Terminübersicht 2012

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Konvent Termine:

08.01.2012
12.02.2012
11.03.2012
15.04.2012
06.05.2012, oder (20.05.) auf Lager Worms?
10.06.2012
08.07.2012
05.08.2012, auf Lager in Freisen
09.09.2012, oder (16.09.) auf Lager Bad Münster / Stein-Ebernburg
14.10.2012
11.11.2012
09.12.2012

Unsere Lagertermine: Wo Ihr uns treffen könnt 

04.05. bis 06.05.2012        Oppenheim: Burg Landskron  (Bewerbung läuft)
17.05. bis 20.05.2012         Worms: 11. Spectakulum  (Bewerbung läuft)                    
03.08. bis 05.08.2012        Freisen: Naturwildpark
13.09.  bis 16.09.2012        Bad Münster / Stein-Ebernburg

Marktbesuche: Wo wir als Tagesgäste unterwegs sind

28.04.2012      Freienfels Ritterspiele
12.08.2012       Spectaculum und Tunier zu Angelbachtal

weitere Termine folgen sobald festgelegt!

Zum Jahreswechsel

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Hinweise zu beabsichtigten Veränderungen

Die Homepage der Dienstmannen zu Winenheim soll in absehbarer Zeit einige grundlegende Veränderungen erfahren. Hintergrund ist eine generelle Neuausrichtung des geschichtlichen Hintergrundes und damit verbunden auch ein Zeitsprung auf das Jahr 1195. Am grundlegenden geschichtlichen Zusammenhang ändert sich wenig. Die Dienstmannen verwalten den klösterlichen Winenheimer Besitz zur Zeit des Lorscher Abtes Sigehard von Schauenburg.
Zur Unterstützung dieses Vorhabens soll eine zwanglose Reihe von Beiträgen folgen, welche die verschiedenen Wirkungsorte zur damaligen Zeit vorstellen und auch die Umstände näher betrachten sollen.  Hierbei wird uns auch eine ganze Reihe historischer Personen und Ereignisse begegnen, welche sich in das Umfeld der Darstellung einfügen lassen. Daher gibt es für Interessierte vielfältige Möglichkeiten um die Dienstmannen bei der Ausübung ihrer verschiedenen Tätigkeiten, mit eigenen Darstellungen zu unterstützen.
In Bezug zur jetzigen Seite bedeutet dies aber, dass viele Dinge, Beiträge aber auch Abbildungen entfernt werden, da alles was nach dem gewählten  Zeitrahmen eben in der ”Zukunft” liegt.

Zum Anfang und als Einstieg soll die folgende Übersicht dienen, welche die Winenheimer Verhältnisse zur damaligen Zeit skizziert.

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Arbeitseinsatz am Ende der Zeit

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Am Ende einer Pilgerreise, wenn die Fuhrwerke zur nächtlichen Stund wieder vor den Toren des heimischen Kontors stehen ist immer Eile bei der Entladung geboten. Daher wird ein Großteil des Materials einfach abgestellt. Zum Troknen der Seile müssen die geweiligen Kisten offen bleiben und in Anbetracht der Tatsache am Folgetag wieder frisch und munter am jeweiligen Arbeitsplatz zu erscheinen- bleibt vieles ungeordnet liegen. Es nunher unausweichlich diesmal mit vereinten Kräften daran zu gehen um aufzuräumen und Ordnung in das regelrechte Chaos zu bringen.

Bedenket:

Wenn der Hauptmann zum Sammelplatz ruft, sind es in der Regel nur wenige der Mannen, die zur genannten Stund auch tatsächlich zur Stell sind. Aber: Jeder der die Winenheimer etwas näher kennt weis, dass die Ausnahme eher die Regel ist. Daher unterliegt jede geplante Aktion diesen Gesichtspunkten aber auch der Tatsache, dass die Ersten die Kommen, auch die Letzten sind die Gehen. (Die Ersten werden auch die Letzten sein). 

Diesmal galt es zunächst einmal Platz zu schaffen, einen weiteren Raum von Gerümpel zu befreien. Dieses zum Teil der Entsorgung zuzuführen sowie über die Saison gesammeltes Holz zusammen mit weiteren vorhandenen Brettern und Kanthölzern zu Brennholz zu verarbeiten. Wie bei jeder derartigen Aktion bleibt es natürlich nicht aus, dass man hierbei auf alte Schätze stößt und lange vermistes wieder findet. Dennoch hat man sich doch in der Zeit verschätzt, denn es konnten bei Weitem nicht alle geplanten und vorgesehenen Arbeiten erledigt werden, so dass es noch einiger weiterer Termine bedarf um das alles abzuarbeiten. Der freigeräumte Raum wurde zur Brennholzkammer umfunktioniert und im Verlaufe der Arbeit wuchs der Bennholzstapel unaufhörlich und zu beachtlicher Größe, so dass zumindest für die kommende Lagerperiode keiner der Teilnehmer frieren muß. Wie schon ausgeführt war die durchgeführte Aktion im Kontor nur der Auftakt um endlich zu einer etwas übersichtlichen Materiallagerung zu kommen. Jedoch zeigt die Erfahrung, dass der Umfang der Ausstattung von Jahr zu Jahr zunimmt und die Fahrzeuge gar nicht groß genug sein können, so dass freier Platz binnen kürzester Zeit wieder mit neuem Material belegt wird.  Die folgenden Monate sollen nunmehr auch genutzt werden einige Dinge zu reparieren und auszubessern. So soll das Grünweiße Zelt neue Abspannseile mit Seilspannern erhalten. So sind die Zeltheringe zu richten und Beschädigungen an weiteren Gegenständen zu beheben. Die kalte Jahreszeit soll fernerhin benutzt werden um mit der Neuanfertigung von Gewandung weiter voran zu kommen. Hierbei dürfte insgesamt keine Langweile aufkommen eher schon wird es wiederum so sein, dass die Zeit wieder nicht reichen wird um sämtliche Vorhaben abzuarbeiten.

Rückblick 

Das Jahr 2011 war geprägt durch mancherlei Aktionen und Erlebnisse. Der Markt und die Ritterspiele zu Freienfels diesmal mit dichtem Nebel und tiefen Temperaturen, der Markt in Worms, der wahrlich alles zu bieten hatte Im Gedächnis der Mannen dürfte vorallem die Regenschlacht zu Freisen haften bleiben. Sicherlich war das Schwertkampf Seminar auf der Feste Dilsberg für einige ein Höhepunkt der diesjährigen Saison.Es war möglich wiederum drei Lagertermine durchzuführen. Ein ursrünglich geplanter Vierter Termin kam nicht zu Stande da wir vom Veranstalter weder Zu- noch Absage erhielten. Die in früheren Jahren üblichen  gemeinsamen Tagesbesuche bei diversen Veranstaltungen in unserer Region  kamen praktisch zum Erliegen. Meist waren es Einzelbesuche einzelner Gruppenmitgliedern bei verschiedenen Märkten über die dann im Blog und teilweise auch auf der Homepage berichtet wurde. Insgesamt ist aber ein deutlicher Rückgang der Aktivitäten insgesamt zu verzeichnen. Was die Lagerausstattung anbetrifft so konnten im Verlaufe des Jahres einige kleinere Dinge realisiert werden, aber es mußten auch einige Dinge ausgetauscht und ersetzt werden. Für die Zukunft und die weitere Entwicklung unserer Gemeinschaft wird es immer drängender eine Standortbestimmung durchzuführen, welche es ermöglichen sollte eine Entwicklungsrichtung aufzuzeigen und den Weg hierfür zu bereiten. Daher sollten die folgenden Konvente intensiv für entsprechende Gespräche genutzt werden, aber auch zur Verbereitung und Planung des kommenden Veranstaltungsjahres. Konrad

Märchen und Sagentage 2011

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Alljährlich am letzten Oktoberwochenende finden in Reichelsheim die in der Region allseits bekannten Märchen und Sagentage statt. Diese Veranstaltung ist verbunden mit einem mittelalterlichen Markt, welcher hauptsächlich auf zwei Plätzen im Altstadtkern angeordnet ist. Ein weiterer Veranstaltungsort befindet sich vor der Stadthalle am Rande der Altstadt.
Bei herrlichem Spätberbstwetter fuhren wir seit einigen Jahren erstmals wieder gen Reichelsheim um dem Markte einen Besuch abzustatten, Freunde zu besuchen sowie zum Saisonabschluß nochmals etwas Marktatmosphäre zu schnuppern. Für unseren Besuch hatten wir den Samstag gewählt, weil es hier etwas einfacher ist einen Abstellplatz für unser Pferdefuhrwerk zu finden. Beim flanieren über die verschiedenen Marktbereiche konnte man hier und da auch einige interessante Dinge finden. Insbesondere der Stand von Britta Gläßer (Gewandburg) hatte es uns angetan waren da doch schön Gebende Nadeln zu bestaunen und zu erstehen.

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Im Gegensatz zu anderen Märkten und Veranstaltungen wird in Reichelsheim kein Eintritt erhoben. Verpflegungsstände, gab es innerhalb des gesamten Marktbereiches genügend und im Rahmen des Stadtfestes hatte auch die örtliche Gastronomie geöffnet.

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Für Musik und Kurzweil sorgten verschiedene Musikgruppen, die an verschiedenen Orten innerhalb des Markbereiches und der Altstadt spielten. Darunter diesmal auch Elster Silberflug (das Urgestein, der Mittelalter und Vagantenszene), sowie die Gruppe Kric aus Polen, auf der Bühne an der Stadthalle. Es gab recht schöne Scherenstühle zu einem annehmbaren Preis, Räucherwerk aber auch die bekannten und besonders wohlschmeckenden Apfelkringel. Der Laternenmacher war ebenfalls wieder dabei sowie der Skriptor, wo man einiges über Schriften und den eigenen Vornahmen in Erfahrung bringen konnte.
Uns zogs nun aber zur Fro (Freie Ritterschaft Odenwald) um unsere Bekannten zu besuchen und einige Worte zu wechseln bevor die offizielle Markteröffnung auf dem oberen Platz erfolgte.Die Zahl der gewandeten Besucher hat deutlich abgenommen (wir waren diesmal auch in Alltagskleidung gekommen und kamen uns etwas “fremd” und ungewohnt vor.) Ambiente tauglich Gewandete waren nur wenige auszumachen, von einigen wenigen Händlern abgesehen, auch das gesamte Angebot an Ständen hat gegenüber dem früher gewohnten etwas (subjektive Meinung) abgenommen.Nicole Röver (die Haus- und Hoflieferantin, der Winenheimer) war wie immer mit Ihrem Bekleidungsstand verteten und Larissa Anton (Wildweibchenstein) zeigte diesmal ein Filmchen über die Römer im Odenwald. Für die Reparatur meines Gambesions erstand ich 2 Lederbänder sowie eine magische Scheibe zur Unterhaltung in der kalten Jahreszeit.Das Programm für die Kinder ist recht umfangreich, da an den verschiedensten Orten im gesamten Stadtgebiet entsprechende Vorlesungen, Vorführungen und Aktionen statt fanden. Auf dem Rückweg trafen wir dann noch Bruder Werner, welcher ebenfalls den Weg nach Reichelsheim gesucht und gefunden allerdings diesmal ohne Verkaufsstand aber im Anmarsch auf den Apfelkringelstand.

Nach gefühlten und gelaufenen etlichen Kilometern und mehreren Rundgängen durch den Veranstaltungsbereich traten wir dem Heinweg an. Auf der Burg Reichenstein wurden Führungen angeboten, die mich noch interessiert hätten, aber mit Rücksicht auf meinen derzeitigen “Hinkefuß” war das leider diesmal nicht machbar, genauso wie der schon seit Monaten geplante Besuch der Burg Rodenstein. Es gibt daher noch einige Gründe erneut den Weg nach Reichelsheim zu suchen.

Vorratstöpfe

Auf dem Markte zu  Freienfels bestellt und nach langer Wartezeit nunmehr eingetroffen ist eine Sendung aus der Keramikwerkstatt von Ilja Frenzel die sowohl die Aquamanileschale als auch die extra angefertigten Vorratsdosen enthielt. Diese Töpfe sollen auf der Tafel als Behälter für Marmelade, Schmalz und diese allseits beliebte braune orientalische Paste…, Verwendung finden. Zielvorgabe war 3 gleiche Gefäße, zur besseren Reinigung innen lasiert und mit unterschiedlichem Dekor, damit man den Inhalt bereits von außen erkennen kann.

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Auch die Aquamanile hat nunmehr eine passende schlichte Schale erhalten und ist nunmehr in Verbindung mit Leinen Handtüchern für den Gebrauch an der herrschaftlichen Tafel einsatzfertig.

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Da sitzt er nun der Greif inmitten seiner Schale und hart der Dinge die da kommen werden.

Marktbesuch in Hockenheim

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Am Freitag machte ich mich mit meiner Tochter auf den Markt in Hockenheim zu besuchen. Da ich kurz nach der Markteröffnung um 16:00 dort war, fand ich schnell einen Platz an dem ich meine Kutsche abstellen konnte. Am Eingang musste ich zwar der Kassiererin erklären, dass man auf Mittelalter Märkten die Sache mit dem Schwertmaß für Kinder etwas dehnbarer sehen kann, aber sie hat es verstanden und so musste nur ich den ermäßigten Eintritt von 4 Silbertaler berappen. Der Markt ist sehr schön aufgeteilt zwischen Verkaufsständen und Lager. Auch gibt es genügend Toiletten Container und für die Lagerleute sind Duschcontainer vorhanden. Die Verkaufsstände sind gut gewählt und der Besucher wird von Sachen, die nicht im Entferntesten mit dem Mittelalter zu tun haben verschont. Auch bei der Verpflegung ist meines Erachtens eine gute Wahl getroffen worden, es gab Flammkuchen, Wildschweinbratwürste, diverse Sauerteigfladen und einen Crépes-Stand. Was einem am meisten ins Auge stach, war ein Getränkestand, welcher die Form eines Drachenbootes hatte und dessen Besatzung es verstand die Leute anzulocken.

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Des Weiteren befand sich ein kleiner Badezuber auf dem Gelände und zur Freude meiner Tochter ein Stand von Dattelschlepper. Dem Besucher wurde auch ein Ritterturnier in einer Arena geboten und ein Reisendes Burgtor aus Holz nebst Zugbrücke und zweier Wachtürme. Alles in allem von den Organisatoren ein sehr schön angelegter Markt und was sehr wichtig ist, die Lagerleute werden auch von der Orga sehr gut betreut, wie mir berichtet wurde. Es wurde für genügend Strohballen und Feuerholz gesorgt, auch werden die Toiletten regelmäßig gereinigt. Bei dem am Donnerstag stattgefundenen Umzug mit Einmarsch auf den Markt, wurde den Teilnehmern auf halber Strecke Wasser in Bechern gereicht und die Becher nach 100 Meter wieder eingesammelt.

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Ein Meckerpunkt gibt es aber leider auch zu berichten und dieser betrifft die allseits geschätzten Touris. Es ist scheinbar wirklich schwer von den Leutchen zu verstehen, dass man nicht so einfach durch jedes Lager laufen kann ohne vorher um Einlass gebeten zu haben. Als ich mich zur Verabschiedung unseres Bekannten Ingo (wo her hab ich leider wieder vergessen, das Alter zeigt seine Spuren) in dessen Lager begab, stolzierten innerhalb kürzester Zeit Leute durch das Lager nur um den Weg abzukürzen, was ich persönlich als bodenlose Unverschämtheit empfand.

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Nach kurzweiligen 4 Stunden machte ich mich mit meiner Tochter dann wieder auf den Heimweg, mit der Erkenntnis den Winenheimern würde dieser Markt auch stehen und die Winenheimer würden diesem Markt auch stehen,

Andreas von Fidtenheim

Die Reise nach Philippsburg

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In der Vergangenheit gab es schon einige ins Auge gefasste Termine um den Reisenden aus Mannheim wieder einmal einen Besuch abzustatten. Leider klappte es aus den unterschiedlichsten Gründen nie so recht. Meist überschnitten sich auch noch die jeweiligen Lagertermine oder es waren private Hemmnisse die einen Besuch vereitelten. Am Pfingstsonntag war es endlich soweit und so machten wir uns in der frühe auf den Weg nach Philippsburg um den Reisenden unsere Aufwartung zu machen und natürlich auch den Markt zu besuchen.

Die Anreise verlief zunächst ohne Probleme, aber es stellte sich heraus, dass der kürzeste Weg nicht immer der Beste ist- denn dieser endete vor einer Straßensperre und unser himmlischer Helfer lies sich auch nicht beirren und führte uns prompt an der Nase herum in einem großen Bogen just genau wieder zu der Stelle der gesperrten Straße. Also das gleiche nochmals an anderer Stelle und viel weiter südlich an der nächsten Ausfahrt der Überlandstraße probiert und diesmal in der Tat näherten wir uns problemlos unserem Ziel. So lernt man wenigstens bisher unbekannte Flecken und Dörfer kennen. Auf Grund der wirklich guten Ausschilderung fanden wir dann den Nebenstraßen und Feldwegen folgend über die Ausfahrtstraße doch noch Zugang zum Parkplatz auf der Wiese hinter dem Markt, wo wir unser Fuhrwerk abstellen konnten. Glücklicherweise wollte um diese Zeit noch niemand den Markt verlassen, dann wäre es recht enge auf der schmalen Straße geworden.

Bisher waren wir noch nicht auf dem Markt zu Philippsburg gewesen hatten allenfalls darüber in Berichten gelesen und den Empfehlungen unseres Dienstmannes Andreas von Vidtenheim folgend wollten wir auch selbst erkunden, was es damit auf sich hat.

Nachdem die Zollformalitäten erledigt und auch der Wegzoll von 4 Euro pro Gewandeten entrichtet war, das gemeine Volk musste deren 7 pro Nase berappen, ging es auf die Suche um die Zeltstadt der Reisenden zu finden, was sich eigentlich recht einfach gestaltete, denn man brauchte auf dem überschaubaren Markt im Grunde nur nach zwei Dingen zu suchen: 1. Nach einem der größten Zelte auf dem Platz und 2. nach einem orientalisch/arabischen Lagerplatz. Beides natürlich nebeneinander. Kurzum man brauche kaum danach zu suchen und war daher nach kurzer Zeit zur Stelle.

Der Comes Günther und die Gräfin Iris de Föhrenhof hießen uns herzlich willkommen. Ebenso Turan Il Schah und seine Gattin Adela. Nach der Überreichung der Gastgeschenke und der Begrüßung der „Mitreisenden“ ging es gleich daran entsprechende Gespräche aufzunehmen und sich über alte und neue Dinge auszutauschen, aber auch über das eine oder andere Vorhaben zu sprechen. Auf jeden Fall verflog die Zeit recht geschwind und die Melodien der Mitreisen Spielleute sorgten für entsprechende Kurzweil, aber auch für eine angemessene feinfühlige Atmosphäre.

 

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Nachdem die Mittagszeit schon mehr als deutlich überschritten war wurde es Zeit sich auch den Markt anschauen nach den Spielleuten und den anderen Lagergruppen zu schauen. Es war auch wieder recht warm geworden und der Platz lies generell einige Schattenplätze vermissen, denn schattenspendende Bäume waren hier nicht anzutreffen. Wohl dem der gute Bekannte hat, wo man sich niederlassen und ausruhen kann.

Wie schon angeführt war der Markbereich in der Mitte recht überschaubar. Neben den üblichen Dingen für das Volk, gab es auch einige Händler mit guten Warenangebot: Ein Goldschmied der Repliken von Schmuck herstellt, ein Töpferei der seine Erzeugnisse feil bot, aber auch der Waldglasverkäufer, bei dem ich schon auf dem Markt zu Worms einiges erworben hatte. Trotz Bedarf, verbot ich mir aus finanziellen Gründen, weitere Anschaffungen, so dass es diesmal beim Anschauen blieb und die Händler das Nachsehen hatten. Vorgeführt wurden natürlich auch einige Handwerke, wie: Korbflechten, Drechseln, Perlen machen, töpfern und natürlich heißbegehrt die Schmiede und der Waffenhändler.

Lediglich bei den Verpflegungsständen griffen wir zu, denn insbesondere meine werte Gemahlin verspürte einen gewaltigen Hunger und bei der Hitze des Tages ging es auch nicht ohne kühle Getränke.

Interessant waren auch einige wenige gute Lagergruppen, die wir noch nicht kannten.

Über die Mittagszeit hatte sich der Markt doch merklich gefüllt. Für gewisse Bedürfnisse waren ein Wagen und ein Container aufgestellt, die regelmäßig gesäubert wurden. Jedoch für die Menge der Leute war das zuwenig, da sich hier längere Warteschlangen bildeten.

 

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Nach dem Rundgang ging es wieder ins Lager um die Gespräche wieder aufzunehmen. Dabei gewannen wir Erkenntnisse insbesondere über das Herstellen von Haarnetzen aus  Leinen- und Maulbeerseide. Deren Herstellung (Filettechnik) erläuterte Adela recht anschaulich. Gleichwohl ist zu bemerken, dass die weiblichen Mitglieder der Reisenden für alles was mit schneidern, sticken, spinnen, weben und der gleichen mehr recht bewandert sind und über einen beachtlichen Fundus von Erkenntnissen und Erfahrungen verfügen.

 

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Die Sonne senkte sich schon in Ihrer Himmelsbahn, so dass auch wir uns anschickten, wieder die Rückreise anzutreten. Wie das Willkommen so war auch der Abschied herzlich und wir versprachen ein baldiges Wiedersehen und einen etwas häufigeren Kontakt, als in der Vergangenheit zu halten. Ein letzter Gruß galt auch den Mitreisenden, die wir unterwegs noch trafen. Die Rückreise verlief unproblematisch und mit vielen neuen Eindrücken erreichten wir dann wieder unsere Heimstatt.

 

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Worms 2011 - Dank an die Orga

Das Spectaculum im Wormser Wäldchen fand in diesem Jahr zum 10. Male statt. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass um den Veranstalter für all die Mühen um die Organisation und den Ablauf zu danken. Die Gruppe um Klaus Susemichel (Marktmeister) und Uwe Hildenbeutel als Zuständiger für die Lagergruppen, sowie all die vielen hier nicht genannten Mitarbeiter und Personen die sich im Netzwerk Lebendiges Mittelalter zusammenfanden haben es bisher immer wieder geschafft ein interessantes, friedliches Mittelalterfest zu organisieren und durchzuführen. Bei der großen Anzahl an Lagergruppen und Händlern ist es sicherlich nicht möglich immer allen Anforderungen gerecht zu werden.
Wir: Die Dienstmannen zu Winenheim bedanken uns für die schönen und ereignisreichen Stunden die wir bisher als teilnehmende Lagergruppe in Worms verbringen durften. Die Winenheimer waren erstmals als Lagergruppe bei der 1250 Jahr Feier in Pfeddersheim mit dabei. Dann als Besucher im Jahre 2006 erstmals auf dem jetzigen Veranstaltungsgelände und seit 2007 regelmäßig als Lagergruppe auf der jährlichen Veranstaltung vertreten. In diesem Zeitraum  von jetzt immerhin fünf Jahren in Folge lässt sich an Hand der sich in unserem Archiv befindlichen Bilder auch die Entwicklung der Dienstmannen als Lagergruppe aufzeigen. Die Teilnahme an der Feldschlacht oder die Übernahme der notwendigen Wach- und Kassendienste haben wir nie als Belastung sondern als unseren Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung gesehen. Daher wünschen wir uns für die Zukunft ein Fortbestehen der Veranstaltung im gewohnten Rahmen. Die in den letzten Jahren stetig ansteigenden Besucherzahlen belegen ein hohes Interesse seitens der Bevölkerung, das auch einher geht mit  einer ständigen Qualitätssteigerung seitens der anwesenden Händler. Dies alles trägt mit dazu bei dass gerade Worms in unserer Region mittlerweile einen vorzüglichen Ruf innerhalb der Szene besitzt.
Wir freuen uns auf die kommenden Veranstaltungen. 

Herzliche Gratulation zum 10 jährigen Jubiläum


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Zu Gast …

Anlässlich der Pilgerfahrt nach Worms war es mir Bernard de Noyer und meinem Weibe Joveta sowie meiner holden Tochter Clarice vergönnt, uns unter den Schutz der Dienstmannen zu Winenheim zu stellen und die Markttage behütet in Worms zu verbringen. Es war für uns die Gelegenheit unseren Sohn einmal wiederzusehen, der seit geraumer Zeit bei Ritter Mathias dient und wir konnten uns von seinen Fortschritten im Waffengang und beim Erlernen seiner ritterlichen Tugenden überzeugen. Es gestaltete sich bereits die Anreise in einem großen Tross als wahrer Glückstreffer und wir wurden weder von Wegelagerern noch anderem Gesindel heimgesucht und sicher nach Worms geleitet. Zur Rast wurde stets offenes Gelände gewählt und so konnte ich meiner Tochter gestatten sich ein wenig frei zu bewegen ohne von einer Horde Wachen umlagert zu sein. Trotz allem ging einer der Pilger verloren, aber sein wahrer Glaube führte ihn zu rechter Zeit auf den rechten Weg. In Worms angekommen war es beeindruckend mit welcher logistischen Kunstfertigkeit ein solches Heerlager aufgebaut wird und wie schnell die Karren und Pferde abgeladen sind und alles seinen Platz gefunden hat. Auch uns hatte der Trossmeister ein Plätzchen angewiesen und wir taten unser Bestes um mit der Geschwindigkeit der Dienstmannen Schritt zu halten. Es war uns also vergönnt sonnige, heiße Tage mit den Dienstmannen zu verbringen, an ihrer Tafel Platz zu nehmen, Speisen und Getränke zu teilen und ihre tiefe Gottverbundenheit und Ernsthaftigkeit zu erleben sowie ihre Disziplin zu bewundern. Ihre Gastfreundschaft kennt keine Grenzen und so war im Lager ein stetiges Kommen und Gehen, alte Freundschaften wurden aufgefrischt oder neue geschlossen. Die Tage in Worms vergingen viel zu schnell zwischen all den Pflichten und Notwendigkeiten. Nach den ersten Tagen zeichnete sich am heiligen Sonntag alsbälde ab, dass jeder der Ritter, Knappen, Weiber und Mägde und auch die Kinder, die nötige Läuterung erfahren hatten und eine gewisse Ruhe und Gelassenheit in den Zelten einkehrte. Als der Abend nahte, das Küchenfeuer gelöscht war und die Vorräte längst erschöft waren, wurde mit der gleichen Geschwindigkeit das Lager abgeschlagen, die Karren und Tiere beladen und die weite Heimreise angetreten.

Wir können mit Fug und Recht behaupten, dass wir gestärkt im Glauben, gefestigt in unseren Zielen und mit großer Demut im Herzen am späten Abend in die Auen zu Berkenowa zurückgekehrt sind.