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Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Die Winenheim Rolle - Der Blog der Dienstmannen zu Winenheim für September, 2010.

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Archive für September 2010

Wo wir auch sind…

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Wenn die Kisten und Kasten hervorgeholt, die Ausrüstungsgegenstände durchgesehen und die Gewänder gerichtet werden, dann herrscht Aufbruchstimmung, denn es ist wieder Marktzeit. In einem weiteren Schritt werden die persönlichen Ausstattungsgegenstände der verschiedenen Dienstmannen zum zentralen Sammelplatz unterhalb des Castrums Winenheim verbracht. Dort im Magazin der Mannen wartet weiteres umfangreiches Material darauf, auf die verschiedenen Bagagewagen verladen zu werden.

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Die diesmalige die Winenheimer Lagersaison abschließende Pilgerfahrt soll wiederum in die Gefilde des Saarlandes führen, wo der Vogt zu Freisen  auf neuerliche zum Markte eingeladen hat. Für die dortigen Veranstalter galt es diesmal den 10. Markt auszurichten. Aber auch für die Winenheimer war die diesjährige Teilnahme ein kleines Jubiläum, denn über die Jahre hinweg war es nunmehr das 5. Mal, wo wir uns an diesem Markte beteiligen. Daher wollten wir auch unser komplettes Lager aufbauen und begannen daher morgens um die achte Stund mit dem Beladen der Fuhrwerke.

Der Tross setzte sich dann gegen die elfte Stunde in Bewegung und die Anreise erfolgte problemlos. Gegen Mittag traf man beim Veranstalter ein. Nachdem die Anmeldeformalitäten erledigt waren und wir wiederum unseren angestammten Platz zugeteilt erhielten, galt es die Fuhrwerke zu entladen und dabei auch darauf zu achten, dass das Material nicht gerade da abgelegt und gestapelt wurde, wo man die größeren Zelte aufbauen wollte. Wie immer bei den Winenheimer Pilgerreisen geht es ohne Änderungen nie ab. Auch diesmal sagten kurzfristig einige Teilnehmer ab bzw. reisten später an, so dass sich wiederum eine kleinere Truppe mit dem Aufbau des Lagers befassen musste, von denen auch noch einige von gesundheitlichen Problemen geplagt wurden. Dennoch das Wetter meinte es diesmal gut, aber der Lagerplatz erwies sich diesmal als zu klein, so dass ein mitgenommenes Zelt nicht aufgestellt werden konnte. Das große Speichenradzelt musste daher nochmals abgebaut und umgestellt werden um den zur Verfügung stehenden Platz halbwegs gut ausnutzen zu können.

 

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Die Winenheimer im Aufbaustress, Blueberty unsere Lagerwache bei seiner üblichen Tätigkeit dem Wachdienst 

Der Aufbau des Lagers zog sich bis in die frühen Abendstunden hin, da wir diesmal 7 Zelte aufbauten und auch weitere Gerätschaften diesmal zur Lagerausstattung (Kochstelle, mittelalterliche Tafel und der wichtige Hausaltar) gehörten. Wie bereits erwähnt konnte das 8. Zelt aus Platzmangel nicht aufgebaut werden. Mit Freisen verbunden waren aber auch einige Erwartungen unsererseits, so wollten wir im nunmehr dritten Anlauf es endlich schaffen ein neues Gesamtbild unseres Lagers und ein neues Gruppenbild zu erhalten. In der jüngsten Vergangenheit scheitere dieses Vorhaben stets an fehlenden Dienstmannen, an der Witterung oder kam auf Grund von Übermüdung und eingehandelten Verletzungen nicht zu Stande.


Übliches

Jeder Markt ist im Grunde gleich, was die Vorgehensweise bei Lageraufbau anbetrifft. Es gilt jedoch sich kurzfristig an die vorherrschenden örtlichen Gegebenheiten anzupassen, denn nicht immer ist der Boden gerade und nicht immer lassen sich die Zelte so aufstellen, wie man sich dies im Kopfe zurecht gelegt hat. Dennoch hat sich auch hier im Laufe der Zeit eine Routine bei der Vorgehensweise eingestellt, die es trotz einiger immer vorhandener Probleme ermöglicht, das jeweilige Lager in einem überschaubaren Zeitraum aufzubauen. Jedoch sollte darauf achte werden, dass man mit dem Einrichten der Zelte und dem verstauen der Einrichtung in jedem Fall vor Einbruch der Dunkelheit fertig ist.

 

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Nachdem den ganzen Nachmittag am Aufbau gewerkelt wurde, war es zur frühen Abendstunde geschafft das Lager Stand. Nun galt die Sorge der Mannschaft, das Feuer in der Kochstelle in Gang zu bringen, um den knurrenden und rebellischen Magen befrieden zu können. Im Gegensatz zu den Vorjahren haben sich die Winenheimer diesmal vorgenommen das tägliche Mahl selbst nach althergebrachten  Rezepten zu kochen.

Erste Schritte sehen recht gut aus, aber aller Anfang ist schwer und insbesondere bei der Abfolge der Speisen sollte man noch einige Regelungen treffen, wie wir noch erfahren werden.

Freisen ist wiederum gewachsen
Der Markt zu Freisen ist von der Beteiligung der Lagergruppen wiederum gewachsen. Waren vor 3 Jahren nur wenige Zelte auf der Lagerwiese 2 zu vermelden, so waren es letztes Jahr schon erheblich mehr und in 2010 war das Gesamte zu einem stattlichen Heerlager angewachsen. Leider liegt die Wiese etwas abseits des eigentlichen Marktgeschehens, aber ein Rundgang lohnte sich in jedem Fall, denn es gab wieder vieles zu entdecken, was die eigene Lagerausstattung komplettieren könnte. Dennoch fehlten einige über die Jahre bekannte Gruppen, da zum gleichen Zeitpunkt an anderer Stelle ein weiterer Markt statt fand. Auch hatte es den Eindruck, dass diesmal, trotz des Jubiläums, weniger Marktstände vertreten waren, als die Jahre zu vor.

Neu ist auch, dass es nunmehr Duschcontainer für die Lagerteilnehmer gab und der Veranstalter legt auch großen Wert darauf ohne die üblichen Dixis auszukommen und hat deshalb einen weiteren WC Wagen zusammengebaut. Die Toiletten wurden regelmäßig sauber gemacht und hierfür war ein halber Goldrandtaler zu pro Gang zu entrichten. Der Veranstalter verlangte auch von jedem Teilnehmer einen Duschbeitrag von 1,5 Taler, bereits bei der Anmeldung der jeweiligen Lagergruppe, sonnst wäre man erst gar nicht auf den Platz gekommen.


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Die Lagerwiese 2 und schauet da:

Unser Knappe auf Abwegen, von wegen Wasser holen macht er doch während der Dienstzeit eine Ausfahrt:

 

Die Verpflegung der Winenheimer ist besser geworden, nachdem der bisherige Küchenmeister durch den neuen Knappen eine Verstärkung erfahren hatte. Neben festgesetzten Essenzeiten galt es diesmal auch für 3 Tage die Mahlzeiten zu bereiten und hiervon lehnte sich das Hauptessen an ein mittelalterliches Rezept an und man konnte sich von dem doch anderen Geschmackserlebnissen der Altvorderen ein eigenes Urteil bilden. Wir werden unsere Versuche in dieser Hinsicht weiter fortsetzen. Jedoch sollte sich bei der Speiseabfolge etwas grundlegendes ändern, denn am ersten Tag gab es Eintopf mit Zwiebeln, am zweiten Tag  Zwiebelschmorbraten und am dritten Tag  ein Eintopf  aus Lauchgemüse natürlich wieder mit jeder Menge Zwiebeln, so dass sich spätestens hier im Lager bei einigen ein wahrer Sturm entwickelte…..

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Mitten im Geschehen - der Markt

Drei Lagergassen mit Ständen, vom Korbflechter, Waffenschmied bis hin zum Bader war ein guter Durchschnitt an Marktständen vorhanden. Auch so manche Lagergemeinschaft bot eines Waren und Ausstattungsgegenstände an. Obligatorisch war auch in diesem Jahr wieder der Umzug der Lagergruppen zur Markteröffnung an dem die Winenheimer diesmal als ganze Gruppe teilnahmen. Musik und Tanz vor der Haustür und zur nächtlichen Stunde auch noch eine Feuerschau – Wir waren diesmal mitten im Geschehen

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Vom KampfeAuch an der Feldschlacht nahm eine Abordnung teil, wobei sich die Anzahl der Kämpfer von Jahr zu Jahr steigerte. Aber hierbei hatten wir auch diesmal kein Glück, da erneut zwei Streiter Blessuren erlitten, genau wie im letzten Jahr.


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Oben: Impressionen von der Feldschlacht: (Schildwall, Lanzenangriff, Nahkampf)
Unten: Kleinere Schaukämpfe im Lager sowie die angetretene Truppe zum Frühapell und Waffenschausee__.jpg

Es kommt recht selten vor, dass einer der ehrwürdigen Dienstmannen den Pfad der Sittsamkeit und Tugend verlässt um auf schwarzen und unerlaubten Pfaden zu wandeln. Unserem Priester waren durch das Gesinde einige schreckliche Dinge zugetragen worden, die zum sofortigen Handeln Anlass geboten  um unseren Mitstreiter wieder auf den rechten Weg zu bringen und gleichzeitig auch die Marktbesucher und das Gesinde zu warnen, und anschaulich darzustellen wie es ihnen ergehen wird, sollten sie ähnliche Verfehlungen begehen.

Derweil sehet euch die Gesichter der obigen Dienstmannen an mit welcher Dreistigkeit sie der Verhandlung entgegensehen- ganz so als könnte sie kein Wässerchen trüben, dabei dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch ihre Verfehlungen publik werden. Wollen wir hoffen, dass unser Abt hiervon keine Kenntnis erhält und das vor allem das geschwätzigen Gesinde den Mund hält- denn sonst ist es mit unserer selbstgefälligen Beschaulichkeit vorbei.

Geschrieben hat dies Konradus de Stralinbergere AD MMX am VII Tage des arantmanot

Freisen 2010 war wieder ein Erlebnis und wir kommen gerne im nächsten Jahr wieder. Jeder Teilnehmer hat seine Eindrücke mitgenommen. Leider litt die Stimmung etwas am Wetter, was eigentlich auf die gesamte Lagersaison 2010 der Winenheimer zutrifft, denn die Nacht von Freitag auf Samstag, war recht frisch, der Samstag dann wieder zu warm und am Sonntag wurde das Wetter unstet und es regnete zeitweise, dennoch konnten wir gegen Abend den größten Teil unserer Zeltstadt trocken abbauen und einiges an Material wieder auf die Fahrzeuge verbringen. Die Arbeiten waren nahezu abgeschlossen, als der Himmel seine Schleusen öffnete und wir teilweise völlig durchnässt die restlichen Dinge auf den Fahrzeugen verstauten. Die Rückreise verlief unproblematisch und in den heimatlichen Gefilden angekommen wurden die Fahrzeuge bei aufkommenden Regen wieder in unserem Magazin verstaut, wobei sich zeigte, dass die Nachbarschaft nicht gerade darüber erbaut war, dass nahe der mitternächtlichen Stunde eine derartige Unruhe auf der Gasse entstand.

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