn ans Volk verkaufe, denn zur Abrechnung am Sonntag wollte der damit seinen bis dahin sicherlich leeren Beutel wieder auffüllen.
Anschließend ging es ans Aufräumen, denn in seine neue Behausung wollte in Kürze seine Familie einziehen, welche sich schon auf dem Wege befand daher war Eile geboten. Die Mannschaft erwartete mit der Ankunft vor allem die Auffüllung der Brotvorräte, deren Bestellung per Boten noch am Vortage erfolgte. 

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Davor und Danach oder was Frowe bewirken können

Nach dem Frühstück machten sich die Knappen daran mit Kocherie zu beginnen. Es sollte Wildschwein mit Rotkraut und diversen Gewürzen und Zutaten geben.

Derweil die restliche Mannschaft sich anschickte diverse Besorgungen zu machen und den Markt in seiner ganzen Größe zu erkunden. Freienfels ist in diesem Jahr insbesondere auf der unteren Wiese und jenseits der Weil wieder ein Stückchen größer geworden. Es ist kaum möglich sich alles genau anzuschauen. Insbesondere die Mischung zwischen Lager und dazwischen befindlichen Händlern lies einem immer neuerliche Blicke auf diverse Angebote werfen, dennoch ist vieles irgendwie wenig strkturiert insbesondere wenn man bestimmte Händler sucht. Auch in der Händlermeile selbst gab es wieder Einige mit qualitativ hochwertiger Ware. Leider bewahrheitete es sich wieder: man sollte mit dem Kauf nicht allzulange warten, sondern sofort zugreifen wenn man etwas entsprechendes sieht und findet. Während der üblichen Marktzeiten ist es wegen dem Andrang kaum möglich hier durchzukommen daher verbleiben lediglich die wenigen Vormittagsstunden. Die Behelfsbrücke über die Weil war diesmal auf das doppelte verbreitert um diesen früheren Engpass abzustellen und erfreulicherweise wurde auch am Zugang zur oberen Wiese ein weiterer WC - Container aufgestellt, so dass sich auch hier die Wege deutlich verkürzten.

Marktbild

Die Organisation war vorzüglich, da diesmal jede Lagergruppe einen Umschlag mit allen Angaben und Unterlagen bei der Anreise erhielt. Es ist eh verwunderlich, wie es die wenigen Leute schaffen ein derartig großes Event zu organisieren und durchzuziehen. Es war wieder ein schönes friedliches Wochenende und hoffentlich ein guter Start in die diesjährige Lagersaison. 

Der Markt war wie schon ausgeführt sehr umfangreich und man fand darunter aber auch einige recht gute Händler die sich deutlich vom üblichen Angebot abhoben. Leider war der am Samstag ins Auge gefasste pflanzengefärbte Stoff am Sonntag schon verkauft, ebenso auch einige andere Dinge, aber insgesamt konnte ich einiges Erstehen, wonach ich schon lange suchte. Anderes konnte bei diversen Händlern auch bestellt.werden.  Hier einen kleinen Auszug aus der Einkaufsliste: Ein Weidenkörbchen für Handarbeitssachen, 20 mittelalterliche Wäscheklammern, einen nach Fund hergestellten Fürspan. Einen Gürtel mit Schließe und Purse und entsprechendem Endstück, sowie Bortensteckern konnte in Auftrag geben, wobei ich dabei feststellen musste, dass die Dienstmannen gegenseitig darauf achten, was der andere tut. Gerade war ich mit dem Händler in ein entsprechendes Gespräch vertieft, da war ich auch schon umringt. Bei Ilja Frenzel wurde eine Schale für die Aquamanile bestellt, ebenso drei Becher in Pfingsdorfer Art mit Deckel zur ambientegerechten Unterbringung von diversen Sachen für den Frühstückstisch.

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Feldschlacht

An der Feldschlacht nahm diesmal lediglich Jürgen sowie Maximilian teil. Schon der Weg zum angesetzten Training und Waffenschau, war bei schönem warmen Wetter gerade am Samstag schon eines Herausforderung an sich, zumal nach dem Rückmarsch sich sogleich die Feldschlacht anschloss.

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Daher ist es nicht verwunderlich, dass Jürgen total durchgeschwitzt ins Lager kam und erst einmal eine Erholungspause brauchte. Das Ergebnis verlief wie immer die Heiden sind stets in der Überzahl und es wäre endlich mal an der Zeit zu einem Kreuzzug gegen die Heiden von Freienfels aufzurufen um diese auf den rechten Weg zu führen. Zum Glück hat diesmal die Missionsarbeit Nils von Winenheim übernommen, der friedlich auf die Ungläubigen einwirkte, wie folgendes Gemälde einheutig aufzeigt.
 

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Ein Hoch auf die Kocherie 

Die Winenheimer Kocherie läuft derzeit zur wahrer Höchstform auf. Es gab Zeiten, wo man ein einfaches Essen zu sich nahm, das mal mehr oder weniger gut schmeckte, mal durch oder auch mal sehr medium war, aber stets auch zur nächtlichen Zeltheizung seinen Beitrag leistete.Was aber unsere Knappen diesmal zauberten das verdient höchste Anerkennung. Dies um so mehr, da die Zubereitung erhebliche Zeit beanspruchte und in keinem Verhältnis zu eigentlichen Essen stand. Der bisher geübten Tradition folgend standen für die Wachmannschaften diesmal auch wieder die allseits beliebten mitternächtlichen Happen zur Verfügung, diese halfen letztlich auch mit die kühlen Nächte zu überstehen, zumal der Met Vorrat diesmal sehr bescheiden war und der schwarze Abt auch keinen Ersatz darstellte 

Wachdienst der Winenheimer Art diesmal in Freienfels

Wie bereits in Worms lassen die Mannen nunmehr auch in Freienfels die Puppen tanzen. Dieser Spass fand regen Anklang und entsprechende Erheiterung und führt in unseren Reihen dazu, dass gerade bei schönem Wetter der Wachdienst bei allen Dienstmannen begehrt ist.

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Während des Wachdienstes waren nahezu alle Mannen ausgeflogen, derweil sich über der Burg zur Freienfels ein in der Vergangenheit sehr beachtetes und gefürchtetes Wölkchen zusammenbraute, dabei stehts dunkler wurde und alle Lagerteilnehmer die um die Begebenheit wussten, aufschreckte. Jeder begann nun damit die Spannseile zu kontrollieren, die Zelte zu verschließen, Lockere Gegenstände in Sicherheit zu bringen, das Feuer zu schützen. Im Winenheimer Lager war nur eine Person anwesend und bei Hereinbrechen des befürchteten Unwetters, erschien der Kampf gegen die Gewalten hoffnungslos, denn man kann stets nur an einer Stelle sein. Derweil ließen einige Böen das Lager erzittern, Das Zelt von Jürgen hob halb ab und einige der Befestigungen hingen sich aus.Bei unseren Lagernachbarn knackte es nur leicht, aber der Mast des großen Sonnensegels brach einfach entzwei, so dass emsiges werkeln einsetzte um Schlimmeres zu verhüten. Glücklicherweise und noch einigem Gewittergrollen, etwas Regen und einigen Böen, verzog sich das Gewitter, aber die dunklen Wolken lichteten sich nur langsam und verharrten eine ganze Zeit über der Burg, als wollten diese den sorgenvollen Blicken der Lagerteilnehmer zuschauen.Des Tages Hitze war abgekühlt und zum Abend hin herrschte wieder gutes Wetter.

Derweil war auch die Mutter von Maxi unserem Knappen eingetroffen und die Lagergemeinschaft konnte sie bewegen über Nacht zu bleiben. So wurde die Nacht zum 1. Mai mit magischem Licht, dem traditionellem Feuerwerk und dem Tavernenspektakel wieder zu einem bleibendem Erlebnis und wir saßen noch lange nach Mitternacht zusammen.Die Zweite Nacht war etwas wärmer und Jürgen von Seeheim hatte dem armen Konrad seine Felldecke spendiert, während diesmal Nils alleine die Nachtwache übernahm und von mir morgens gegen die 5. Stunde abgelöst wurde. Nach dem Frühstück ging es zum Einkaufen nochmals über den Markt, aber vieles war schon ausgesucht, so dass eben einiges wie schon beschrieben eben bestellt werden musste. Nikos Eltern waren zwischenzeitlich auch eingetroffen. Jeder nutzte die wenigen verbleibenden Stunden für seine jeweiligen Bedürfnisse. Freienfels war diesmal „leider“ nur ein normales Wochenende und die Zeit verfloss daher recht schnell.

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Die Knappen fuhren mit ihren Eltern vorzeitig, das heißt vor Marktende in ihre heimatlichen Gefilde zurück und der Rest der Mannschaft begann am frühen Nachmittag mit dem Verpacken der persönlichen Habe in den jeweiligen Zelten.Des Lagers Abbau begann dann nach Ende der Veranstaltung nach der 18, Stund. Die Zelte waren trocken, die Lagerwiesen auch, so dass außer dem Üblichen alles recht gut von Statten ging. Schon bald hieß es dann Abschied nehmen von Freienfels natürlich mit dem Wunsche einer Wiederkehr im kommenden Jahr. 

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Ähnlich wie die Hinreise erfolgte auch die Rückreise. Ein Fahrzeug fuhr vorne weg, dann Jürgen mit dem Hänger und zuletzt das große Trossfahrzeug. Alle Irrwege führen nach Winenheim und nachdem der Große den Kleinen überholte, überholte kurz vor des Magazintores Eingang diesmal der Kleine den Großen, was zu allgemeiner Erheiterung führte und sicherlich auf dem folgenden Konvent noch für Gesprächsstoff sorgen wird.Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter den Dienstmannen, und wir bereiten den nächsten Heerzug vor, der uns wieder nach Worms führt.

Mittelalterfest auf Burg Steinsberg

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Burg Steinsberg bei Sinsheim - Weiler im Kraichgaue war das Ziel einer Abordnung der Winenheimer Dienstmannen, welche sich am 17. April auf den Weg machten um sich gegen die 11. Stund an der Einlaßpforte zu treffen. In der Schwertführung geübter als in der Führung des Gänsekieles, so viel der Bericht des Berichterstatters kurz und prägnant aber um so zuteffender aus:

der markt war klein und gemütlich und überschaubar.
wahren noch zu besuch im lager der freien badener und an ragnas stand
daniel hat ich von den badener getrennt und ist wahr scheinlich zu 50 %
die einer templergruppe untergekommen wie er mir berichtete
da ich ihn noch getroffen habe wo die anderen schon weg wahren.
und nun die bilder.

gez. Sven der Bärtige

Wenige der Worte zutreffend und klar im Urteil so sind sie die Beauftragten und Verwalter des klösterlichen Besitzes- aber ohne Furcht und Tadel im Anblick der Feinde. So meinte doch eine Zeitzeugin letztens… die Winenheimer wären ein verrückter Haufen…. ohne dabei zu bedenken, dass sie mit derartigen Aussagen … sich zu gegebener Zeit zu verantworten hat.

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Eine muntere Gesellschaft, die Edlen Damen und Herren bei der Einnahme des Mittagsmales.

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Übung macht den Meister

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Diesmal hat es die aktiven Kämpfer der Dienstmannen nicht auf einen Markt oder Mittelalterfest verschlagen, sondern es galt die Umgangsformen mit dem Schwert zu üben und den Kampfstil des Aufgebotes zu verbessern.

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Leider sind unsere Kampfgefährten des Führens der Feder nur bedingt tauglich, so dass sicherlich noch einige Tage  vergehen werden, bis an dieser Stelle der umfangreiche Bericht unseres Hauptmannes angefügt werden kann. Bis dahin üben wir uns in Geduld…….

Wo wir auch sind…

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Wenn die Kisten und Kasten hervorgeholt, die Ausrüstungsgegenstände durchgesehen und die Gewänder gerichtet werden, dann herrscht Aufbruchstimmung, denn es ist wieder Marktzeit. In einem weiteren Schritt werden die persönlichen Ausstattungsgegenstände der verschiedenen Dienstmannen zum zentralen Sammelplatz unterhalb des Castrums Winenheim verbracht. Dort im Magazin der Mannen wartet weiteres umfangreiches Material darauf, auf die verschiedenen Bagagewagen verladen zu werden.

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Die diesmalige die Winenheimer Lagersaison abschließende Pilgerfahrt soll wiederum in die Gefilde des Saarlandes führen, wo der Vogt zu Freisen  auf neuerliche zum Markte eingeladen hat. Für die dortigen Veranstalter galt es diesmal den 10. Markt auszurichten. Aber auch für die Winenheimer war die diesjährige Teilnahme ein kleines Jubiläum, denn über die Jahre hinweg war es nunmehr das 5. Mal, wo wir uns an diesem Markte beteiligen. Daher wollten wir auch unser komplettes Lager aufbauen und begannen daher morgens um die achte Stund mit dem Beladen der Fuhrwerke.

Der Tross setzte sich dann gegen die elfte Stunde in Bewegung und die Anreise erfolgte problemlos. Gegen Mittag traf man beim Veranstalter ein. Nachdem die Anmeldeformalitäten erledigt waren und wir wiederum unseren angestammten Platz zugeteilt erhielten, galt es die Fuhrwerke zu entladen und dabei auch darauf zu achten, dass das Material nicht gerade da abgelegt und gestapelt wurde, wo man die größeren Zelte aufbauen wollte. Wie immer bei den Winenheimer Pilgerreisen geht es ohne Änderungen nie ab. Auch diesmal sagten kurzfristig einige Teilnehmer ab bzw. reisten später an, so dass sich wiederum eine kleinere Truppe mit dem Aufbau des Lagers befassen musste, von denen auch noch einige von gesundheitlichen Problemen geplagt wurden. Dennoch das Wetter meinte es diesmal gut, aber der Lagerplatz erwies sich diesmal als zu klein, so dass ein mitgenommenes Zelt nicht aufgestellt werden konnte. Das große Speichenradzelt musste daher nochmals abgebaut und umgestellt werden um den zur Verfügung stehenden Platz halbwegs gut ausnutzen zu können.

 

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Die Winenheimer im Aufbaustress, Blueberty unsere Lagerwache bei seiner üblichen Tätigkeit dem Wachdienst 

Der Aufbau des Lagers zog sich bis in die frühen Abendstunden hin, da wir diesmal 7 Zelte aufbauten und auch weitere Gerätschaften diesmal zur Lagerausstattung (Kochstelle, mittelalterliche Tafel und der wichtige Hausaltar) gehörten. Wie bereits erwähnt konnte das 8. Zelt aus Platzmangel nicht aufgebaut werden. Mit Freisen verbunden waren aber auch einige Erwartungen unsererseits, so wollten wir im nunmehr dritten Anlauf es endlich schaffen ein neues Gesamtbild unseres Lagers und ein neues Gruppenbild zu erhalten. In der jüngsten Vergangenheit scheitere dieses Vorhaben stets an fehlenden Dienstmannen, an der Witterung oder kam auf Grund von Übermüdung und eingehandelten Verletzungen nicht zu Stande.


Übliches

Jeder Markt ist im Grunde gleich, was die Vorgehensweise bei Lageraufbau anbetrifft. Es gilt jedoch sich kurzfristig an die vorherrschenden örtlichen Gegebenheiten anzupassen, denn nicht immer ist der Boden gerade und nicht immer lassen sich die Zelte so aufstellen, wie man sich dies im Kopfe zurecht gelegt hat. Dennoch hat sich auch hier im Laufe der Zeit eine Routine bei der Vorgehensweise eingestellt, die es trotz einiger immer vorhandener Probleme ermöglicht, das jeweilige Lager in einem überschaubaren Zeitraum aufzubauen. Jedoch sollte darauf achte werden, dass man mit dem Einrichten der Zelte und dem verstauen der Einrichtung in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit fertig ist.

 

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Nachdem den ganzen Nachmittag am Aufbau gewerkelt wurde, war es zur frühen Abendstunde geschafft das Lager Stand. Nun galt die Sorge der Mannschaft, das Feuer in der Kochstelle in Gang zu bringen, um den knurrenden und rebellischen Magen befrieden zu können. Im Gegensatz zu den Vorjahren haben sich die Winenheimer diesmal vorgenommen das tägliche Mahl selbst nach althergebrachten  Rezepten zu kochen.

Erste Schritte sehen recht gut aus, aber aller Anfang ist schwer und insbesondere bei der Abfolge der Speisen sollte man noch einige Regelungen treffen, wie wir noch erfahren werden.

Freisen ist wiederum gewachsen
Der Markt zu Freisen ist von der Beteiligung der Lagergruppen wiederum gewachsen. Waren vor 3 Jahren nur wenige Zelte auf der Lagerwiese 2 zu vermelden, so waren es letztes Jahr schon erheblich mehr und in 2010 war das Gesamte zu einem stattlichen Heerlager angewachsen. Leider liegt die Wiese etwas abseits des eigentlichen Marktgeschehens, aber ein Rundgang lohnte sich in jedem Fall, denn es gab wieder vieles zu entdecken, was die eigene Lagerausstattung komplettieren könnte. Dennoch fehlten einige über die Jahre bekannte Gruppen, da zum gleichen Zeitpunkt an anderer Stelle ein weiterer Markt statt fand. Auch hatte es den Eindruck, dass diesmal, trotz des Jubiläums, weniger Marktstände vertreten waren, als die Jahre zu vor.

Neu ist auch, dass es nunmehr Duschcontainer für die Lagerteilnehmer gab und der Veranstalter legt auch großen Wert darauf ohne die üblichen Dixis auszukommen und hat deshalb einen weiteren WC Wagen zusammengebaut. Die Toiletten wurden regelmäßig sauber gemacht und hierfür war ein halber Goldrandtaler zu pro Gang zu entrichten. Der Veranstalter verlangte auch von jedem Teilnehmer einen Duschbeitrag von 1,5 Taler, bereits bei der Anmeldung der jeweiligen Lagergruppe, sonnst wäre man erst gar nicht auf den Platz gekommen.


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Die Lagerwiese 2 und schauet da:

Unser Knappe auf Abwegen, von wegen Wasser holen macht er doch während der Dienstzeit eine Ausfahrt:

 

Die Verpflegung der Winenheimer ist besser geworden, nachdem der bisherige Küchenmeister durch den neuen Knappen eine Verstärkung erfahren hatte. Neben festgesetzten Essenzeiten galt es diesmal auch für 3 Tage die Mahlzeiten zu bereiten und hiervon lehnte sich das Hauptessen an ein mittelalterliches Rezept an und man konnte sich von dem doch anderen Geschmackserlebnissen der Altvorderen ein eigenes Urteil bilden. Wir werden unsere Versuche in dieser Hinsicht weiter fortsetzen. Jedoch sollte sich bei der Speiseabfolge etwas grundlegendes ändern, denn am ersten Tag gab es Eintopf mit Zwiebeln, am zweiten Tag  Zwiebelschmorbraten und am dritten Tag  ein Eintopf  aus Lauchgemüse natürlich wieder mit jeder Menge Zwiebeln, so dass sich spätestens hier im Lager bei einigen ein wahrer Sturm entwickelte…..

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Mitten im Geschehen - der Markt

Drei Lagergassen mit Ständen, vom Korbflechter, Waffenschmied bis hin zum Bader war ein guter Durchschnitt an Marktständen vorhanden. Auch so manche Lagergemeinschaft bot eines Waren und Ausstattungsgegenstände an. Obligatorisch war auch in diesem Jahr wieder der Umzug der Lagergruppen zur Markteröffnung an dem die Winenheimer diesmal als ganze Gruppe teilnahmen. Musik und Tanz vor der Haustür und zur nächtlichen Stunde auch noch eine Feuerschau – Wir waren diesmal mitten im Geschehen

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Vom KampfeAuch an der Feldschlacht nahm eine Abordnung teil, wobei sich die Anzahl der Kämpfer von Jahr zu Jahr steigerte. Aber hierbei hatten wir auch diesmal kein Glück, da erneut zwei Streiter Blessuren erlitten, genau wie im letzten Jahr.


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Oben: Impressionen von der Feldschlacht: (Schildwall, Lanzenangriff, Nahkampf)
Unten: Kleinere Schaukämpfe im Lager sowie die angetretene Truppe zum Frühapell und Waffenschausee__.jpg

Es kommt recht selten vor, dass einer der ehrwürdigen Dienstmannen den Pfad der Sittsamkeit und Tugend verlässt um auf schwarzen und unerlaubten Pfaden zu wandeln. Unserem Priester waren durch das Gesinde einige schreckliche Dinge zugetragen worden, die zum sofortigen Handeln Anlass geboten  um unseren Mitstreiter wieder auf den rechten Weg zu bringen und gleichzeitig auch die Marktbesucher und das Gesinde zu warnen, und anschaulich darzustellen wie es ihnen ergehen wird, sollten sie ähnliche Verfehlungen begehen.

Derweil sehet euch die Gesichter der obigen Dienstmannen an mit welcher Dreistigkeit sie der Verhandlung entgegensehen- ganz so als könnte sie kein Wässerchen trüben, dabei dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch ihre Verfehlungen publik werden. Wollen wir hoffen, dass unser Abt hiervon keine Kenntnis erhält und das vor allem das geschwätzigen Gesinde den Mund hält- denn sonst ist es mit unserer selbstgefälligen Beschaulichkeit vorbei.

Geschrieben hat dies Konradus de Stralinbergere AD MMX am VII Tage des arantmanot

Freisen 2010 war wieder ein Erlebnis und wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder. Jeder Teilnehmer hat seine Eindrücke mitgenommen. Leider litt die Stimmung etwas am Wetter, was eigentlich auf die gesamte Lagersaison 2010 der Winenheimer zutrifft, denn die Nacht von Freitag auf Samstag, war recht frisch, der Samstag dann wieder zu warm und am Sonntag wurde das Wetter unstet und es regnete zeitweise, dennoch konnten wir gegen Abend den größten Teil unserer Zeltstadt trocken abbauen und einiges an Material wieder auf die Fahrzeuge verbringen. Die Arbeiten waren nahezu abgeschlossen, als der Himmel seine Schleusen öffnete und wir teilweise völlig durchnässt die restlichen Dinge auf den Fahrzeugen verstauten. Die Rückreise verlief unproblematisch und in den heimatlichen Gefilden angekommen wurden die Fahrzeuge bei aufkommenden Regen wieder in unserem Magazin verstaut, wobei sich zeigte, dass die Nachbarschaft nicht gerade darüber erbaut war, dass nahe der mitternächtlichen Stunde eine derartige Unruhe auf der Gasse entstand.

Freisen 2010 - Kinderritterschlacht

Auch in diesem Jahr hatte der Vogt Matthias Broszeit den Kindern auf dem Mittelaltermarkt einen Schatz versprochen. Kaum hörten die Raubritter von diesem, schickten sie sich an diesen zu stehlen – was auch mit Erfolg gelang. Als die Kinder von dieser Tat erfuhren, waren sie außer sich vor Zorn und baten den Vogt um Hilfe. Dieser stellte aus seinem Zeughaus ausreichend Waffen zur Verfügung, um die Raubritter zu stellen und Diesen den Schatz wieder abzunehmen. Nun galt es die Ritter zustellen, was auch gelang. Aufgrund der großen Anzahl von Kindern verbargen diese den Schatz inmitten ihres Schildwalles.

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Nun wurde um die Herausgabe des Schatzes gefeilscht. Die Raubritter waren jedoch nicht Willens den Schatz freiwillig herzugeben, so dass sich die Kinder entschlossen, diesen mit Gewalt zurück zu holen.

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Dann ging alles ganz schnell. Voller Zorn griffen die Kinder die Raubritter an und …

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Und nach getaner „Arbeit“ wurde der Schatz wie üblich unter den Recken aufgeteilt.

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Wir werden sehen, ob die Raubritter auch im Jahre 2011 nach Fleischwerdung des Herrn versuchen werden den Schatz
des Vogtes Matthias Broszeit zu stehlen. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen in 2011.
Bis dahin fahre Eure Seele wohl, lieber Leser

Seeheim, im Jahre 2010, August

Fluchtartig verlassen wir die Stätte…..

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Im Schutze der Dämmerung, verließen die letzten der Winenheimer Dienstmannen gerade noch rechtzeitig das Heerlager um im taktischen Rückzug wieder die heimatlichen Gefilde zu erreichen. Mit großem Getöse und mit Hagelbegleitung setzte sich der Tross in Bewegung nachdem die letzten verbliebenen Ausrüstungsgegenstände im Bagagewagen  verstaut waren. Auch während des Marktgeschehens, waren Niederschläge der verschiedensten Art ein ständiger Begleiter der gesamten Unternehmung des Birkenauer Heerzuges. Der Samstag war der Hoffnungstag- nachdem sich morgens die Wolken verzogen hatte herrschte eitel Sonnenschein und die Stimmung aller stieg gleich um etliche Prozent- und auch die Besucher strömten in Massen zum Historischen Markte zu Birkenau um die Gunst der Stunde zu nutzen.

Insgesamt stand die neuerliche Pilgerfahrt unter keinem guten Stern hatte doch unser Seelsorger sein Weihrauchgefäß nebst Zubehör einfach in seiner Behausung gelassen und Ersatz war auf dem hiesigen Markte einfach nicht zu erhalten.

Wie bereits im Vorfelde berichtet stand es insgesamt mit der Truppe selbst bei der Vorbereitung der gesamten Unternehmung nicht zum Besten. Die versprochene Verstärkung traf nicht oder nur mit sehr großer Verspätung ein  und das am Ankunftstage entfachte Feuerchen in der Kochstelle rauchte und stank zwar gewaltig, warf aber zu wenig Hitze ab, so dass die gewohnte mitternächtliche Ausgabe der Verpflegung zwar den Magen füllte- aber nicht so recht schmecken wollte.

Auch Konrad war mit letzten Kräften und viel Medizin, aber gegen den Willen seiner Frowe, zur Sammelstelle geeilt, wo sich dann nach einer Zeit des Wartens so um die verabredete Stund lediglich ein weiterer Dienstmann nebst Magd einfand. Das Trossfahrzeug galt für längere Zeit als verschollen- traf letztlich dennoch ein und wurde umgehend beladen und mit deutlicher Verspätung setzte sich der Zug gen Birkenau dann in Bewegung um das befohlene Quartier noch rechtzeitig zu erreichen.

Nun gut die Schlacht ist geschlagen und es gab ein Glückliches Ende. Wir konnten zahlreiche Freunde, Bekannte, aber auch Interessenten begrüßen, darunter auch einige die das Wagnis auf sich nehmen möchten um bei den Winenheimer Aufnahme und Anstellung zu finden. Hiermit wird sich der kommende Konvent zu beschäftigen haben.

 

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