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Archive für April 2011
Auf der Suche
21.4.2011 von Konrad.
So könnte die Burg zu Birkenau ausgesehen haben: Oben Zeichnung des Verfassers, unten: Lüthjenburg und Kranzach Nachbauten bzw. Rekonstruktionen von Burgen des Mottentyps.
In der Gemarkung Birkenau, gibt es eine Flurbezeichnung „Burgacker“ ( westlich Obergasse, neben dem Kallstädter Bach und nördlich der Lindenstraße), des weiteren die Flurbezeichnung „Herrnwiese“ (westlich der Straße nach Hornbach.
Flurbezeichnungen sind in der Regel weit älter, als die um 1800 erstmalig erfolgte Parzellenvermessung der Grundstücke.
Es ist aus den verschiedensten Quellen seit etwa 1160 ein Ortsadel nachweisbar. Daher ist auch ein festes Haus (Burg) sowie von der Existenz eines entsprechenden Wirtschaftshofes auszugehen. Fraglich ist in diesem Zusammenhang nur welche Bereiche für eine derartige Anlage in Frage kämen.
Das Tal wird durchflossen von der Weschnitz und von Norden mündet der Liebersbach im Bereich des jetzigen Schlossgartens in die Weschnitz.
Auch die Topographie das Geländes war in dieser Zeit eine völlig andere als sie sich heute darbietet. In der Talaue, die man sich durchaus als sumpfiges Gelände vorstellen kann und die mehrmals im Jahr durch Hochwasser auch überschwemmt wurde gab es im engeren Bereich nur 2 Regionen die Hochwasserfrei waren.
Zum einen der Hügel, der heute die evang. Kirche trägt und zum anderen der Bereich an der jetzigen Weschnitzbrücke wo sich in Urzeiten eine Furt befand welche eine gefahrlose Überquerung der Weschnitz ermöglichte.
Durch den Bau der Bundesstraße und den Durchbruch durch den Schlosspark sowie durch Errichtung der Weschnitzbrücke und die südseitige Bebauung hat das ursprüngliche Gelände eine totale Veränderung (Umfangreiche Auffüllungen) erfahren. Schaut man sich die Tiefe des Weschnitzbettes unterhalb der Brücke an bekommt man an ehesten eine Vorstellung der früheren Geländeverhältnisse. Durch den Einbau eines Stauwehres für den Betrieb der Mühle gab es auch hier im westlichen Bereich weitere Veränderungen.
Ebenso auf der Ostseite, durch die Errichtung des Schlossgartens (großflächige Auffüllung des Geländes), so dass auch hier das alte Geländeprofil weitgehenst verloren ging.
Es ergibt sich somit im Bereich der jetzigen Remise eine weitere hochwasserfreie Stelle, welche vielleicht noch künstlich erhöht für den Standort einer Burg oder eines festen Hauses ( im Mottentyp) im Frage käme. Dieser Standort ermöglichte zugleich die Sicherung des Weschnitzüberganges welcher gleichzeitig auch als Zugang zum Ort selbst diente, da Birkenau am südlichen Ufer der Weschnitz liegt.
Man kann durchaus annehmen, das der Hügel auf dem die heutige Kirche steht auch in frühester Zeit bereits eine Kirche trug.
Die anfänglich angeführte Bezeichnung Burgäcker deutet nicht zwingend darauf hin dass hier oder im Umfeld eine Burg stand. Es kann jedoch ein Indiz dafür sein, dass diese Fläche zur Burg gehörig oder für deren Unterhalt diente.
Schaut man sich das Gelände nördlich der jetzigen Bundesstraße an, so wäre (von einer Höhenburg abgesehen) eine Anlage im Talgrund in Verteidigungsfalle in einer schlechten Position, da von den nahen Höhen einsehbar und daher gefährdet. Eine kleine Anlage (Wasserburg mit Gräben und Wällen in der Nähe und zur Deckung des Weschnitzüberganges, eventuell auch in Holzbauweise (Palisadenumring) mit zentralem Gebäude oder Turm) wäre an dieser Stelle durchaus denkbar und hätte auch einen strategischen Wert.
Sicherlich sind dies alles Hypothesen, aber es gibt einige Indizien (Quellen) für eine Lage an der beschrieben Stelle: Rainer Kunze, Mannheimer Geschichtsblätter NF, B6 S. 77 ff).
Fortsetzung folgt
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Mittelalterfest auf Burg Steinsberg
20.4.2011 von Jurgen von Winenheim.
Burg Steinsberg bei Sinsheim - Weiler im Kraichgaue war das Ziel einer Abordnung der Winenheimer Dienstmannen, welche sich am 17. April auf den Weg machten um sich gegen die 11. Stund an der Einlaßpforte zu treffen. In der Schwertführung geübter als in der Führung des Gänsekieles, so viel der Bericht des Berichterstatters kurz und prägnant aber um so zuteffender aus:
der markt war klein und gemütlich und überschaubar.
wahren noch zu besuch im lager der freien badener und an ragnas stand
daniel hat ich von den badener getrennt und ist wahr scheinlich zu 50 %
die einer templergruppe untergekommen wie er mir berichtete
da ich ihn noch getroffen habe wo die anderen schon weg wahren.
und nun die bilder.
gez. Sven der Bärtige
Wenige der Worte zutreffend und klar im Urteil so sind sie die Beauftragten und Verwalter des klösterlichen Besitzes- aber ohne Furcht und Tadel im Anblick der Feinde. So meinte doch eine Zeitzeugin letztens… die Winenheimer wären ein verrückter Haufen…. ohne dabei zu bedenken, dass sie mit derartigen Aussagen … sich zu gegebener Zeit zu verantworten hat.
Eine muntere Gesellschaft, die Edlen Damen und Herren bei der Einnahme des Mittagsmales.
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