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Archive für 4.5.2011
Freienfels 2011
4.5.2011 von Konrad.
Der Name ist Programm und die Wege der Winenheimer dahin und zurück ebenfalls. Die Lagersaison beginnt mit Freienfels und man benötigt wohl diese Mischung aus Hitze, Kälte, Gewitter und Regen verbunden mit einigen Sturmböen um nach der langen Zeit der Winterruhe aufzuwachen und dann festzustellen:
Es ist wieder Lagerzeit und die Mannen gehen wieder auf Pilgerreise.
Am Freitag morgen gegen die 7. Stunde begann die Hektik, denn die Kisten und Kasten, wurden auf das kleine Fuhrwerk verfrachtet und dann ging es zum zentralen Magazin der Mannen, wo man sich um die 8. Stund treffen wollte um das eingelagerte Material auf die verschiedenen Fuhrwerke zu verladen. Gemäß den früheren Erfahrungen, dass zur genannten Zeit im Grunde nur einer der eifrigsten Leute pünktlich vor Ort war, war es diesmal etwas anders, denn um die genannte Zeit fanden sich doch einige der Mannen ein. Hoffnung erfreute das Herz und die Seele fasste Mut, dass in diesem Jahr der Tross sich rechtzeitig und vollständig auf den Weg machen kann.Im Vorfeld des Pilgerzugs gen Freienfels wurden die Mannen schon schwer gebeutelt, denn durch den dortigen Platzmangel bedingt wurde die zur Verfügung gestellte Lagerlagerfläche zwei mal reduziert, so dass man diesmal mit kleinem Gepäck reisen musste und die standesgemäßen Zelte der Edelleute diesmal im Magazin verblieben, genauso, wie manches liebgewordene und der Bequemlichkeit dienende Zubehör. Wie nicht anders zu erwarten ging wieder alles kreuz und quer und die Beladung alles andere als geordnet zu, obwohl der Seeheimer Tross diesmal pünktlich, ausgeruht und mit dem richtigen und funktionierenden Verbindungsstück zu Stelle war. Darüber hinaus erhielt der große Bagagewagen ein komplettiertes Gestell auf dem vor allem die langen Zeltstangen ordnungsgemäß verstaut werden konnten.
Dennoch das Anpassen der Bolzen brauchte seine Zeit, so dass die Zeit voranschritt, ebenso wurden die Hoffnungen begraben, wenigstens diesmal rechtzeitig die Reise antreten zu können. Man entschloss sich daher zunächst zwei der Mannen als Kundschafter und Vorauskommando auf den Weg zu schicken und statte diese mit den notwendigen Unterlagen aus, um dort vor Ort den zugewiesenen Platz in den Lagerreihen in Beschlag zu nehmen und ja darauf zu achten, dass niemand dessen Grenzen unterschritt, damit die verfügbare Fläche nicht noch kleiner wird. Nachdem alles auf den Wagen verstaut, die großen Kontortore geschlossen waren, die persönlichen Habseligkeiten kontrolliert, machte sich der Rest der Mannschaft auf den Weg.
Zur Anreise gibt es selbst nicht viel zu sagen nur dass das Gefühl aufkam irgend etwas wichtiges zu Hause vergessen zu haben. Über die anderen Dinge wollen wir hier nicht reden, da diese selbstverständlich sind, da die einen Pferde nach der Tränke verlangten und die anderen unterwegs auch ihre Hufe kontrollieren mussten. Die mitfahrenden beiden Knappen wurden während der ganzen Fahrt vom Schlaf übermannt und bekamen vom Geschehen recht wenig mit.Das Vorauskommando war unterwegs, der große überholte den Kleinen und machte dann Zwischenstopp, während der Kleine dann wieder den Großen überholte und von da an verschollen blieb. In der Nähe von Usingen erhielten wir dann die frohe Kunde, dass der Lagerplatz in Besitz genommen war und sämtliche Formalitäten bereits erledigt seien und das Vorauskommando den Platz bewachen würde. Als wir dort an kamen fanden wir die Wache vor, die sich recht gemütlich und bequem eingerichtet hatte.
Sogleich begann man mit dem Entladen der Fahrzeuge. Geraume Zeit später fand sich dann auch das letzte Trossfahrzeug auf dem Platze und mit dem routinierten, eingespielten Team, verstärkt durch zwei kräftige, ausgeschlafene Knappen klappte diesmal alles wie am Schnürchen. Zumal wie immer die als erstes benötigten Kisten sich stets auf dem letzten eintreffenden Fahrzeug befinden. Ebenso suchen die Mannen stets auf neue nach den Hämmern um die Zelteisen in den Boden zu schlagen.
Aber es wäre schön wenn wirklich alles glatt verliefe, denn das schlechte Gefühl etwas wichtiges vergessen zu haben bewahrheitete sich sehr schnell. Das Kochzelt war dabei, aber die Stangen nicht. Daher machte der „Seeheimer“ kurzerhand einen kleinen Waldspaziergang und hat just zwei passende Hölzer gerade so liegen sehen. Trotzdem fehlten noch die hinteren Stützen für das Kochzelt. Hierfür mussten kurzerhand zwei Lanzen daran glauben. Da man auf den kleinen Tisch verzichtete und das Geschirr sowieso auf das Küchenregal stellen wollte- Auch hier stellte man beim Aufbau fest: das Regal war nicht vor Ort, so dass auch hier aufs Neue improvisiert werden musste.
Der Anreise und Aufbautag ging zu Ende, man hatte sich in den jeweiligen Zelten häuslich eingerichtet, die Uhr und den Gehörknochen weggesperrt und in die jeweilige Gewandung gesprungen.
Zwischenzeitlich meldete sich der Hunger und die Kochstelle wurde in Betrieb gesetzt. Hausmannskost war angesagt- Gemüse schnippeln, Wasser holen, erst mal Töpfe putzen, hatte doch das ganze Zeugs seit Freisen kein Tageslicht mehr erblickt. Derweil wanderte, wie schon während der Aufbauzeit, so manche der mitgebrachten Notverpflegung durch den Schlund der hungrigen Meute. Auch das mitgebrachte Brot wurde schon recht knapp- und es sollte Wildschweinrücken mit diversem Gemüse und Gewürzen geben was aber einer relativ langen Garzeit bedurfte.
Derweil gingen die hohen Herren, ihrer neu entdeckten Leidenschaft nach dem Zubern. Bei 45 Grad, bei Met und anderen Annehmlichkeiten über die an dieser sicherlich nicht berichtet werden kann und darf verging die Zeit wie im Fluge. Derweil das Abendmahl durch den Wasserentzug immer mehr schwand. Der Rücken zu einem Rückchen wurde und die Knappen es nicht vermochten das Teil in die benötigte Anzahl gerecht zu teilen, wohl dem wer eine sieben von einer acht unterscheiden kann.
Derweil machten sich Mathias und Konrad fertig, denn um 20 Uhr ward am Tunierplatz eine Informationsveranstaltung angesetzt, wobei es erstmals in der Freienfelser Geschichte darum ging einen Wachdienst an den Zollstellen einzurichten und mit den verschiedenen Lagergruppen zu besetzten, damit ein jeder angehalten war, seinen Obulus zu leisten.
Für die Winenheimer war dies ja schon von Worms her gewohnter Alltag und mit einem zweistündigen Wachdienst am Samstag kamen wir gut zurecht. Durch zahlreiche Fragen und Anmerkungen dauerte die Besprechung länger als erwartet und als Konrad und Mathias wieder im Lager eintrafen, herrschte dort eitel Stimmung da die Herrschaften etwas sehr angeheitert vom Zubern zurück waren und sich zwischenzeitlich über das Abendessen hergemacht hatten. Als wir von unserer wichtigen schwierigen Mission wieder ins Lager zurück kamen waren die Töpfe nahezu leer, so dass um zum satt werden nur noch die spärlichen Reste zusammengekratzt werden konnten.
Die Mär von Alberich - unserem Hufschmied
Auf dem Lagerplatze zu Winenheim wurde ein neues wundersames Zelt aufgebaut in diesem hatte sich unser Hufschmied so gut es eben ging eingerichtet. Das Zelt besitzt einen tiefen Keller und einen geräumigen Speicher, so könnte man vermuten. Denn so manche Kiste, Lagerstadt und Material verschwand in seinem Inneren, ebenso eine komplette Waffensammlung, diverse Werkzeuge, die persönliche Rüstung, Schwert und Schild, Getränke und ein großes Luftbett. Daneben sollte noch seine komplette Familie mit Frowe und Kind hier ebenfalls noch Quartier beziehen…
Es zeigte sich jedoch, dass es ging- und als die Familie am kommenden Tage eintraf hatte er war sogar aufgeräumt, aber den Namen den der “Seeheimer” am Vorabend prägte dürfte unser Sven für allezeit behalten.
Ein Gewürz Namens Hildegard
Der Abend war kühl und lang, die Herren vom Zubern recht erheitert als Jürgen von Seeheim mit einem Gewürz auf den Plan kam, das er von seiner Frau vor einiger Zeit erhalten hatte. Diesem Gewürz wurden Heilkräfte zugemessen da die Inhaltsstoffe aus dem Garten der Hildegard von Bingen entstammen sollten. Aber anstatt damit am kommenden Tage die Mahlzeit zu verfeinern, kam letztlich auch die Sprache darauf ob man die Mischung der Heilkräfte wegen nicht direkt verzehren könne. Was auch in der Tat von einigen der Mannen ausprobiert wurde um als Ergebnis desselben auch nicht gerade gut mundete. Doch damit nicht genug! Auf Grund der enthaltenen Heilkräuter, so wurde vermutet müsste es doch möglich sein diese über die Nase dem Körper direkt zuzuführen, damit diese Ihre Wirkung da entfalten könnten. Das brachte die Lösung die Mannen schnupften das Zeug und die enthaltenen Gewürze, jedenfalls darunter Pfeffer; Majoran und andere Bestandteile verfehlten Ihre Wirkung nicht. Jedenfalls nach dem großen Niesen setzte bald eine große Ermattung ein, denn als Schlafmittel war diese Mischung auf jeden Fall brauchbar und nützlich.
Die Experimente beginnen und entfalten nach kurzer Zeit ihre Wirkung
Ansonsten war die Nacht von Freitag auf Samstag eben wieder eine „Freienfelser“ Nacht. Von dem laut Wetterfrosch gemeldeten „gefühlten 10 bis 12 Grad“ keine Spur- eher so gegen 3 bis 4 Grad sowie ab und an etwas böiger Wind trugen dann wieder dazu bei, dass es für den armen Konrad wieder die Nacht der Nächte wurde, zumal die dicke und dichte Winterdecke diesmal in der heimischen Burg verblieb. Also machte man es sich so gut es ging am Feuer bequem, schaute in den schönen klaren Sternhimmel und betreute mit Nils zusammen das Herdfeuer, währenddessen Jürgen von Seeheim ganze Wälder zu Brennholz verarbeitete.Als der Tag dämmerte, ward Wasser aufgesetzt, damit die Herren, wie gewohnt ihr Frühstück einnehmen konnten. Darüber hinaus galt es das Lager zu säubern, aufzuräumen und die Hinterlassenschaften des Vorabends zu beseitigen.Als die Sonne höher stand und die Wärme zurückkam, ward es Zeit sich auf die Lagerstatt zu begeben um noch etwas von dem erholsamen Schlafe zu erhaschen bevor das Markttreiben einsetzte.
Samstag der Zweite Tag
In des Tages Frühe machte sich Alberich mit den beiden Knappen voll bepackt mit seiner Waffensammlung auf den Weg um den ganzen Kram zum Markttrödler zu bringen damit er Ihn ans Volk verkaufe, denn zur Abrechnung am Sonntag wollte der damit seinen bis dahin sicherlich leeren Beutel wieder auffüllen.
Anschließend ging es ans Aufräumen, denn in seine neue Behausung wollte in Kürze seine Familie einziehen, welche sich schon auf dem Wege befand daher war Eile geboten. Die Mannschaft erwartete mit der Ankunft vor allem die Auffüllung der Brotvorräte, deren Bestellung per Boten noch am Vortage erfolgte.
Davor und Danach oder was Frowe bewirken können
Nach dem Frühstück machten sich die Knappen daran mit Kocherie zu beginnen. Es sollte Wildschwein mit Rotkraut und diversen Gewürzen und Zutaten geben.
Derweil die restliche Mannschaft sich anschickte diverse Besorgungen zu machen und den Markt in seiner ganzen Größe zu erkunden. Freienfels ist in diesem Jahr insbesondere auf der unteren Wiese und jenseits der Weil wieder ein Stückchen größer geworden. Es ist kaum möglich sich alles genau anzuschauen. Insbesondere die Mischung zwischen Lager und dazwischen befindlichen Händlern lies einem immer neuerliche Blicke auf diverse Angebote werfen, dennoch ist vieles irgendwie wenig strkturiert insbesondere wenn man bestimmte Händler sucht. Auch in der Händlermeile selbst gab es wieder Einige mit qualitativ hochwertiger Ware. Leider bewahrheitete es sich wieder: man sollte mit dem Kauf nicht allzulange warten, sondern sofort zugreifen wenn man etwas entsprechendes sieht und findet. Während der üblichen Marktzeiten ist es wegen dem Andrang kaum möglich hier durchzukommen daher verbleiben lediglich die wenigen Vormittagsstunden. Die Behelfsbrücke über die Weil war diesmal auf das doppelte verbreitert um diesen früheren Engpass abzustellen und erfreulicherweise wurde auch am Zugang zur oberen Wiese ein weiterer WC - Container aufgestellt, so dass sich auch hier die Wege deutlich verkürzten.
Marktbild
Die Organisation war vorzüglich, da diesmal jede Lagergruppe einen Umschlag mit allen Angaben und Unterlagen bei der Anreise erhielt. Es ist eh verwunderlich, wie es die wenigen Leute schaffen ein derartig großes Event zu organisieren und durchzuziehen. Es war wieder ein schönes friedliches Wochenende und hoffentlich ein guter Start in die diesjährige Lagersaison.
Der Markt war wie schon ausgeführt sehr umfangreich und man fand darunter aber auch einige recht gute Händler die sich deutlich vom üblichen Angebot abhoben. Leider war der am Samstag ins Auge gefasste pflanzengefärbte Stoff am Sonntag schon verkauft, ebenso auch einige andere Dinge, aber insgesamt konnte ich einiges Erstehen, wonach ich schon lange suchte. Anderes konnte bei diversen Händlern auch bestellt.werden. Hier einen kleinen Auszug aus der Einkaufsliste: Ein Weidenkörbchen für Handarbeitssachen, 20 mittelalterliche Wäscheklammern, einen nach Fund hergestellten Fürspan. Einen Gürtel mit Schließe und Purse und entsprechendem Endstück, sowie Bortensteckern konnte in Auftrag geben, wobei ich dabei feststellen musste, dass die Dienstmannen gegenseitig darauf achten, was der andere tut. Gerade war ich mit dem Händler in ein entsprechendes Gespräch vertieft, da war ich auch schon umringt. Bei Ilja Frenzel wurde eine Schale für die Aquamanile bestellt, ebenso drei Becher in Pfingsdorfer Art mit Deckel zur ambientegerechten Unterbringung von diversen Sachen für den Frühstückstisch.
Feldschlacht
An der Feldschlacht nahm diesmal lediglich Jürgen sowie Maximilian teil. Schon der Weg zum angesetzten Training und Waffenschau, war bei schönem warmen Wetter gerade am Samstag schon eines Herausforderung an sich, zumal nach dem Rückmarsch sich sogleich die Feldschlacht anschloss.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass Jürgen total durchgeschwitzt ins Lager kam und erst einmal eine Erholungspause brauchte. Das Ergebnis verlief wie immer die Heiden sind stets in der Überzahl und es wäre endlich mal an der Zeit zu einem Kreuzzug gegen die Heiden von Freienfels aufzurufen um diese auf den rechten Weg zu führen. Zum Glück hat diesmal die Missionsarbeit Nils von Winenheim übernommen, der friedlich auf die Ungläubigen einwirkte, wie folgendes Gemälde einheutig aufzeigt.
Ein Hoch auf die Kocherie
Die Winenheimer Kocherie läuft derzeit zur wahrer Höchstform auf. Es gab Zeiten, wo man ein einfaches Essen zu sich nahm, das mal mehr oder weniger gut schmeckte, mal durch oder auch mal sehr medium war, aber stets auch zur nächtlichen Zeltheizung seinen Beitrag leistete.Was aber unsere Knappen diesmal zauberten das verdient höchste Anerkennung. Dies um so mehr, da die Zubereitung erhebliche Zeit beanspruchte und in keinem Verhältnis zu eigentlichen Essen stand. Der bisher geübten Tradition folgend standen für die Wachmannschaften diesmal auch wieder die allseits beliebten mitternächtlichen Happen zur Verfügung, diese halfen letztlich auch mit die kühlen Nächte zu überstehen, zumal der Met Vorrat diesmal sehr bescheiden war und der schwarze Abt auch keinen Ersatz darstellte
Wachdienst der Winenheimer Art diesmal in Freienfels
Wie bereits in Worms lassen die Mannen nunmehr auch in Freienfels die Puppen tanzen. Dieser Spass fand regen Anklang und entsprechende Erheiterung und führt in unseren Reihen dazu, dass gerade bei schönem Wetter der Wachdienst bei allen Dienstmannen begehrt ist.
Während des Wachdienstes waren nahezu alle Mannen ausgeflogen, derweil sich über der Burg zur Freienfels ein in der Vergangenheit sehr beachtetes und gefürchtetes Wölkchen zusammenbraute, dabei stehts dunkler wurde und alle Lagerteilnehmer die um die Begebenheit wussten, aufschreckte. Jeder begann nun damit die Spannseile zu kontrollieren, die Zelte zu verschließen, Lockere Gegenstände in Sicherheit zu bringen, das Feuer zu schützen. Im Winenheimer Lager war nur eine Person anwesend und bei Hereinbrechen des befürchteten Unwetters, erschien der Kampf gegen die Gewalten hoffnungslos, denn man kann stets nur an einer Stelle sein. Derweil ließen einige Böen das Lager erzittern, Das Zelt von Jürgen hob halb ab und einige der Befestigungen hingen sich aus.Bei unseren Lagernachbarn knackte es nur leicht, aber der Mast des großen Sonnensegels brach einfach entzwei, so dass emsiges werkeln einsetzte um Schlimmeres zu verhüten. Glücklicherweise und noch einigem Gewittergrollen, etwas Regen und einigen Böen, verzog sich das Gewitter, aber die dunklen Wolken lichteten sich nur langsam und verharrten eine ganze Zeit über der Burg, als wollten diese den sorgenvollen Blicken der Lagerteilnehmer zuschauen.Des Tages Hitze war abgekühlt und zum Abend hin herrschte wieder gutes Wetter.
Derweil war auch die Mutter von Maxi unserem Knappen eingetroffen und die Lagergemeinschaft konnte sie bewegen über Nacht zu bleiben. So wurde die Nacht zum 1. Mai mit magischem Licht, dem traditionellem Feuerwerk und dem Tavernenspektakel wieder zu einem bleibendem Erlebnis und wir saßen noch lange nach Mitternacht zusammen.Die Zweite Nacht war etwas wärmer und Jürgen von Seeheim hatte dem armen Konrad seine Felldecke spendiert, während diesmal Nils alleine die Nachtwache übernahm und von mir morgens gegen die 5. Stunde abgelöst wurde. Nach dem Frühstück ging es zum Einkaufen nochmals über den Markt, aber vieles war schon ausgesucht, so dass eben einiges wie schon beschrieben eben bestellt werden musste. Nikos Eltern waren zwischenzeitlich auch eingetroffen. Jeder nutzte die wenigen verbleibenden Stunden für seine jeweiligen Bedürfnisse. Freienfels war diesmal „leider“ nur ein normales Wochenende und die Zeit verfloss daher recht schnell.
Die Knappen fuhren mit ihren Eltern vorzeitig, das heißt vor Marktende in ihre heimatlichen Gefilde zurück und der Rest der Mannschaft begann am frühen Nachmittag mit dem Verpacken der persönlichen Habe in den jeweiligen Zelten.Des Lagers Abbau begann dann nach Ende der Veranstaltung nach der 18, Stund. Die Zelte waren trocken, die Lagerwiesen auch, so dass außer dem Üblichen alles recht gut von Statten ging. Schon bald hieß es dann Abschied nehmen von Freienfels natürlich mit dem Wunsche einer Wiederkehr im kommenden Jahr.
Ähnlich wie die Hinreise erfolgte auch die Rückreise. Ein Fahrzeug fuhr vorne weg, dann Jürgen mit dem Hänger und zuletzt das große Trossfahrzeug. Alle Irrwege führen nach Winenheim und nachdem der Große den Kleinen überholte, überholte kurz vor des Magazintores Eingang diesmal der Kleine den Großen, was zu allgemeiner Erheiterung führte und sicherlich auf dem folgenden Konvent noch für Gesprächsstoff sorgen wird.Ein ereignisreiches Wochenende lag hinter den Dienstmannen, und wir bereiten den nächsten Heerzug vor, der uns wieder nach Worms führt.
Geschrieben in Märkte und Aktivitäten der Dienstmannen | Keine Kommentare »















