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Marktbesuch in Hockenheim
Am Freitag machte ich mich mit meiner Tochter auf den Markt in Hockenheim zu besuchen. Da ich kurz nach der Markteröffnung um 16:00 dort war, fand ich schnell einen Platz an dem ich meine Kutsche abstellen konnte. Am Eingang musste ich zwar der Kassiererin erklären, dass man auf Mittelalter Märkten die Sache mit dem Schwertmaß für Kinder etwas dehnbarer sehen kann, aber sie hat es verstanden und so musste nur ich den ermäßigten Eintritt von 4 Silbertaler berappen. Der Markt ist sehr schön aufgeteilt zwischen Verkaufsständen und Lager. Auch gibt es genügend Toiletten Container und für die Lagerleute sind Duschcontainer vorhanden. Die Verkaufsstände sind gut gewählt und der Besucher wird von Sachen, die nicht im Entferntesten mit dem Mittelalter zu tun haben verschont. Auch bei der Verpflegung ist meines Erachtens eine gute Wahl getroffen worden, es gab Flammkuchen, Wildschweinbratwürste, diverse Sauerteigfladen und einen Crépes-Stand. Was einem am meisten ins Auge stach, war ein Getränkestand, welcher die Form eines Drachenbootes hatte und dessen Besatzung es verstand die Leute anzulocken.
Des Weiteren befand sich ein kleiner Badezuber auf dem Gelände und zur Freude meiner Tochter ein Stand von Dattelschlepper. Dem Besucher wurde auch ein Ritterturnier in einer Arena geboten und ein Reisendes Burgtor aus Holz nebst Zugbrücke und zweier Wachtürme. Alles in allem von den Organisatoren ein sehr schön angelegter Markt und was sehr wichtig ist, die Lagerleute werden auch von der Orga sehr gut betreut, wie mir berichtet wurde. Es wurde für genügend Strohballen und Feuerholz gesorgt, auch werden die Toiletten regelmäßig gereinigt. Bei dem am Donnerstag stattgefundenen Umzug mit Einmarsch auf den Markt, wurde den Teilnehmern auf halber Strecke Wasser in Bechern gereicht und die Becher nach 100 Meter wieder eingesammelt.
Ein Meckerpunkt gibt es aber leider auch zu berichten und dieser betrifft die allseits geschätzten Touris. Es ist scheinbar wirklich schwer von den Leutchen zu verstehen, dass man nicht so einfach durch jedes Lager laufen kann ohne vorher um Einlass gebeten zu haben. Als ich mich zur Verabschiedung unseres Bekannten Ingo (wo her hab ich leider wieder vergessen, das Alter zeigt seine Spuren) in dessen Lager begab, stolzierten innerhalb kürzester Zeit Leute durch das Lager nur um den Weg abzukürzen, was ich persönlich als bodenlose Unverschämtheit empfand.
Nach kurzweiligen 4 Stunden machte ich mich mit meiner Tochter dann wieder auf den Heimweg, mit der Erkenntnis den Winenheimern würde dieser Markt auch stehen und die Winenheimer würden diesem Markt auch stehen,
Andreas von Fidtenheim
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